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Alle Kurzfilmveranstaltungen in Hamburg
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Kurzfilm in Hamburg #009
September 2020
Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Kurzfilm Festival Hamburg

While we yet live

Open-air-Kurzfilmprogramm bei der Altonale

Im Juni wurde sie verschoben, nun findet die altonale kurz&schmerzlos vom 10. bis 13. September statt. Mit einem Open-air-Kurzfilmprogramm ist das Kurzfilm Festival Hamburg zu Gast und präsentiert eine von Maike Mia Höhne kuratierte und moderierte Auswahl.
Am Anfang ist der Traum vom Fliegen. Schon gewusst, dass eine Zambianische Mondmission 1969 versucht hat, eine Rakete auf den Mond zu schicken? Wessen Geschichte wird wann wie von wem erzählt? Wer kommt wie wo vor? Wessen Stimme kann sich Gehör verschaffen? Und wer bleibt einfach unsichtbar? Wer taucht kurz auf und ist dann wieder verschwunden? Kolonialismuskritische Diskurse sind keine Erfindung des „Zeit“-Feuilletons, sondern eine seit Beginn der Kolonialisierung gängige Praxis. Sie sind mal mehr, mal weniger aktiv und laut – zuletzt unübersehbar sind die Aufstände in den USA unter dem Hashtag Black Lives Matter.
Das Filmprogramm „While we yet live“ versucht sich diesem Zusammenhang mit verschiedenen Blickwinkeln auf schwarze Lebensrealitäten zu nähern. Wichtig ist dabei, den Blick selbst ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken und damit auch wieder den Blick auf den zu lenken, der die Kamera trägt und damit zurück auf uns, die wir die Filme zeigen. Das Filmprogramm lädt ein zum Sprechen – zum Sprechen über die Jugend, die Trauer, den Glauben, den Wandel. Wir brauchen kulturellen Wandel. Für kulturellen Wandel brauchen wir eine Praxis des Schauens und Sprechens. Wir freuen uns auf den Abend.

Filmprogramm: While we yet live (Maris Curran, USA 2018, 15 min), Afronauts (Frances Bodomo, USA 2014, 14 min), Black Bus Stop (Kevin Jerome Everson, Claudrena N. Harold, USA 2019, 9 min), Skyp Day (Patrick Bresnan, Ivete Lucas, USA/UK 2018, 18 min), All on a Mardi Gras Day (Michal Pietrzyk, USA 2019, 22 min), T (Keisha Rae Witherspoon, USA 2019, 14 min)

Freitag, 11. September um 20 Uhr, Open Air, Platz der Republik, kostenpflichtige Reservierung erforderlich

While we yet live und Black Bus Stop
Weitere Kurzfilmveranstaltungen

Soyuz Apollo zu Gast im B-Movie

Wiedereröffnung des Kinos am 1. September
Nach Pause und Umbau sowie mit Hygienekonzept nimmt das B-Movie wieder seinen Betrieb auf. Zur Feier des Tages gibt es (nur online) Performance, Talk und mehr mit Soyuz Apollo und Sarah Adam vom B-Movie. Der Livestream aus dem B-Movie ist kostenlos, zu sehen auf YouTube. Die Tür des Kinos bleibt an diesem Abend noch geschlossen, sie öffnet wieder am 2. September mit der Hörbar und zur ersten Filmvorstellung am 3. September mit der Roy-Andersson-Filmreihe. Wir legen euch besonders am 8. September die Kurzfilme aus und über Beirut ans Herz, siehe folgend.

Beirut Fundraising Screening – Call for Solidarity

Ein Kurzfilmprogramm mit Filmen aus und über Beirut
Initiiert und kuratiert von den Filmemachern Nour Ouayda (Beirut) und Philip Widmann (Berlin), um denen zu helfen, die von den Folgen der Explosion betroffen sind. In Hamburg beteiligt sich das B-Movie an dieser internationalen Aktion. Der Eintritt und die gesammelten Spenden kommen Organisationen zugute, die sich für die Belange benachteiligter Gruppen und kultureller Orte in Beirut engagieren.

Filmprogramm:
Prologue (Hassan Julien Chehouri, 2019, 30 sek). „Ich machte dieses Kurzfilmvideo 2019, filmte es mit meinem Handy auf dem Balkon, mit Blick auf den Hafen − und auf die 2.700 Tonnen Ammoniumnitrat.“
E.D.L. (Siska, 2011, 21 min). Das Video porträtiert das Gebäude der libanesischen „National Electricity“. Bis heute leidet Beirut unter einem Stromausfall von drei Stunden pro Tag, außerhalb der Hauptstadt sogar bis zu acht Stunden täglich. So sind das Gebäude und sein Versprechen ein hochpolitisches Thema.
Beirut, My City (Jocelyne Saab, 1982, 38 min). Im Juli 1982 belagerte die israelische Armee Beirut. Vier Jahre zuvor sah Jocelyne Saab ihr 150 Jahre altes Elternhaus in Flammen aufgehen. Sie fragte sich: Wann hat das alles begonnen? Jeder Ort wird zu einem historischen Ort und jeder Name zu einer Erinnerung.
Allô Chérie (Danielle Arbid, 2015, 24 min). „Eine Frau fährt durch Beirut und spricht kontinuierlich in ihr Mobiltelefon. Sie ruft eine Bank an. Sie ruft diejenigen an, die ihr Geld schulden. Sie ruft diejenigen an, die ihr Geld leihen, und diejenigen, die es sich leihen. Sie ist meine Mutter.“ (Danielle Arbid)

Dienstag, 8. September 19 Uhr im B-Movie

Wer keine Zeit hat, am Screening teilzunehmen, ist gern eingeladen, an einige von den Kurator*innen ausgewählte Institutionen zu spenden. Mehr Informationen und Links hier.

Prologue und Beirut, My City

Franz Winzentsen: Ausstellung und Kurzfilmpremiere

In der Freien Akademie der Künste und im Metropolis

In seinem Film Fremde Zivilisationen beschreibt Franz Winzentsen eine mögliche Begegnung der Raumsonde Pioneer 10 mit Außerirdischen. Pioneer 10 hat unsere Galaxie verlassen und ist von der Erde aus nicht mehr zu kontrollieren. Franz Winzentsen hat mehrere Versuche unternommen, hinterherzufliegen. Von seinem ersten Weltraumflug berichtet er in dem Film Heimaturlaub – aus dem Skizzenbuch eines Astronauten. Die Ergebnisse seiner zweiten Weltraummission zeigt die Ausstellung „Tanz am Horizont“ mit Zeichnungen und Gemälden.
Eröffnung der Ausstellung „Tanz am Horizont“: Franz Winzentsen – Filme, Zeichnungen, Malerei, Objekte. Zur Eröffnung spricht Dr. Susanne Weiß.
Mittwoch, 2. September um 18 Uhr in der Freien Akademie der Künste, Klosterwall 23

Kurzfilmpremiere
Am 16. September stellt Franz Winzentsen seinen neuen Kurzfilm Völkerwanderung – ein Missverständnis (D 2020, 6 min) vor. Es geht um den Versuch, ein Ereignis zu rekonstruieren, das vor etwa 100 Jahren stattgefunden haben muss und sich vermutlich über mehrere Jahre hinzog.
Um der Veranstaltung abendfüllendes Ausmaß zu verleihen, läuft anschließend Winzentsens 90-Minüter Der Untergang des Goldenen Webstuhls von 1992. Der Film basiert auf einer Erzählung von Herman Kasack aus dem Jahr 1949 und ist die fiktive Geschichte vom Untergang eines Staatsgebildes. Katastrophenforscher Fabian reist zu den historischen Stätten der einst blühenden Kultur des Goldenen Webstuhls, um deren Untergang zu erforschen.
Mittwoch, 16. September um 20 Uhr im Metropolis mit Franz Winzentsen

Winzentsen streamen
Die Kurzfilm Agentur Hamburg vertreibt und verleiht seit Jahrzehnten einen Großteil der Kurzfilme von Franz Winzentsen. Zur Ausstellung „Tanz am Horizont“ veröffentlichen wir nun einige dieser Kurzfilme auf unserem YouTube-Kanal.

Völkerwanderung und Der Untergang des Goldenen Webstuhls
Vorankündigung

13. SchulKinoWoche Hamburg (16. bis 20. November)

Das Filmangebot in Kürze online

Im Rahmen der 13. SchulKinoWoche gibt es vier Kurzfilmprogramme für verschiedene Altersgruppen, darunter für die Jüngsten „Mo&Friese Wandelbar“ (ab 5 Jahren) und „Der Natur auf der Spur“ (ab 7 Jahren), die wir weiter unten vorstellen. Zwei Kurzfilmprogramme für ältere Schüler*innen sind in Planung. Darüber hinaus laufen 44 lange Spiel-, Animations- und Dokumentarfilme für alle Altersstufen und Schultypen. Das gesamte Filmangebot und Informationen zur Anmeldung finden sich demnächst hier.

Kurzfilmprogramm: Mo & Friese Wandelbar
Mo&Friese, die Maskottchen des beliebten Hamburger Kinder Kurzfilm Festivals, zeigen wie „wandelbar“ die Welt und insbesondere die Figuren und Charaktere in den sechs Kurzfilmen des Programms sind. Die jungen Zuschauer*innen können mit der kleinen Kaulquappe mitfiebern, die erst sehr viel später als ihre Geschwister zum Frosch wird. Sie sehen, wie aus der gefräßigen Raupe ein wunderschöner Schmetterling wird und wie sich der faule Löwe zum sportlichen Vegetarier entwickelt. Aber auch die Umwelt verändert sich, und die Tricks des Filmemachens lassen die Grenzen zwischen Fantasie und Realität verschwimmen und spornen an, über die Wandelbarkeit unserer Welt nachzudenken. Mehr hier.

Kurzfilmprogramm: Der Natur auf der Spur
Die Welt um uns ist voller Fährten, die es gilt mit Augen und Ohren zu erkunden. Wie klingt der Wald? Oder besser: Wie sollte der Wald klingen? Verstecken sich im Küchenschrank nicht doch mehr Geschichten, als es auf den ersten Blick scheint? Wie finden wir den Mut, den Spuren auf der Suche nach neuen Abenteuern zu folgen? Die sechs Kurzfilme des Programms nähern sich diesen Fragen aus inhaltlich und filmästhetisch unterschiedlichen Richtungen, ob animiert, dokumentarisch oder experimentell. Von den Anfängen des Lebens über die fantasievollen Eskapaden eines abenteuerlustigen Baumes hin zu den visuellen Interpretationen von Alltagsgeräuschen: Die Natur um uns ist durchzogen von Spuren, und dieses Programm lädt ein, ihnen mit allen Sinnen zu folgen. Mehr hier.

Bei Fragen bitte an das Projektbüro wenden unter hamburg@schulkinowochen.de

Kuap aus „Wandelbar“ und One, Two, Tree aus „Der Natur auf der Spur“
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