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Neues aus der Welt des Kurzfilms
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Shortfilm News #126
Mai 2020
Kurzfilmnews

36. Kurzfilm Festival Hamburg: Trailer

Das 36. Kurzfilm Festival im Juni ist abgesagt. Krisen brauchen Alternativen. Es lebe das 3. Hamburger Film-In: vom 6 bis 8. November 2020 in Hamburg. Schaut unseren Trailer von Billy Roisz: Das Quarantine Carousel dreht sich in Wien, Berlin, Oslo, Tokio, Stockholm, Liverpool und Marseille.

Quarantine Carousel von Billy Roisz

Deutsche Filmfestivals veröffentlichen Code of Ethics

Erklärung der AG Filmfestival vom 21. April
In der im Juli 2019 initiierten AG Filmfestival haben sich eine Vielzahl deutscher Filmfestivals zusammengeschlossen – auch das Kurzfilm Festival Hamburg gehört zu den Gründungsmitgliedern. Die AG mit derzeit 97 Mitgliedern sieht es als ihre Aufgaben an, die Interessen der Filmfestivals bundesweit zu vertreten, die Vernetzung untereinander zu stärken, bessere Bedingungen für Filmfestivals in Deutschland zu schaffen und gemeinsam mit den Filmschaffenden und anderen Verbänden die Filmkultur zu fördern.
Im April wurde ein 18 Punkte umfassender Normenkatalog veröffentlicht, der einen fairen Umgang mit Filmen und Filmemacher*innen sowie unter Filmfestivals selbst regeln soll. Überdies werden auch Fragen der fairen Bezahlung oder des schonenden Umgangs mit Ressourcen bestimmt. Die Festivals setzen sich für eine plurale und gerechte Gesellschaft ein, sprechen sich gegen jegliche Diskriminierung aus und berücksichtigen Diversität sowohl in inneren Strukturen als auch in der Außendarstellung. Den Code of Ethics der AG Filmfestival findet ihr hier.

Positionspapier: „Rettet die Filmkultur“

Neun Filmverbände für solidarische Abgabe der Streamingdienste
AG Dok, AG Filmfestival, AG Kurzfilm, Bundesverband kommunale Filmarbeit, Bundesverband Regie, Crew United, Hauptverband Cinephilie, Verband der deutschen Filmkritik und Zukunft deutscher Film haben Ende April ein Positionspapier unterzeichnet, in dem eine gezielte Unterstützung von Filmschaffenden in der Corona-Krise gefordert und die geplante Verschiebung der FFG-Novelle (Filmförderungsgesetz) abgelehnt wird. Angesichts der Situation seien dringend schlüssige Antworten auf die Entwicklung und die Krise vonnöten, ein Aufschub der Novellierung um ein Jahr nicht zielführend.
Zudem wird darauf hingewiesen, dass Netzprovider und Streamingdienste derzeit kräftige Zuwächse verbuchten. Erfolge, die auch auf der Vorarbeit der Filmschaffenden, Verleiher*innen, Kino- und Festivalmacher*innen und vieler anderer beruhen. Hier sei unbedingt ein fairer Ausgleich geboten. Gefordert wird eine Solidaritätsabgabe durch die Streamingdienste und Netzprovider – eventuell auch durch die öffentlich-rechtlichen und privaten Sender, sollten diese krisenbedingt Gewinne erzielen. Diese Abgabe soll all jenen zugutekommen, die im Filmbereich massiv benachteiligt sind, gerade auch den freien Kulturschaffenden im Filmbereich, die von der Soforthilfe des Bundes nicht profitieren. Das Positionspapier findet sich hier.

Onlineumfage: Fairness bei Filmfestivals

Die AG Festivalarbeit der Gewerkschaft Verdi und Studierende der Filmuniversität Babelsberg haben eine Umfrage konzipiert, um das bislang nur spärlich dokumentierte Feld der Arbeitsbedingungen bei Filmfestivals zu untersuchen. Ziel ist es, das fairste Filmfestival Deutschlands zu küren. Fairness am Arbeitsplatz wird nicht durch gesetzliche Bestimmungen allein geschaffen, sondern hängt insbesondere an deren Durchsetzung durch die Organisation und an der konstruktiven Zusammenarbeit im Team. Zur Umfrage hier.

Neue Kurzfilme auf unserem YouTube-Channel

Zu Hause. Mit der Familie oder allein. So verhält es sich für die meisten in Corona-Zeiten. Die neuen Kurzfilme auf unserem YouTube-Kanal kann man auch als Beitrag zu den Tagen in Quarantäne sehen. Onni (Finnland 2014, 6:50 min) von Sanna Liljander zeigt die Freuden des Alltags mit kleinen Kindern.
In der dreiteiligen Reihe Die Leiden des Herrn Karpf – der Geburtstag (D 2008, 10:37 min), – der Besuch (D 2008, 9:12 min) und – Morbus Bechterew (D 2007, 10:54 min) von Lola Randl bekommen wir einen Einblick in das Leben zu Hause bei Herrn Karpf.
In Puff Puff Pass von Thomas Daneskov (DK 2013, 26 min) besucht Rasmus nach vielen Monaten wieder seinen Vater. Es zeigt sich, dass dieses Männerwochenende mit seinen absurden und abenteuerlichen Erlebnissen mehr als nötig für die Beziehung zwischen Vater und Sohn ist.

Onni von Sanna Liljander
Branchennews

Neuer Film im Vertrieb

Neu im Vertriebskatalog ist So We Live von Rand Abou Fakher (Belgien 2020, 16 min), der unlängst bei den Berlinale Shorts Premiere hatte: Die Kamera kreist in einer Wohnung, die Fenster sind verhängt. Das scheinbar normale Leben einer Familie wird von Bombeneinschlägen draußen und angespannten Nerven drinnen immer wieder jäh zerrissen. Alltag im Ausnahmezustand.

So We Live von Rand Abou Fakher

Short-Tiger-Preisträger 2020 im Kurzfilm Verleih

Zum zehnten Mal vergab die gemeinsame Kurzfilminitiative von FFA und German Films im März die Short Tiger Awards. Die von einer Expertenjury gekürten fünf Gewinner erhalten jeweils 5000 Euro für neue Projekte und einen Vertrag mit dem Verleih der Kurzfilm Agentur Hamburg, der die Filme ins Kino bringt, wenn die Lage es wieder erlaubt.
Für den Short Tiger können jährlich Kurzfilme unter fünf Minuten eingereicht werden, der Wettbewerb richtet sich an klassische Vorfilme fürs große Kino. Die Preisverleihung und die Vorstellung in Cannes mussten in diesem Jahr leider entfallen, wir wünschen den Gewinnern und Ausrichtern, dass die Zeremonie vielleicht irgendwann würdig nachgeholt werden kann und die Rolle Next Generation Short Tiger ihre Kino- und Festivaltournee aufnehmen kann. Hier die Gewinnerfilme von 2020:

Apocalypse Airlines von Franziska Unger und Camille Tricaud (D 2019, 3 min) ist ein „Fake“-Werbespot für eine fiktive Fluggesellschaft. Alle wollen reisen, aber was ist mit den ökologischen Folgen? Ist das eine rein individuelle oder eine politische Frage?

The Beauty von Pascal Schelbli (D 2019, 4 min) ist eine poetische Reise durch eine faszinierende Unterwasserwelt, in der Plastik und Natur eins werden. Für einen Atemzug lösen sich unsere Sorgen und Schuldgefühle zwischen schaurig schönen Korallenriffen und den geheimnisvollen Tiefen des Ozeans auf.

Brand von Jan Koester und Alexander Lahl (D 2019, 5 min): Als sich der Bürgermeister eines Dorfes in Sachsen-Anhalt für die Aufnahme von Flüchtlingen ausspricht, bricht eine Welle des Hasses über ihn und seine Familie herein.

Glück im Keks von Nina Weilbächer (D 2019, 3:30 min): Die Geschichte eines Glückskeks, der sich auf der Suche nach seinem inneren Glück den Kopf zerbricht.

Wild West Compressed von Christian Kaufmann (D 2019, 2:30 min): Der Wilde Westen! Cowboys reiten durch endlose Landschaften, Pistolenduelle unter heißer Sonne – ein Fall für die breite Leinwand, klar! Aber was, wenn die Western mit der Zeit gehen und von den Cowboys dasselbe Acting im neuen Mobilescope erwarten?

Short-Tiger-Preisträger: The Beauty und Wild West Compressed
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