Copy
Der Samstag beim 35. Kurzfilm Festival Hamburg
View this email in your browser
Rückblick auf Donnerstag
 

Lust! Glitzer! Klappstühle! Mega!

Erster Auftritt der Lust: Mit immenser Energie und ansteckendem Enthusiasmus stellte Erika Lust ihre beiden Programme im Metropolis vor und diskutierte mit dem wohlgesonnenen Publikum. Und es zeigte sich: Die Lust hat Star Appeal. Es kommt bei uns eher nicht vor, dass Filmemacherinnen um Autogramme gebeten werden und für zahlreiche gemeinsame Selfies paradieren. Red-Carpet-Feeling, nochmal zu erleben am Samstagabend im Zeise.

Im Lichtmeß starteten wir gestern mit dem deutsch-portugiesischen Programm. Es war wie das Öffnen einer Schatzkiste, in der kurze, kleine, feine Fiktionen glitzern …

Voll. Noch Klappstühle rein: die Arab Film Night im Kino Lampenlager stieß auf Rieseninteresse, ein angeregtes Gespräch zwischen Arab Film Club, Filmemacher*innen und Publikum.

Überwältigt und erst mal sprachlos stand Mo&Friese-Leiterin Laura Schubert („Mega!“) in der Mo&Friese Late Night vor rund hundert erwachsenen Zuschauer*innen. Wahnsinn, so viel Zuspruch hatte die Late Night noch nie, wir alle sind so stolz auf Mo&Friese!

Im Folgenden Tipps für den morgigen Festivalsamstag. Heute noch keinen Plan für die ganze Kurzfilm-Riesensause bis tief in die Nacht? Hier ist er.

Erika Lust im Metropolis, Klappstühle für das ausverkaufte Lampenlager, Publikum in der Installation
OPEN SPACE und FORUM am Samstag, 8. Juni
 

OPEN SPACE: Einführung

Sitting on the Earth of Tomorrow’s Sunrise
Performing Identity: Installation von Bárbara Wagner und Benjamin de Burca. Einführung in die Ausstellung mit dem Künstlerduo.
13 Uhr im Festivalzentrum Post, Open Space

FORUM: Changemakers oder von der Lust am Wandel

Die Welt braucht Aufbruch, ein Überschreiten der überkommenen Grenzen, etwas Neues. Es gilt, den Alltag vom Staub zu befreien und die Praxis zu revolutionieren. Die schwedische Filmemacherin und Pionierin feministischer Pornografie, Erika Lust, hat es getan, sie hat das Genre neu erfunden und die Scham aufgebrochen – mit Liebe. Helene Hegemann hat mit 15 Jahren ihr erstes Theaterstück geschrieben, mit 16 ihren ersten Film inszeniert und mit 18 ihren ersten Roman veröffentlicht. Wie empfindet sie diese Welt? 1969: Edgar Reitz und Ula Stöckl erfinden das Kübelkind. Eine Filmserie über eine Frau, die in einem Kübel aufwächst und die geltenden gesellschaftlichen Spielregeln wahlweise über den Haufen rennt oder übererfüllt (was genauso schlimm ist). Eine radikale Abrechnung mit der konventionellen Erzählung und der Gesellschaft.
Die Kulturjournalistin Natascha Geier spricht mit Helene Hegemann, Erika Lust und Ula Stöckl über die Praxis der Arbeit jenseits der Manifeste und die Lust am Verändern.
15 Uhr im Festivalzentrum Post

Im FORUM: Ula Stöckl, Erika Lust und Helene Hegemann (Foto: Mathias Bothor)
Tipps für Samstag, 8. Juni
 

Distributing Europe: Kurze Filme auf die Leinwände!

VETO
Europaweit arbeiten verschiedene Filmverleihe an dieser Herausforderung. Es gibt eine interessante Landschaft an Verleihern für experimentellen Film. In Zukunft werden wir sie nach Hamburg einladen. Dieses Jahr präsentieren wir eine Auswahl des Hamburger Verleihs für experimentellen und künstlerischen Film: VETO, 2013 von sieben Filmemacher*innen und Künstler*innen ins Leben gerufen, um experimentellen und künstlerischen Filmen aus Hamburg eine Plattform zu verschaffen, präsentiert zwei Filme mit Gespräch.
17 Uhr im Festivalzentrum, Kino Lampenlager

Wild Card

Wir zeigen kurze Filme. Wir zeigen lange Filme, weil wir interessante Filme in interessanten Zeiten zeigen. Deswegen nutzen wir den Platz und die Zeit, die wir haben, und präsentieren Filme, die wir wichtig finden. Deswegen gibt es das Format „Wild Card“. Wir präsentieren Jennifer Reeders Knives and Skin, der bei der Berlinale Premiere feierte, und freuen uns, Reeder bei uns nach vielen kurzen Filmen mit ihrem zweiten Langfilm zu begrüßen.

Wild Card: Knives and Skin

Eine Mutter verliert ihre Tochter. Freundinnen verlieren eine Freundin. Eine Frau imaginiert ein Kind. Ein Mann liebt eine Frau, die nicht seine Frau ist. Ein Reigen. Jennifer Reeder fasst mit Knives and Skin (USA 2019, 111 min) das Kino an, wie die Mutter den Lover ihrer Tochter. Ihr performatives Kino erfasst das Leben in aller Hysterie. Die Trauer im Arm, wird das Leben gefeiert.
19 Uhr im Festivalzentrum, Kino Lampenlager

VETO präsentiert zwei lange Kurzfilme. Eine Wild Card für Knives and Skin von Jennifer Reeder
Tipps für Samstag, 8. Juni
 

Geschichten vom Kübelkind

22 Geschichten vom Kübelkind. 22 Abrechnungen mit dem System. Bevor ein neuer Langfilm erst gar nicht fertig werden oder dann einfach nicht ins Kino kommen würde, haben Edgar Reitz und Ula Stöckl 1969 mit Freunden*innen 22 längere und kürzere Episoden von diesem Kübelkind gedreht. Was das ist, dieses Kind, das kann man nicht erzählen, das kann man nur erleben. Man kann sich dem nur aussetzen, diesem Wesen, das radikal und anarchistisch, ohne Grenzen durch dieses Leben ballert. Die Geschichten vom Kübelkind sind der Abschied vom Gestern, und das Gestern war schon 1969 der bürgerliche Autorenfilm, die herkömmliche Produktionsweise, die traditionelle Rezeption der Filme.
Ula Stöckl, Filmemacherin, radikal, mutig, feministisch, ästhetische Avantgardistin, wird die Filme vorstellen. Eine Auswahl à la carte, so wie es am Anfang war.
20.15 Uhr im Lichtmeß

Kristine de Loup spielt das Kind aus der Tonne: Geschichten vom Kübelkind
Tipps für Samstagnacht
 

Open Air: Stars on 35

Analog ist besser
Früher normal, heute ziemlich ungewöhnlich und ein eigenes Programm wert: Filme! Rollen! Auf 35mm-Filmmaterial! Mit analogem Projektor projiziert! Feinste Kopien aus dem Archiv der Kurzfilm Agentur Hamburg. Klassiker aus der Arbeitswelt, spießige Kulissenwelten, ins Material gekratzte Traumwelten … Einfach großartige Filme, die wir schon lang mal wieder auf großer Leinwand sehen möchten. Dazu rollen wir den analogen 35mm-Projektor raus.
22.15 Uhr, Festivalzentrum Post, Open Air hinter der Halle

Open Air: SHIVERS Shorts 2

Apokalypsen und andere Ärgernisse
Das SHIVERS-Team präsentiert Highlights der Programme von 2015 bis 2018. Hier splatterts, es spritzt das Kunstblut, Sex mit Außerirdischen oder Schwertkämpfe mit Untoten münden in eine knuddelig-verstörend animierte Dystopie.
23.59 Uhr, Festivalzentrum, Open Air in der Tiefgarageneinfahrt

Bitte beachten: Das SHIVERS-Open-Air wird aus Rücksicht den Anwohner*innen gegenüber mit Kopfhörern versehen. Sollte das Wetter nicht mitspielen, verlegen wir die Veranstaltungen nach innen.

Stars on 35 hinter der Halle, The Absence of Eddy Table bei SHIVERS 2 in der Tiefgarageneinfahrt
Tipps für Samstagnacht
 

Interlaced Signals

Zu später Stunde flickert die Leinwand, die Töne tanzen und Bilder leuchten. Abstrakt-experimentelle Filme aus drei Jahrzehnten senden ihre Signale in den Festivalorbit. Aus schillernden Fragmenten baut sich ein Gesamtbild auf, in dem nach und nach Bezüge und Querverweise sichtbar werden. Wir lesen zwischen den Zeilen, füllen die Räume mit eigenen Gedanken und Emotionen und finden uns auf ungeahnten Metaebenen wieder.
Kuratiert von Sarah Adam und Giuseppe Gagliano.
nachts ab 1 Uhr, Festivalzentrum, Kino Lampenlager

Flicker-Stickwerk spät im Lampenlager
Festivalklub Post Discotheque
 

It is power: Gigolo Tears & The Crybabies /// Possy

Wir freuen uns über den Live-Auftritt des vierköpfigen Pop-Act Gigolo Tears & The Crybabies, die Ende Juni auch auf der Fusion vertreten sind.

Anschließend DJ-Set Possy – Marie Lung und Windowsmami (Hamburg/Berlin) House. Das Kollektiv Possy schafft einen Raum, in dem weibliche*, trans* und nicht-binäre DJs überwiegen. Mehr Possy – mehr Präsenz in der Hamburger Klubkultur.

Post Discotheque, Festivalzentrum, doors open 23 Uhr, freier Eintritt

Gigolo Tears and the Crybabies spielen live. Danach legen Marie Lung und Windowsmami von Possy auf
TV-Tipp
 

Kurzschluss

Nach zwölf Jahren als Kuratorin der Berlinale Shorts hat Maike Mia Höhne dieses Jahr die künstlerische Leitung des Kurzfilm Festivals Hamburg übernommen. Für Höhne ist dieser Schritt auch ein Schritt zurück zu ihren Wurzeln: Sie hat in Hamburg an der Kunsthochschule studiert, ihre Karriere als Filmschaffende nahm hier ihren Anfang. Sie möchte die Reichweite des Festivals und des Kurzfilms vergrößern, um so noch mehr hineinzuwirken in das Drumherum, in die Stadt Hamburg und letztlich auch in die Gesellschaft selbst. Denn da ist sich Maike Mia Höhne absolut sicher: Der Kurzfilm kann das!
Außerdem in der Sendung ist der argentinische Filmemacher Martin Rejtman.
Sehen könnt ihr Kurzschluss in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 0.30 Uhr auf arte, oder ab 0.24 Uhr im Netz.

arte-Artwork

Kurz zusammengefasst

Hier die Veranstaltungen am Samstag mit Links zu Facebook zum Teilen und Einladen.

OPEN SPACE Einführung in die Ausstellung um 13 Uhr im Festivalzentrum, OPEN SPACE
FORUM Changemaker um 15 Uhr im Festivalzentrum
VETO um 17 Uhr im Festivalzentrum, Kino Lampenlager
Wild Card: Knives and Skin um 19 Uhr im Festivalzentrum, Kino Lampenlager
Open Air: Stars on 35 um 22.15 Uhr hinter der Halle
Post Discotheque, der Festivalklub
Interlaced Signals um 1 Uhr nachts im Festivalözentrum, Kino Lampenlager         

Direkt zum Festivalprogramm, zum Ticketinfo, zum Katalog, zum Tagesplan, zur Filmsuche, zur Bildergalerie, zum Trailer.

Facebook
Facebook
YouTube
YouTube
Website
Website
Instagram
Instagram
Copyright © 2019 Kurzfilm Agentur Hamburg, All rights reserved.


unsubscribe from this list    update subscription preferences