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Alle Kurzfilmveranstaltungen in Hamburg
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Kurzfilm in Hamburg #007
Juli 2020

Liebe Leser*innen,
kurz haben wir pausiert, es gab ja keine Veranstaltungen. Nun geht es vorsichtig wieder los, und wir haben für euch wieder alle Veranstaltungen mit Kurzfilmen in Hamburg zusammengetragen, derer wir habhaft werden konnten.

Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Kurzfilm Festival Hamburg

Being laid up was no excuse for not making art

Humor nach #MeToo: Ausstellung des Kunstvereins in Zusammenarbeit mit dem Kurzfilm Festival Hamburg

Der Kunstverein in Hamburg möchte mit der experimentellen Ausstellungsserie „Being laid up was no excuse for not making art“ ein Zeichen der Solidarität setzen: In zwei Kapiteln präsentieren Protagonist*innen aus verschiedenen Bereichen der Hamburger Kunst- und Kulturszene, die ihre Veranstaltungen absagen mussten, ihre Arbeiten gemeinsam mit vielen internationalen Kolleg*innen.

Das erste Kapitel der Ausstellungsserie (seit 26. Juni bis zum 16. August) fragt nach dem Status des Humors nach #MeToo. Das zweite Kapitel (ab 22. August) lässt im Corona Sound System vielfältige Stimmen zu Wort kommen, um über die Möglichkeiten von Sound im leeren Raum zu reflektieren.

Der Dokumentarfilm Town Bloody Hall (1979) von Chris Hegedus und D.A. Pennebaker ist Ausgangspunkt der Überlegungen zum Humor nach #MeToo. Norman Mailer moderierte im New Yorker Performance Theater eine Diskussionsrunde zum Thema „A Dialogue on Women’s Liberation“, umgeben von Feministinnen wie Germaine Greer und Susan Sontag. Mailer, ein aufgeregter Mann, der den Film auch in Auftrag gegeben hatte, steht im Zentrum der Auseinandersetzung. Verhandelt werden die Ansprüche der Frauenbewegung Anfang der 70er Jahre.

Norman Mailer mit Germaine Greer auf dem Podium im Performance Theater
 

Dreh- und Angelpunkt der Ausstellung ist die simple Frage: Was ist eigentlich lustig, und wie geht es weiter? – Humor nach #MeToo: Worüber wollen wir lachen? Was brauchen wir? Wie möchten wir miteinander leben und was bedarf es dafür? Gerade in Zeiten von Kontaktbeschränkungen stellt sich diese Frage neu. In Installationen, Filmvorführungen, Performances und Gesprächen über verschiedene Generationen hinweg möchten wir gemeinsam Gesellschaftsformen diskutieren, die sich vielleicht genau jetzt für die Zukunft gestalten lassen. Wir suchen nach dem Unausgesprochenen.

Kurzfilm-Screenings im Juli
Kurzfilmprogramm 1: mit Beiträgen von Matt Kazmann, Jessica Swale, Athina Rachel Tsangari, Pauline Curnier Jardin, Laure Prouvost, Sarah Abu Abdallah (Gesamtlänge 84 min)
5. Juli um 12.15 Uhr und 30. Juli um 18 Uhr

Kurzfilmprogramm 2: mit Filmen von Nazli Dinçel, VALIE EXPORT, Kerstin Honeit, Cordula Ditz, Katrina Daschner, Athina Rachel (Gesamtlänge 94 min)
5. Juli um 14 Uhr und 30. Juli um 20 Uhr

Tea Time
Neben der Ausstellung lädt der Kunstverein zu einer digitalen Teestunde ein. Die Gäste sind zu Hause oder im Atelier, trinken Tee und denken gemeinsam über die Verschiebung der Kultur nach, über das Framing der Gesten, die Neubesetzung und ein neues Miteinander. Die Termine werden noch bekannt gegeben. Es dürfen je 30 Gäste nach Anmeldung digital teilnehmen. Infos dazu auf der Seite des Kunstverein in Hamburg.
Mit Kathrin Resetarits, Tatjana Turanskyj, Jennifer Reeder, Maike Mia Höhne, Pipilotti Rist, Vanessa Stern und anderen.

Ein Ausstellungskatalog findet sich als PDF hier.

Digitale Führung durch die Ausstellung hier.

Interview mit Maike Mia Höhne und Bericht zur Ausstellung auf Deutschlandradio.

Mehr auch auf unserer Website.

Kunstverein in Hamburg, Klosterwall 23, Dienstag bis Sonntag, 12 bis 18 Uhr

Fit von Athina Rachel Tsangari, Tapp und Tastkino von VALIE EXPORT (Bild: Sixpack)
Weitere Kurzfilmveranstaltungen

Restart: Metropolis

Das Metropolis lüftet ab dem 1. Juli nach über 15 Wochen Pause den Vorhang, und der Gong wird wieder erklingen. Das Hygienekonzept sieht wegen der Abstandsregeln eine begrenzte Auslastung des Kinos vor. Weitere Neuerungen: Die Sitzplätze müssen vorab ausgewählt werden. Ermäßigte Tickets für Mitglieder sind nun auch online erhältlich. An der Kinokasse kann kontaktlos per EC- oder Kreditkarte bezahlt werden. Abstandsregelungen, Händedesinfektion, Mund-Nase-Schutz beim Bewegen durch die Räume und die Überlassung von Kontaktdaten sind vorgeschrieben.

Heute: Wiedereröffnungsprogramm: Laurel & Hardy und ihr weibliches Pendant
Ein Kurzfilmprogramm aus der Reihe „Blick ins Archiv“.
Two Tars (USA 1928, James Parrott, 21 min., 16mm OV). Eigentlich wollen die beiden Matrosen auf Landgang mit ihren Mädchen nur eine Ausfahrt machen …
Towed in a Hole (USA 1932, George Marshall, 21 min., 35mm OV). Stan und Ollie als Fischhändler …
On the Loose (USA 1931, Hal Roach, 20 min., 16mm OV). Die Frauen haben es satt, von Stan und Ollie immer nur nach Coney Island in den Vergnügungspark ausgeführt zu werden. Da treffen sie zwei englische Gentlemen …
Beauty and the Bus (USA 1933, Gus Meins, 17 min., 16mm OV). Thelma und Patsy gewinnen bei einer Verlosung im Kino ein Auto. Probleme lösen sie, wie ihre männlichen Vorbilder Stan und Ollie, mit ein paar Handgriffen …
Mittwoch, 1. Juli um 17 Uhr im Metropolis

Agnès Varda: Kurzfilmprogramm
In drei kurzen Porträts setzt sich Varda mit den politischen Bewegungen und gesellschaftlichen Umbrüchen in Mittel- und Südamerika in den 60er Jahren auseinander. Auf diese Weise entstanden historische Dokumente der Black-Panther-Bewegung in Kalifornien und der Kubakrise Anfang der 60er Jahre. Und in Uncle Yanco trifft Agnès Varda den Künstler Jean Varda, einen bisher unbekannten Verwandten aus San Francisco.
Programm: Black Panthers (F/USA 1968, 30 min), Uncle Yanco (F/USA 1967, 22 min), Salut les cubains (F 1963, 30 min). Mit Einführung von Birgit Glombitza.
Samstag, 11. Juli um 19.45 Uhr im Metropolis

Black Panthers und Salut les cubains von Agnès Varda

Restart: 3001 Kino

Am 2. Juli öffnet das 3001 Kino mit einem kurzen Kurzfilmprogramm (auch für die Kleinen geeignet) und Sektempfang (Saft gibts bestimmt auch …) im Innenhof. Das Team des 3001 bedankt sich für die 4000 Euro Spenden (Spendenaufruf Hamburger Programmkinos über Startnext) und die 180 verkauften Zehnerkarten, die sehr geholfen haben. Die Zehnerkarten können ab dem 2. Juli an der Kasse abgeholt werden.
Donnerstag, 2. Juli um 17 Uhr, 18 Uhr und 19 Uhr im 3001

Und die anderen Kinos …?

Das Abaton macht ab dem 2. Juli wieder auf, im Juli sind aber keine Kurzfilme zu sehen. Zusätzlich betreibt das Abaton das Autokino am Kreuzfahrtterminal.

Das B-Movie verfügt über keine Lüftung, daher öffnet das Kino wohl erst im September, wenn die entsprechenden Bauarbeiten abgeschlossen sind.

Die fux Lichtspiele können noch keine Angaben zum Restart machen. Abstandsregeln im kleinsten Kino Hamburgs führen indes auch zu einem solchen Miniplatzangebot, das einen Betrieb nicht sinnvoll erscheinen lässt. Das Team arbeitet daran, ab August ein paar Mal Open-Air-Kino im Hof der fux eG zu realisieren. Viel Glück dabei.

Das Zeise Kino ist seit dem 25. Juni wieder geöffnet. Leider vorläufig ohne Kurzfilme. Darüber hinaus veranstaltet das Zeise das Autokino auf dem Heiligengeistfeld. Kein guter Platz, wie viele finden, die das Heiligengeistfeld im Lockdown für Spiel und Spaß mit Kind und Kegel genutzt haben. Schade, dass da nun Zäune rumstehen …

Tipps zum Lesen und Hören

Lesetipp

Immer lesenswert ist Shortfilm.de. Für den neuesten Newsletter hat Reinhard Wolf die aktuelle Situation der (Kurz)Filmfestivals in der Corona-Krise betrachet und seine Artikelserie „Warten auf die Welle – Filmfestivals zwischen Stilllegung und Hoffnung“ fortgesetzt. Außerdem hat Dennis Vetter den Künstler und Filmemacher Nicolaas Schmidt und sein kurzfilmisches Œuvre porträtiert. Ein weiterer Beitrag legt den Fokus auf unser kurzfilmaffines Nachbarland Frankreich: Willy Rolleé hat mit Ron Dyens, erfolgreicher Kurzfilmproduzent, über seine Firma Sacrebleu und Unterschiede bei der Kurzfilmproduktion in Deutschland und Frankreich gesprochen. In fortlaufend aktualisierten Beitrag „Kurzfilmische Angebote in Zeiten von Corona“ sind Onlinekurzfilmangebote versammelt, wobei der Schwerpunkt auf der Vorstellung von Onlinefestivals liegt. Darüber hinaus gibt es eine aktuelle Terminvorschau der Festivaldaten und -deadlines, aktuelle Meldungen zu Auszeichnungen sowie Nachrichten aus der Welt des Kurzfilms. Mehr hier.

Podcast-Tipp: Kino Climates

Ab 28. Juni: B-Movie
„Kino Climates Interlocked“ widmet sich alternativen Kinos und Filmklubs. Im Mittelpunkt jeder Sendung (neue Episoden jeweils letzter Sonntag im Monat) steht ein Mitglied des Kino-Climates-Netzwerks. Die Kinomacher*innen und Kulturaktivist*innen erzählen von ihrer alltäglichen Arbeit, ihren Organisationsstrukturen und der Programmgestaltung. In der zweiten Episode wird das Hamburger B-Movie vorgestellt.
Kino Climates Interlocked ist auf Englisch und über alle Podcatcher zu abonnieren oder über die B-Movie-Website direkt zu hören.

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