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Neues aus der Welt des Kurzfilms
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Shortfilm.News #114
Mai 2019
Kurzfilmnews

35. Kurzfilm Festival Hamburg (5. bis 11. Juni)

Wir sind im Tunnel der Vorbereitungen. In der Ferne ein Licht. Noch winzig. Doch in einem Monat wird es Hamburg erstrahlen lassen. Hier lassen wir es schon kurz aufflackern: Schaut unser Trailer-Triptychon! Checkt unsere angenommenen Filme in den Wettbewerben! Kommt zu unseren Vorveranstaltungen! Ihr findet sie auch weiter unten aufgelistet. Zum Akkreditieren geht es hier. In Kürze wird unser Programm online sein.

Festivalzentrum in der Post Kaltenkircher Platz

Was für viele Hamburger*innen die Erinnerung an 100 Meter lange Schlangen an der Paketabholung weckt, ist für uns Sehnsuchtsort und Kreativspielplatz zugleich. In den riesigen Hallen des ehemaligen Paketsortierzentrums nördlich der Neuen Mitte Altona sind wir seit 2018 mit dem Kurzfilm Festival Hamburg zu Hause. Die neue Seele des Festivals ist zugleich eine der wenigen Leerstellen im neu bebauten Altona. Diese Leerstelle füllen wir mit Kino, Kunst, Tanz.

Im vergangenen Jahr haben wir bereits vieles ausprobieren können. Dieses Jahr erweitern wir den Kinoraum um das Cinema Expanded in vivo. In der großformatigen, exklusiven Installation Performing Identity in unserer Videokunsthalle Open Space wird das brasilianische Künstlerduo Bárbara Wagner und Benjamin de Burca – die diesjährigen Repräsentanten Brasiliens bei der 58. Biennale in Venedig – das Festivalgelände bespielen. Drei Musikstile, drei Länder: drei Videoarbeiten, die alle nach Recherchen am jeweiligen Ort gemeinsam mit den Protagonist*innen des porträtierten Mikrokosmos entstanden sind. Wagner und De Burcas Arbeiten sind hybride Anordnungen, die in der Überhöhung der Inszenierung niemals ihre Protagonist*innen entblößen.

Wir bauen hinter der Halle das Open-Air-Kino auf – feiertagsbedingt sogar einen Tag länger als sonst – und errichten in der Tiefgarageneinfahrt ein zweites Open Air – Filme an der frischen Luft schauen ist wie Sterne am Himmel betrachten. Wir huldigen der analogen Technik: Filmprojektoren werden über den Platz rollen, Bälle in der Minigolfanlage platziert, gepflegte Beats die Beine bewegen. In den Hallen gibt es das kuschelige Sofakino Lampenlager. In Kooperation mit den Analog Filmwerken aus Altona laden wir ein, über die Zeit des Festivals selbst Super-8-Filme zu belichten und zu entwickeln. Wem noch nicht warm genug ist, für den gibt es installative Saunagänge. Am 5. Juni öffnen wir die Türen dieses spannenden Ortes für alle und freuen uns auf das zweite Jahr in der Post!

Rise und Estás vendo coisas von Wagner/de Burca im Open Space, Festivalzentrum

21. Mo&Friese KinderKurzFilmFestival Hamburg

Das gesamte Mo&Friese-Programm ist bereits online. Ihr findet es hier.

An dieser Stelle möchten wir euch schon mal auf zwei Mo&Friese-Sonderprogramme aufmerksam machen. Die Idee ist so alt wie das Kino. Schon als die Brüder Lumière ihre ersten Kurzfilme vorführten, spielte ein Pianist im Kino die Musik zu den stummen Streifen. Mit toons ’n’ tunes lässt Mo&Friese in Kooperation mit KinderKinder e.V. diese vergessene Kunstform wiederaufleben. Cartoons aus den 20ern und eigens produzierte Clips werden live musikalisch zum Leben erweckt. Weil das nicht nur Kinder begeistert, zeigen wir es zu späterer Stunde auch allen großen Festivalbesucher*innen.

Teenie sein ist aufregend, aber auch enorm anstrengend. Das Teenagerleben gleicht einer Kette emotionaler und identitätsbedingter Krisen, die eigentlich immer in Weltuntergängen enden. Und wenn Teenies Grenzen überschreiten? Wenn Adrián merkt, dass er auf Jungs steht. Wenn Natalia lieber Dario heißen möchte. Oder wenn Emile feststellt, dass sie in zwei Jungs gleichzeitig verliebt ist. Wir zeigen in in den zwei Regenbogen-Programmen in Zusammenarbeit mit den Lesbisch Schwulen Filmtagen leise, laute, fröhliche und berührende Geschichten über Liebe, Freundschaft, Identität und Sexualität für Teenies ab 12 Jahre und Jugendliche ab 14 Jahre.

Plätze frei für Workshop: Geräuschemachen
Am Mittwochnachmittag, den 5. Juni, haben wir noch Plätze frei für den Geräuschemacher*innen-Workshop im Tonstudio im Freudenhammer-Tonstudios. Plan ist, einen Kurzfilm neu zu vertonen. Für Kinder von acht bis elf Jahren. Bei Interesse melden unter: kinder@shortfilm.com

Mo&Friese-Motiv und toons ’n’ tunes

Wer ist wo?

Mitarbeiter*innen von Kurzfilm Hamburg unterwegs im Mai …
Alexandra Gramatke (Geschäftsführerin) ist vom 3. bis 5. Mai bei den Kurzfilmtagen in Oberhausen.
Maike Mia Höhne (Künstlerische Leitung Festival) ist vom 3. bis 5. Mai in Oberhausen.
Sarah Adam (Kuratorin) ist vom 3. bis 6. Main in Oberhausen.
Anna Feistel (Festival) ist vom 3. bis 6. Mai beim IndieLisboa — Festival Internacional de Cinema.

Onlinekurzfilm des Monats

Der neue Onlinefilm des Monats auf unserem YouTube-Kanal bekam das Prädikat „Besonders wertvoll“ und gewann 2003 den Publikumspreis im Internationalen Wettbewerb des 19. Kurzfilm Festivals Hamburg. Ich und das Universum (D 2003, 13:20 min) von Hajo Schomerus ist eine klassische Tragödie: der Konflikt des Einzelnen mit sich und dem großen komplexen Gefüge des Universums. Eine Stewardess und die Sitzreihen in der Flugzeugkabine, ein riesiger Braunkohlebagger, ein Möbelgeschäft an der vielbefahrenen Durchfahrtsstraße und ein kleiner Ausblick auf das Jenseits.
 

Branchennews

Neue Kurzfilme in Verleih und Vertrieb

In unseren Verleih- und Vertriebskatalog nehmen wir diesen Monat einen hybriden Dokumentarfilm über Kids auf, die sich dem gesellschaftlichen System nicht anpassen wollten. In Train Robbers (Norwegen 2019, 20 min) von Martin A. Walther folgen wir dem Alltag einer Gruppe von Jungs, die im Norwegen der 90er Jahre mehrere Züge ausgeraubt hat.

Unser neuer Kurzfilm im Vertrieb lief auf bisher über 90 Festivals in Wettbewerbsprogrammen und sahnte dabei zahlreiche Preise ab: Schoolyard Blues (Norwegen 2017, 16:36 min) von Maria Eriksson erzählt von Johns erstem Schultag. Unerwartet taucht sein elfjähriger großer Bruder Mika auf, um ihn zur Schulversammlung zu begleiten. Aber Mika hat noch mehr vor, als John nur zur Schule zu bringen. Mika sieht es als seine Mission an, John die harten Fakten der Welt beizubringen, angefangen bei den gnadenlosen Herausforderungen auf dem Schulhof.

A Double Life (Niederlande 2018, 2:41 min), neu im Verleih, ist eine köstlich-schwarze Komödie über ein Ehepaar, dessen unterschiedliche Vorstellungen von Geschlechterrollen zu einer unerwarteten Eskalation führen. Ein Kurzfilm aus der Feder des Animationstrios Job, Joris & Marieke, das schon den Oscar-nominierten Erfolg A Single Life (2014) zum Leben erweckte.

Ebenfalls neu im Verleih ist ein Beitrag aus Hamburg zum Thema Altersarmut und möglicher Auswege daraus: In Early Birds (D 2018, 8:48 min) von Benjamin Kempf-Siemens und Rainer Binz zwingen finanzielle Nöte Ede, Jossi und Pit dazu, bei Hans einzuziehen und eine Altherren-WG zu gründen. Alle weit über 70 und nicht frei von Spleens und Schrulligkeiten, mühen sie sich mit dem WG-Zusammenleben ab und stellen sich die Frage: Was ist nötig, um in Würde zu altern? Am besten einen großen Coup landen, um aus der Tristesse ausbrechen zu können …

Train Robbers und A Double Life

Short-Tiger-Gewinner

Die besten Kurzfilme für das Kino – im Kurzfilm Verleih Hamburg
Im April wurden zum neunten Mal die Short Tiger an die besten Kurzfilme für das Kino vergeben. Alle Gewinner bleiben unter einer Lauflänge von fünf Minuten und sind daher besonders geeignet für den Einsatz als Vorfilm. Die fünf Short-Tiger-Preisträger erhalten ein Preisgeld von jeweils 5000 Euro für neue Projekte und einen Vertrag mit dem Kurzfilm Verleih Hamburg, der die Filme schnell und unkompliziert (seit dem 1. Mai) ins Kino bringt.
Die Preisträger: Fest (Nikita Diakur, D 2018, 2:55 min), Milchmänner (Michelle Burakowski und Aljoscha Ramon Böhnert, D 2018, 3:27 min), myBorder’s joyFence (Michael Kranz, D 2018, 2:00 min), Nest (Sonja Rohleder, D 2019, 4:10 min) und Whose Hand Was It? (Minze Tummescheit, Arne Hector, Sara Lehn, D 2018, 3:15 min).

Alle fünf Short-Tiger-Preisträger neu im Verleih. Filmstills aus Fest und Milchmänner

Call for Entries: Open-Air-Kurzfilmnacht in Pfaffenhofen

Für die Kurzfilmnacht am 14. Juni werden Kurzfilme aller Art gesucht, die nicht länger als 30 Minuten sind. Einsendeschluss ist der 25. Mai. Mehr hier.

Call for Entries: 3. Baltic Film Art Festival

Das Festival von der Lübecker Bucht und der Region Ostholstein sucht Kurzfilme bis 30 Minuten zum Thema „Komödie, Humor, Satire und Unterhaltung“. Einsendeschluss ist der 23. Juni. Mehr hier.

Kurz davor: Vorveranstaltungen zum 35. Kurzfilm Festival Hamburg

Vorflimmern Mo&Friese 1

Zum Warmwerden und Einstimmen zeigen wir eine bunte Auswahl an Festivalfilmen. Mit dabei eine urlaubsreife Katze, ein Tiger, der seine Streifen sucht, und eine aufgeweckte Fahrraddiebin. Geeignet für Filmliebhaber*innen ab fünf Jahren. Alle sechs Kurzfilme kommen ohne Sprache aus.
Samstag, 11. Mai um 16 Uhr im B-Movie

Hopfen und Zelluloid

Das Kurzfilm Festival Hamburg stellt sich vor und gibt einen exklusiven Einblick ins Festivalprogramm 2019. Zum Vorgeschmack mit Überraschungsfilmen gibt’s leckeres Ratsherrn.
Dienstag, 21. Mai um 20 Uhr im Alten Mädchen, Lagerstraße 28b

A Wall is a Screen by bike

Kurzfilmradwanderung – mit dem Fahrrad und kurzen Filmen durch den Hamburger Hafen.
Freitag, 24. Mai um 22.15 Uhr. Start: Alter Elbtunnel Südportal

Vorflimmern Mo&Friese 2

Wir präsentieren im Rahmen der großartigen HALLO: Festspiele im neu eingerichteten Kinderkino im Kraftwerk Bille zwei bunte Programme für Kinder ab fünf Jahren.
Sonntag, 26. Mai um 15.30 Uhr und Donnerstag, 30. Mai um 17.30 Uhr, HALLO: Festspiele, Bullerdeich 12

fux Lichtspiele

Das Beste aus 35 Jahren Kurzfilm Festival Hamburg.
Mittwoch, 29. Mai um 20 Uhr in den fux Lichtspielen, Bodenstedtstraße Ecke Zeiseweg

Kurz davor: Open Air

Filme aus dem Festivalprogramm 2019.
Samstag, 1. Juni um 22 Uhr im Festivalzentrum Post, Eingang Augustenburger Straße Ecke Kaltenkirchener Straße

Gerhard Richter @Flora

Gerhard Richter hat auch Kurzfilme gemacht. Eine Auswahl zeigt Filmemacher Rasmus Gerlach zusammen mit dem Filmkollektiv für Performance und Film.
Sonntag, 2. Juni um 20 Uhr in der Roten Flora

Kurz davor: Open Air und Flora-Fassade
Veranstaltungen

Ein Abend mit Jan Soldat

Leidenschaft, Sexualität und Körperlichkeit in und außerhalb von Beziehungen – das sind Jan Soldats Themen in seinen (meist) dokumentarischen Filmen. Potenzielle Protagonisten für seine Filme findet er in speziellen Internetforen; mit vorurteilsloser Neugier widmet er sich deren Lebens- und Liebeswelt. Jan Soldat war mehrfach Gast der Berlinale, sein Film Der Unfertige wurde 2014 in Rom mit dem Preis für den besten Kurzfilm ausgezeichnet und hierzulande für den Preis der Deutschen Filmkritik nominiert.

Programm 1: Endlich Urlaub (2010, 3 min), Protokolle (2017, 20 min), Coming of Age (2016, 14 min), Zucht und Ordnung (2012, 9 min), Die sechste Jahreszeit (2015, 37 min)

Programm 2: Geliebt (2010, 15 min), Beziehungsweise (2013, 5 min), Der Unfertige (2013, 48 min), Ein Wochenende in Deutschland (2013, 25 min)

Freitag, 3. Mai um 19 Uhr und 21.15 Uhr im Metropolis. Zu Gast ist Jan Soldat.

Rolliwood 2019

UTE – Verein für den engagierten Umgang mit Behinderung – zeigt neun kurze Filme zum Thema Behinderung, von guten Bekannten und guten Unbekannten. Im Anschluss gibt es Kaffee, Kuchen und Gespräche. Mehr hier.
Sonntag, 5. Mai um 15.30 Uhr im Metropolis, mit Gästen

Matinee: In Hamburg zu Gast

Hamburg hat in den 50er, 60er und 70er Jahren viele Prominente zu Gast gehabt, berühmte Staatsoberhäupter ebenso wie bekannte Schiffsriesen, denen die Hamburger*innen gleichermaßen zugejubelt haben. Auch viele Sehenswürdigkeiten sind zu sehen.
Sonntag, 5. Mai um 11 Uhr im Abaton mit Joachim Paschen

Historische Hafenfilme

Kurzweilige Rundfahrten durch den Hamburger Hafen und Porträts der Menschen, die dort arbeiten. Das 50-minütige Programm zeigt unter anderem: Ein Matrosenabenteuer in Hamburg (D 1909, 2 min), Hafenrhythmus (BRD 1960, 13 min), Tor zur Welt (BRD 1955, 12 min). Vorführung von 16mm- und 35mm-Filmkopien.
Sonntag, 5. Mai um 18 Uhr und 19 Uhr im Metropolis.  Der Eintritt ist frei, Einlass ist jederzeit möglich.

Das Kino und die Wildnis

In der Filmreihe begegnen wir den unterschiedlichsten Elementen in Erzähl-, Experimental- und Dokumentarfilmen. Wir ziehen durch Wüste, Eis, übers Meer bis in den Wald. Dann weiter zu seiner Urform und zu dem Menschen, der immer wieder versucht hat, ihn filmisch zu unterwerfen.

Kurzfilmprogramm 1: Sky and Gardens
Die fliegenden Ärzte von Ost-Afrika (BRD 1969, Werner Herzog, 44 min), Cilaos (F 2016, Camillo Restrepo, 13 min), Flores (P 2017, Jorge Jácome, 26 min), Into All that Is Here (GB 2015, Laure Provoust, 10 min)
Donnerstag, 9. Mai um 19.30 Uhr im Metropolis. Mit Einführung

Kurzfilmprogramm 2: To Put a Spell On
Gbanga Tita (Kamerun/Belgien 1994, Thierry Knauff, 7 min), Insect (Senegal 2000, Julian Dahl, 30 min), Koral (Russland 1994, Vladimir Eisner, 20 min), He Who Eats Children (USA 2016, Ben Russell, 25 min)
Dienstag, 14. Mai um 21.30 Uhr im Metropolis. Mit Einführung
 

Leinwandlyrik: Film Poems aus Hamburg

Unter „film poems“ werden Filme verstanden, die ein gesprochenes oder als Schrift erscheinendes Gedicht zur Voraussetzung haben oder nur aus einer visuellen poetischen Bildfolge bestehen. Es geht um das Flüchtige und Unstetige der Erscheinungen und unserer Existenz, um Fragiles, Empfindliches und Verletzliches, auch um Zeit. Anhand der 20 Filme eines Film-Poem-Seminars der HfbK Hamburg (à 3 bis 12 min) lässt sich über jene Grundbegriffe nachdenken, die verschiedene Künste wie Malerei, Philosophie und Karate gemeinsam haben: ... unter anderem Höflichkeit, Feinsinn und Grazie.
Freitag, 10. Mai um 19 Uhr (Doppelprogramm) im Metropolis, mit Einführungen von Katharina Pethke, Thomas Tode und den Filmemacher*innen

Urban Views: Kurzfilme

Demolition (Doro Carl, Claudia Reiche, D 2011, 13 min), Sang und Klang (Uli M. Fischer, D 2017, 15 min), Rekocity (Jörn Staeger, D 2017, 14 min), Bigger than life (Adnan Softic, D 2018, 30 min)
Sonntag, 26. Mai um 11 Uhr im Abaton in Anwesenheit der Filmemacher*innen. In Zusammenarbeit mit dem FRISE Künstlerhaus.

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