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Neues aus der Welt des Kurzfilms
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Shortfilm News #127
Juni 2020
Kurzfilmnews

36. Kurzfilm Festival wird 3. Hamburger Film-In

5. bis 8. November
Eigentlich hätten wir gestern das 36. Kurzfilm Festival Hamburg eröffnet und anschließend draußen vor der Post gefeiert. Das konnte nicht sein und macht uns wehmütig. Jetzt blicken wir nach vorn. Weil wir uns ein Festival ohne Kinos, Filmgespräche und persönliche Begegnungen nicht vorstellen mögen, haben wir auf eine Streamingalternative verzichtet. Stattdessen planen wir nun ein komprimiertes Kurzfilm Festival im November, wir nennen es das 3. Hamburger Film-In. Eröffnen werden wir es, so keine zweite Welle alles wieder unter sich begräbt, am Donnerstagabend, den 5. November. An den folgenden drei Tagen zeigen wir dann den Internationalen und Deutschen Wettbewerb sowie den Flotten Dreier.

Weil es sich sonderbar anfühlen würde, die ursprüngliche Festivalzeit sang- und klanglos verstreichen zu lassen, haben wir geladene Gäste gebeten, uns filmische Postkarten zu schicken. Und das Team zeigt, was es eigentlich gerade so tun würde – und nun tatsächlich macht. Ihr findet die Beiträge auf unseren Social-Media-Kanälen. Und abends posten wir Live Sets von DJs und Bands, die in den vergangenen Jahren im Festivalklub dabei waren. Schaut rein bei Instagram oder Facebook.

Filmische Postkarten ans Festival

22. Mo&Friese Kinder Kurzfilm Festival Hamburg

Verschoben ins neue Jahr: 17. bis 24. Januar 2021
Das Kurzfilm Festival für die Kinder hatte zunächst auf den September verschoben. Angesichts der unklaren Situation in den Kitas und Schulen (die kurz nach den Sommerferien gewiss andere Prioritäten haben, als Ausflüge in Kinos zu planen) haben wir beschlossen, das 22. Mo&Friese Kinder Kurzfilm Festival noch weiter zu schieben, nun ins neue Jahr. Vom 17. bis 24. Januar 2021 soll das Festival in unseren Stammkinos (Abaton, 3001, Zeise, Metropolis) stattfinden: mit Eröffnung, allen Wettbewerbsfilmen und dem GIB MIR FÜNF-Wettbewerb.

TV-Tipp: Kurzschluss auf Arte

Am Samstag, den 6. Juni um 0.35 Uhr, zeigt unser Medienpartner Arte eine „Kurzschluss“-Sondersendung zum 36. Kurzfilm Festival Hamburg. Darin ein Gespräch zum Festival mit der künstlerischen Leiterin Maike Mia Höhne, vier Kurzfilme und ein Blick hinter die Kulissen der Webserie Wer war zuletzt am Kühlschrank? nach einem Buch von Erfolgsautor Daniel Nocke. Zusammen mit Kathrin Albert und Henning Thomas hat Nocke Regie bei der Puppentrickanimation geführt: eine Schildkröte, ein Krake, ein Seebär und dessen Kind. Alle noch auf der Suche. Beruflich und privat. Da bietet sich eine WG an. Man spart Geld und gibt einander Halt. Doch manchmal stolpert man auch übereinander. Ziemlich oft sogar. „Kurzschluss“ ist ab dem 5. Juni auch in der Mediathek. Mehr hier.

Buchtipp

Eine eigene Geschichte. Frauen Film Österreich seit 1999
Im September 1999 feierte Nordrand von Barbara Albert im Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig seine Uraufführung – als erster Film einer österreichischen Regisseurin, der in diese prestigeträchtige Sektion eingela­den wurde. Der Sammelband nimmt dieses Ereignis zum Ausgangs­punkt einer Erfolgsgeschichte mit in­ternationaler Resonanz. In Form von Werkporträts, Thementexten und Gesprächen hält er Rückschau auf das, was in den zwei Jahrzehnten seither geschah. Maike Mia Höhne hat für das Buch ein Gespräch mit der Filmemacherin und Musikerin Billy Roisz geführt, die auch den Trailer für das 36. Kurzfilm Festival gestaltet hat. Mehr hier.

Webserie von Daniel Nocke: Wer war zuletzt am Kühlschrank?

Neue Kurzfilme online

Die neuen Kurzfilme auf unserem unserem YouTube-Kanal

Surprise (D 1995, 5:48 min) von Veit Helmer: Ein Mann (Max Tidof) baut um das Bett seiner Geliebten ein Arsenal an Mordinstrumenten auf – während sie schläft. Alles macht den Anschein, als wolle er sie umbringen … Besonderheit: handkoloriert.

Match Factor (D 2007, 17:10 min) von Maheen Zia ist eine Geschichte über die Macht von Vorurteilen und die Stärke des Vertrauens. Ahmed, ein junger Fußballspieler aus dem Irak, kommt nach Berlin, um am Fifa-Charity-Match teilzunehmen. Als er aus seinem Hotel verschwindet, wird mit dem Hinweis „gefährliche Person“ nach ihm gefahndet. Brigitte, eine junge Polizistin gespielt von Anneke Kim Sarnau, ist auf Patrouille, als sie ihm begegnet.

The Death of an Insect (FIN 2010, 6:45 min) von Hannes Vartiainen und Pekka Veikkolainen: In einer weiten, leblosen Landschaft, in der die Zeit stehen geblieben ist, beginnt ein verrücktes Ballett, und ein neu geschlüpfter Schmetterling wird sterben.

Emergency Calls (FIN 2014, 15 min) von Hannes Vartiainen and Pekka Veikkolainen: Mensch sein heißt, das Leben um uns herum als zerbrechliche, flüchtige Erfahrung wahrzunehmen. Konfrontiert mit einer überwältigenden Dunkelheit, können wir nur aufeinander hoffen. Der Film basiert auf echten Notrufen und Funksprüchen.

Emergency Calls

Being laid up was no excuse for not making art

Ausstellung des Kunstverein in Hamburg in Kooperation mit dem Kurzfilm Festival
Wie die meisten Bereiche des öffentlichen Lebens hat auch die Kunst- und Kulturszene unter der Corona-Krise gelitten und tut es noch. In einer Umbruchphase wie dieser liegt die Chance, eigene Arbeitsweisen zu überdenken und neue Möglichkeiten der Kunstpräsentation zu entwickeln. Ein deutliches Zeichen und erlebbares Gefühl ist dabei das Zusammenrücken und das Zeigen von Solidarität aller Kunstschaffenden.
Der Kunstverein in Hamburg möchte mit der experimentellen Ausstellungsserie „Being laid up was no excuse for not making art“ ein solches Zeichen der Solidarität setzen: In zwei Kapiteln präsentieren Protagonist*innen aus verschiedenen Bereichen der Hamburger Kunst- und Kulturszene, die ihre Veranstaltungen absagen mussten, ihre Arbeiten gemeinsam mit vielen internationalen Kolleg*innen.

Das erste Kapitel der Ausstellungsserie (26. Juni bis zum 16. August) fragt nach dem Status des Humors nach #MeToo, dem Feminismus heute und wie wir uns unser weiteres Zusammenleben vorstellen. Das zweite Kapitel (ab 22. August) lässt im Corona Sound System vielfältige, ganz unterschiedliche Stimmen zu Wort kommen, um über die Möglichkeiten des Sounds im leeren Raum zu reflektieren. Zwei unterschiedliche Ausstellungen, die mit den Formaten experimentell spielen, sie dehnen und an die Grenzen treiben, um überraschende Einblicke zu bieten.

Kapitel 1: Humor nach #MeToo
In Kooperation mit dem Kurzfilm Festival Hamburg und anderen.
Featuring: Sarah Abu Abdallah, Pauline Curnier Jardin, Katrina Daschner, Cordula Ditz, VALIE EXPORT, Chris Hegedus, Luise Helm, Fabian Hesse, Kerstin Honneit, Sarah Jacobson, RP Kahl, Matt Kazmann, Helene Kummer, D A Pennebaker, Laure Prouvost, Jennifer Reeder, Isabella Rossellini, Susanne Sachsse, Paul Spengemann, Jessica Swale, Athina Rachel Tsangari, Saralisa Volm.
Digitale Eröffnung am 26. Juni um 19 Uhr über die Website des Kunstvereins mit Ute Holl, Bettina Steinbrügge und Maike Mia Höhne.

Tea Time
Neben der Ausstellung lädt der Kunstverein zu einer digitalen Teestunde ein. Die Gäste sind zu Hause oder im Atelier, trinken Tee und denken gemeinsam über die Verschiebung der Kultur nach, über das Framing der Gesten, die Neubesetzung und ein neues Miteinander. Die Termine werden noch bekannt gegeben. Es dürfen je 30 Gäste nach Anmeldung digital teilnehmen. Mit Kathrin Resetarits, Tatjana Turansky, Jennifer Reeder, Maike Mia Höhne und anderen.

Kunstverein in Hamburg, Klosterwall 23, Dienstag bis Sonntag, 12 bis 18 Uhr. Mehr hier.

Podcast-Tipp: Kino Climates

„Kino Climates Interlocked“ ist der erste Podcast, der sich alternativen Kinos und Filmklubs widmet. Im Mittelpunkt jeder Sendung steht jeweils ein Mitglied des Kino-Climates-Netzwerks. Die Kinomacher*innen und Kulturaktivist*innen erzählen von ihrer alltäglichen Arbeit, ihren Organisationsstrukturen und der Programmgestaltung. In der ersten Episode wird das Filmhuis Cavia, das kleinste Kino in Amsterdam vorgestellt, das in den 80er Jahren gegründet wurde.
Kino Climates Interlocked ist auf Englisch und über alle Podcatcher zu abonnieren oder hier und über die B-Movie-Website direkt zu hören. Kino Climates Interlocked erscheint jeden letzten Sonntag im Monat, in der nächsten Episode am 28. Juni steht das Hamburger B-Movie im Mittelpunkt.

fux Lichtspiele: Streamen aus dem Exil

Seit dreizehn Wochen erheitern uns die fux Lichtspiele mit erhellenden Momenten. Seht selbst hier.

Branchennews

Neues aus dem Verleih

Kurzfilme für den Kino-Restart
Nach Kirchen und Kneipen dürfen die Kinos als letzte der drei großen „K“ langsam wieder öffnen. Viele Kinobesucher*innen sind unsicher, Hygienekonzepte müssen geschrieben und umgesetzt werden, und es stellt sich die Frage: Welche Filme können in der Startwoche gezeigt werden? Kinobetreiber*innen müssen Programmslots anpassen, um Ein- und Auslass mit ausreichend Reinigungspausen zu gewährleisten. Eine Supermöglichkeit, die Konzepte auf Herz und Nieren zu prüfen, sind Kurzfilmabspiele. Rückkehr in kleinen Dosen oder #kurz_zurückinsKino.

Angeregt durch eine Initiative der Schauburg Bremen liegen zwei Vorschläge auf dem Tisch, die Kinos ermöglichen, den Ein- und Auslass des Publikums unter Einhaltung der Hygienekonzepte zu testen und Vertrauen wiederaufzubauen. Erstens ein Stundenkino mit stündlichen Screenings von Kurzfilmen mit maximal 20 Minuten Länge: ein einzelner Film oder zwei Filme im Doppelpack. Zweitens der Kurzfilmüberraschungskalender: Jeden Tag wird ein neuer Film gezeigt. Möglich ist dabei auch eine tägliche Verlosung von Kinogutscheinen für Zuschauer*innen. Der Kurzfilm Verleih Hamburg berät und unterstützt gern alle interessierten Kinos: verleih@shortfilm.com. Mehr zum Kino-Restart auch hier.

Neues aus dem Vertrieb

Neu im Vertriebskatalog ist der Animationsfilm My Galactic Twin Galaction (Russland 2020, 7 min) von Sasha Svirsky, der seine Weltpremiere auf der Berlinale feierte. Eines Tages erhält ein Mann eine Mail von der er glaubt, sie sei Spam. Die Mail informiert ihn, dass es in der benachbarten Galaxie Ärger gebe, wodurch auch seine Galaxie bedroht sei. Sein galaktischer Zwilling lädt ihn zum gemeinsamen Kampf gegen das Böse ein …

My Galactic Twin Galaction

Call for Entries: Emerging Artists Vol. 5

AG Kurzfilm und German Films rufen junge Künstler*innen in Deutschland auf, ihre Arbeiten einzureichen für die Initiative „Emerging Artists – Contemporary Experimental Films and Video Art from Germany“. Gesucht werden experimentelle, künstlerische Nachwuchsarbeiten. Die ausgewählten Filme werden als Programm auf internationalen Festivals sowie in Galerien und Museen promotet.
Die Einreichungen für „Emerging Artists Vol. 5“ müssen folgende Kriterien erfüllen: Es sind experimentell-künstlerisch ausgerichtete Filme (keine konventionellen Kurzspiel-, Animations- und Dokumentarfilme), die nach dem 1. Januar 2019 fertiggestellt wurden und nicht länger als 30 Minuten sind. Es geht um Arbeiten freischaffender Filmkünstler*innen bis 35 Jahre (begründete Ausnahmen von dieser Altersregelung werden gewährt) oder um Arbeiten von Filmschulen oder -klassen. Mehr hier. Einreichungen bitte bis zum 4. Juli 2020 an Anne Turek.

Hamburger Kinopreise

Üblicherweise trifft sich die Hamburger Filmbranche im Spätsommer für die Verleihung der Kinopreise. Dieses Jahr ist aber alles andere als normal. Um den Hamburger Programm- und Stadtteilkinos in der Corona-Krise stärker und schneller unter die Arme zu greifen, wurden die mit rund 100.000 Euro dotierten Kinopreise bereits im Mai und per Videochat verliehen. Neben den 15 prämierten Kinos wurden auch drei innovative und unkonventionelle Kinoinitiativen ausgezeichnet. Dazu zählen die Filmspaziergänger*innen von A Wall is a Screen, das mobile Kino Flexibles Flimmern und das Schanzenkino 73. Mit A Wall is a Screen ist erstmals ein Format ausgezeichnet worden, das sich explizit dem Abspiel von Kurzfilmen widmet. Finden wir toll. Herzlichen Glückwunsch an alle Preisträger! Mehr hier.

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