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Der Freitag beim 35. Kurzfilm Festival Hamburg
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Rückblick
 

Gewächshaus, Cartoons und Archivschätze

Die Premiere des Flotten Dreiers war ausverkauft wie stets: Wir bewundern das Publikum, das die schwüle Luft im Gewächshaus Lichtmeß einfach weglächelte und über drei Stunden den Wettbewerb verfolgte. Die Schattenparker unter euch sehen den Dreier morgen in lauer Abendluft im Open Air.
Live-Musik und Cartoons, das sind die toons ’n’ tunes, die morgens vor zwei Grundschulklassen und abends für ein breites Publikum  zur Aufführung kamen. Groß und Klein waren hingerissen von der stimmungsvollen Atmosphäre.
Im russischen Avantgardeprogramm des LABORS DER GEGENWART erzählte Evgeny Kondratjev vom Filmemachen in den 80ern, von Vorführungen in Wohnzimmern und der harten Arbeit, an Filmmaterial zu gelangen. Ein toller Gast im Frack und besondere Raritäten, die nur sehr selten auf die Leinwand kommen.

Im Folgenden unsere Tipps für den Festivalfreitag.

Volle Hütte beim Flotten Dreier im Lichtmeß, Musiker bei toons ’n’ tunes und Evgeny Kondratjev
FORUM am Freitag, 7. Juni
 

Unser FORUM

Im FORUM des Labors werden ausführliche Gespräche mit internationalen Gästen geführt, die die im LABOR aufgestellten Thesen und Fragen um andere künstlerische Disziplinen und Sichtweisen erweitern.

FORUM: Erzählkino in Portugal und Deutschland 1996 bis 2006

Vergesst die Manifeste, schaut auf die Geschichte!
Die Krise ist der Normalzustand des deutschen Kinofilms. Warum interessiert sich unser Kino kaum für Alltagsrealität, wenn wir doch gerade diese Qualität an den Kinematografien anderer Länder so schätzen? Bietet der zeitgenössische Kurzfilm tatsächlich narrative Alternativen, oder ist er im Grunde ein Symptom des gleichen Problems? Und bekommen wir letztendlich nur die Filme, die wir verdient haben?
Ausgehend vom dreiteiligen Filmprogramm Flamingos fliegen immer Richtung Osten, diskutiert David Kleingers vom Deutschen Filminstitut mit der Journalistin Anke Leweke, auch Mitglied im Auswahlkomitee etwa des Forums der Berlinale, und dem Filmemacher und Vorsitzenden im Vorstand der Deutschen Filmakademie, RP Kahl.
15 Uhr im Festivalzentrum Post

FORUM: Cut it out! Von Avantgarden und Zensur

Die russische Avantgarde, die einst dem Kino der Welt Flügel und Grundlage gegeben hat, ist in einer schweren Krise: „There is no movement – Now!“ Wir sprechen im FORUM mit Dr. Wolf Iro, dem Leiter des Goethe-Instituts Tel Aviv, zuvor beim Goethe-Institut in Moskau und Initiator des Filmprojekts „Cut it out“. Dem chinesischen Filmemacher Popo Fan, Künstler im Berliner Exil, und dem Kurator der Filmprogramme There is no movement – Now!, Vladimir Nadein, Direktor des Moscow International Experimental Film Festival.
Begleitet wird das Gespräch von Filmen des Projekts „Cut it out – Filme gegen Zensur“ des Goethe-Instituts. Namhafte Regisseure aus 20 Ländern haben Kurzfilme gegen Zensur erstellt, die jeweils maximal 45 Sekunden lang sind. Die Filme setzen ein sichtbares Zeichen der Solidarität und wollen auf die Gefahr von Zensur aufmerksam machen.
19 Uhr im Festivalzentrum Post

Cut it out!-Beitrag von Rachel Leah Jones: Schweigen ist Verrat
Tipps für Freitag, 7. Juni
 

LABOR DER GEGENWART IV:

Hamburger Positionen

Rechtes Denken und damit das Streben nach einfachen Lösungen für komplexe Wirklichkeiten ist salonfähig geworden. Hegemoniale Vorstellungen über die Identität von Städten, Regionen und Nationen gewinnen an Gewicht. Dem stellen wir entgegen, dass das Hamburger Stadtbild, seine Architektur und seine Bewohner*innen vielseitig sind und sich einfachen, vorherrschaftlichen Definitionen und Erzählungen entziehen: die organische Stadt.
Im ersten Programm bricht der Morgen an, und wir erfahren, wie aus einem Gefängnis erst ein Männerwohnheim und dann eine Möbelhilfe wurde. Es geht an der Veddel vorbei, eine Schaukel löst ein unerwartetes Hin und Her aus, Soldaten marschieren auf, und wir begegnen dem Letzten seiner Art.
Im zweiten Programm reichen sich Hausbesetzer*innen und zarte Pflanzen die Hand, Häuser werden zum Abriss freigegeben und zerstört, Neues, und nicht unbedingt Besseres, entsteht, und am Ende verteidigt die Natur in ihrer geflügelten Form ihr bedingungsloses Recht auf Stadt. Kuratiert von Lars Frehse.
17.30 und 19.45 Uhr im Festivalzentrum, Kino Lampenlager

LABOR DER GEGENWART V:
Thinking Particles, Noise Rauschen

Im Klangprogramm tauchen wir in den Kosmos der Partikelströme und Klangmodulationen des experimentellen Films der letzten 45 Jahre ein. Wir betrachten die Metamorphose der Musique concrète ausgehend von Tonbandexperimenten über spartanische Geräuschhappenings im Geiste von Fluxus bis zu aktuellen Versionen des Industrial Noise und der elektronischen Musik. Kuratiert von Hanna Nordholt und Fritz Steingrobe.
21.30 Uhr im Metropolis

Topiaskop in den Hamburger Positionen 2 und Chairs im Klangprogramm
Tipps für Freitag, 7. Juni
 

Distributing Europe:  Kurze Filme auf die Leinwände!

Kurz vor Lang – Vorfilmfavoriten gesucht!
Ab wann ist ein Kurzfilm eigentlich zu lang? Und was macht ihn außerdem zu einem guten Vorfilm? Fragen, die sich der Verleih der Kurzfilm Agentur Hamburg jeden Tag stellt. Die Filme des Programms haben wir auf internationalen Festivals und in den Einreichungen zum Kurzfilm Festival Hamburg zutage gefördert. Stimmt beim Publikumsvoting für eure Favoriten ab und entscheidet mit, welche Filme in den Verleihkatalog aufgenommen werden.
18.15 Uhr im  Zeise 2

Wild Card

Das diesjährige Motto des Festivals, „Die Entstehung von etwas Originärem ist nicht planbar“, hat der Hamburger Avantgardefilmemacher Hellmuth Costard erdacht. Wo er recht hat, hat er recht. Wir zeigen kurze Filme. Wir zeigen lange Filme, weil wir interessante Filme in interessanten Zeiten zeigen. Deswegen nutzen wir den Platz und die Zeit, die wir haben, und präsentieren Filme, die wir wichtig finden. Deswegen gibt es das Format Wild Card.

Wild Card: Der kleine Godard

Ist es möglich, heute in Deutschland Filme zu machen? Ende der 70er stellt Hellmuth Costard diese Frage. Er setzt sich in Der kleine Godard (BRD 1976-78, 84 min) den Realitäten des professionellen Filmemachens in der BRD aus und untersucht wie das gehen kann: einen richtigen Film zu drehen. Heute wie gestern: Die Realität ist oft absurd, umso interessanter das Gestern mit dem Heute abzugleichen.
19.30 Uhr im Metropolis

Rude Boys bei Kurz vor Lang und die Wild Card Der kleine Godard
Open Airs in der Freitagnacht
 

A Wall is a Screen: Diebsteich

Seit siebzehn Jahren sind ihre Kurzfilmwanderungen ein fester Bestandteil des Kurzfilm Festivals Hamburg. Das Team von A Wall is a Screen begibt sich an Ecken in unserer Stadt, die nicht immer auf dem alltäglichen Radar sind, und macht dort Wände und andere Strukturen zu Leinwänden. Rund um die S-Bahnstation Diebsteich wird in den nächsten Jahren so einiges passieren: A Wall is a Screen zieht von Wand zu Wand und von Film zu Film.
Start: 22.15 Uhr | Start: Kleine Bahnstraße

Open Air: Flotter Dreier

Der Flotter-Dreier-Wettbewerb 2019 zum Thema: Lost in Translation
Mehr hier.
22.15 Uhr, Festivalzentrum, Open Air hinter der Halle

Open Air: SHIVERS Shorts 1

Menschen, Tiere, Mutationen
Aus Hunderten Filmen sucht das Team des SHIVERS Film Festival Konstanz rund zwei Dutzend Beiträge aus: vom atmosphärischen Gruselfilm über abgedrehte Splatterorgien (siehe Plakat von Helsinki Mansplaining Massacre) bis hin zu Ausflügen in die schwarze Komödie, den Sci-Fi-Thriller oder skurrile Animationen. Gezeigt werden Highlights der Programme von 2015 bis 2018. Es wird wild. Versprochen.
23.59 Uhr, Festivalzentrum, Open Air in der Tiefgarageneinfahrt

Bitte beachten: Die SHIVERS-Open-Airs werden aus Rücksicht den Anwohner*innen gegenüber mit Kopfhörern versehen. Sollte das Wetter nicht mitspielen, verlegen wir die Veranstaltungen nach innen.

A Wall is a Screen unterwegs, Open Air hinter der Halle, in der Tiefgarageneinfahrt leuchten die Headsets
Post Discotheque in der Freitagnacht
 

Der Festivalklub empfiehlt: Me Succeeds

It is love: Me Succeeds (live) Experimental Pop
Das Hamburger Elektropop-Duo Me Succeeds verwischt die Grenzen der House-, Hip-Hop- und Experimental-Musik. Umgarnt von Sängerin Mona Steinwidders zarter, doch einnehmender Stimme wird das musikalische Arrangement von Lorin Strohm durch Loops aus Live-Improvisation, Youtube-Clips und kleinen Smartphone-Soundschnipseln mantraartig zum Schweben gebracht.
Festivalklub Post Discotheque, doors open 23 Uhr, freier Eintritt

Danach: DJ-Set Yeşim Duman (ByteFM – female:pressure) House

Last Exit: Big Booze Bang V

Zum fünften Mal lädt Host Lars F. zur berauschenden Nacht mit Kurzfilmen und Spielchen ohne Grenzen. Gesungen wird bestimmt auch …
0:30 Uhr im Kino Lampenlager, Festivalzentrum

Me Succeeds und das unnachahmliche Artwork des Big Booze Bang

Kurz zusammengefasst

Hier die Veranstaltungen am Freitag mit Links zu Facebook zum Teilen und Einladen.

Hamburger Positionen um 17.30 und 19.45 Uhr im Festivalzentrum, Kino Lampenlager
Flotter-Dreier-Wettbewerb um 22.15 Uhr, Open Air Festivalzentrum
A Wall is a Screen um 22.15 Uhr, Start: Kleine Bahnstraße
SHIVERS Shorts um 23.59 Uhr, Open Air Tiefgarageneinfahrt
Festivalklub Post Discotheque
      
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