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Uma Projects

Uma Newsletter Sommer 2017

von

Ute Maria Lerner

Liebe Freundinnen und Freunde der Kultur, mein letzter Newsletter ist ein Weilchen her, da ich meinen Focus bündeln muss, seit ich im Westerwald 2000 qm bespiele. Im JUNO 2017 hat bereits hier im Maison Capitain der 07.Blaue Salon stattgefunden. Und ich hatte bisher an allen Salonterminen schönes Wetter! Bei den derzeitigen Wetterkapriolen ein Wunder und Segen!

Hier ein sonniges Foto der Akteure des 07. Blauen Salons am 18. JUNO 2017, am internationalen Tag der Meditation.



Und ich darf sagen, alle Salons waren anders und schön, und wie ich fand, gelungen. 
Das war so, weil ich im Hintergrund immer viele helfende Menschen hatte, wofür ich sehr dankbar bin. Für 2017 schließe ich die Salon Events ab, das Abenteuer Westerwald geht ins dritte Jahr, und ich weiß für mich, dass in den kommenden zwei Jahren Entscheidungen anstehen. 
 
Ich freue mich, ein neues Projekt, welches ich ebenfalls hier im WW realisiere, anzukündigen: 
Lichtgespräche in der Glaskuppel auf Schloss Montabaur.

Zudem freue ich mich, dass ich die Akademie deutscher Genossenschaften (ADG) als Partnerin gewinnen konnte. Das freut mich auch deshalb, bin ich doch in einer Familie aufgewachsen, wo der Name Raiffeisen das Leben meiner Großeltern sowie meiner Eltern über 50 Jahre hinweg geprägt hat, da mein Großvater und meine Mutter und Tante von 1908 bis 1963 die Raiffeisenfiliale hier in Müschenbach leiteten. Und das alles erfolgreich auch durch die Wirren der Kriegszeit. 
In einer alten Festschrift lese ich: "Lehrer Capitain übernimmt die Leitung der Schule in Müschenbach und gleichzeitig auch die Geschäftsführung des Marienstätter Spar-und Darlehnskassenvereins." Von da an beginnt in der Entwicklungsgeschichte des jungen Genossenschaftsunternehmens eine Epoche, die man zurecht als die Ära Capitain bezeichnen darf. Bis zum Frühjahr 1931, über die Wirren des 1.Weltkrieges und das wirtschaftliche Chaos der Nachkriegszeit hindurch, führt Anton Capitain die Geschäfte der Genossenschaft persönlich. Danach übernehmen für die folgenden 3 Jahrzehnte Mitglieder seiner Familie dieses Amt. Zunächst seine älteste Tochter Maria, und ab 1939 seine Tochter Margret (meine Mutter) welche die Geschäftsführung über mehr als zwei Jahrzehnte wahrnimmt. Bis 1963 war Anton Capitain ehrenamtliches Mitglied und Vorstandsvorsitzender. 
 
Dann wurde die Familie noch mal neu aufgemischt, denn schon am 21. Februar 1963 trat ich offiziell meinen Dienst auf dieser Erde an. 
 
Raiffeisen ist mittlerweile ins UNESCO Kulturerbe aufgenommen. 2018 ist wieder ein Jubiläumsjahr, nämlich 200 Jahre des Bestehens. 

Dieses Jahr bin ich viel in der Schweiz und in Österreich unterwegs gewesen, und war sehr erstaunt, wie oft mir auch dort der Name Raiffeisen begegnet ist. 
Kürzlich ist mir aus Mutters Nachlass eine silberne Nadel in die Hände gefallen. Auf der Schatulle ist eingraviert: Einer für Alle, Alle für Einen. Heute ein Denken, welches wieder zukunftstauglich wird, erkennen wir doch immer mehr, dass alles mit allem zusammenhängt, und der Einzelne sein Handeln im Großen wiedergespiegelt sieht. So kann man sagen, Raiffeisen war damals ein Visionär mit seiner genossenschaftlichen Idee. Alle unsere Systeme sind reformationsbedürftig und mehr oder weniger zum Scheitern verurteilt. Wir dürfen JETZT mit einem radikalen Umdenken und Handeln beginnen. Das Modell der Genossenschaften halte ich für ein Modell, was sicher eines ist, das die Chance hat, zukunftsfähig zu sein. Wie unsere Systeme in zwanzig, dreißig, vierzig oder fünfzig Jahren aussehen, wissen wir nicht wirklich und können wir nur erahnen. Sicherlich wird viel davon abhängen, wie sich die Weltengemeinschaft in den kommenden zwanzig Jahren verhält, und welche Entscheidungen und Maßnahmen getroffen werden für eine enkeltaugliche Zukunft. Wir treten in das digitale Zeitalter 4.0. ein. Was das bedeuten könnte, lassen uns diverse Experten schon wissen. 
 
Ich engagiere mich mit meinen 2012 in Köln ins Leben gerufenen UMA Talks für eine neue Bewusstseinskultur und möchte in den UMA Talks Menschen und Projekte vorstellen, die neue Impulse für unsere Gesellschaft setzen. Ich freue mich, dieses Engagement mit einem neuen Auftakt hier im Westerwald fortzusetzen.   
 

Ankündigung: 
 
Eine neue Reihe der UMA Talks : Lichtgespräche in der Glaskuppel auf Schloss Montabaur

Link zum Trailer auf youTube:
https://youtu.be/8PYzEg_6JVU

 
Premiere: Quo Vadis Homo Sapiens?   
Freuen sie sich auf spannende Talkgäste und eine spannende Musikerin und Sängerin, denn der Genuss der Kunst ist ebenfalls eine Säule unseres menschlichen Miteinanders. 
 
26. Oktober 2017 /19.30 /Anfragen für Anmeldungen gerne über meine E-Mail 
Der Talk wird aufgezeichnet.
 

 
Weiteres im UMA Newsletter:
  • Focus Winterthur und Umgebung (auf www.bewusstreisen.com)
  • Menschen machen Orte 3:  Morgenland/ Refugium des Künstlers Erwin Jakob Schatzmann (auf www.bewusstreisen.com)
  • Interview mit Haya Molcho Schöpferin des Familienunternehmens NENI 
  • Die 25hours Hotels in Berlin, Zürich und Wien 
  • Interview Christian Kölling Zirkusdirektor im 25hours Wien
  • Neu auf bewusstreisen.com LA PURA Gars am Kamp / Österreich 
  • Neu auf bewusstreisen.com Der Benediktushof in Holzkirchen bei Würzburg 
  • Buchtipps

Winterthur und Umgebung

Von der Winterthur Versicherung hat wohl schon jeder mal gehört, aber deswegen fährt man nicht gleich nach Winterthur, oder? Es handelt sich hier um das nachgesetzte charmante Oder, welches der Schweizer gerne an seine Sätze  hängt....
 
Nun gut, ich jedenfalls habe mich dafür interessiert, nach meinem Auftritt im Konrad Ferdinand Meyer Haus in Kilchberg mit unserem Erika und Klaus Mann Abend und einem Kurzaufenthalt in Zürich,  Winterthur kennenzulernen.

Einen ausführlichen Bericht dazu habe auf www.bewusstreisen.com verfasst.

 

Portrait: 
Menschen machen Orte 3

Morgenland ein Ort des Künstlers Erwin Jakob Schatzmann/Winterthur 

"Ich mache eher Naheliegendes"
 
Hier Link zum Interview auf auf www.bewusstreisen.com


©UML 2017
 
Zu Besuch bei Erwin Jakob Schatzmann im Morgenland am Stadtrand von Winterthur


 

Im Gespräch mit Haya Molcho, der Schöpferin der NENI Küche



© Haya Molcho

Hier mit ihren 4 Söhnen und Partner Samy Molcho, weltbekannter Pantomime. 
Die Molchos, eine durch und durch kreative Familie.
Haya Molchos Kochbücher habe ich schon in meinen vergangen Newslettern empfohlen!


© Haya Molcho
© Südwest Verlag
"Ich habe es schon immer geliebt, Feste à la Monsoon Wedding vorzubereiten" …
 
Monsoon Wedding ist ein farbenfroher Film von Mira Nair aus dem Jahre 2001 in dessen Mittelpunkt die Organisation einer opulenten, chaotischen, und teuren Punjabi Hindu Hochzeit in einer modernen indischen Familie in Dehli steht. 
 
"Wir führen ein erfolgreiches großes Familienunternehmen" könnte Haya Molcho derweil nach 9 Jahren sagen, nachdem alles begann mit dem ersten NENI Restaurant am Wiener Naschmarkt…. (Eine Anspielung auf den Werbespot von Vorwerk mit Katja Weizenböck, der viele Jahre im deutschen Fernsehen lief!)
 
 
UMA: Haya, schön das unser Treffen geklappt hat, obwohl heute ein großes Fest am Abend ansteht, und ihr in letzter Minute sozusagen wegen des Wetters umdisponieren müsst.. 
 
HAYA: Ja, da stehen schnelle Entscheidungen an! Wir werden das Fest kurzfristig vom Naschmarkt zur Tel Aviv Beach
verlegen, da das Wetter hier in diesem Jahr in Österreich so wechselhaft ist, können wir uns eben nicht mehr  darauf  verlassen. Und gleich ist heftiger Regen angekündigt…….
 
UMA: Entscheidest du in solchen Situationen mehr aus dem Bauch, oder sind das eher Kopfentscheidungen?
 
HAYA: Das ist beides. Bauchentscheidungen treffe ich sehr oft, aber hier geht es auch um Verantwortung. Es geht bei so einer Entscheidung ja um mehrere Faktoren. Der Naschmarkt ist genauso urban und toll, aber wir arbeiten gleich mit Mikros etc., da ist die Location an der Tel Aviv Beach konzentrierter. Meine Mitarbeiter müssen auf jeden Fall immer sehr improvisationsfähig sein. Im Grunde wie bei einer Theaterinszenierung.. 
 
UMA: Ist es aber nicht letztendlich dann das Feeling , das Gespür, nachdem du eine Entscheidung triffst?
 
HAYA: Ja klar, es ist das Gespür, es kommt von hier ( zeigt auf ihren Bauch), ich bin auch ein reiner Bauchmensch, muss ich sagen.
 
UMA: Ja, das mit dem Essen kommt ja auch von hier ( zeigt auch auf ihren Bauch) 
 
HAYA: Und ich habe vier Geburten hinter mir…..
 
UMA: Gab es denn für die NENI Idee eine Initialzündung? Oder hat sich das ganz organisch aus deinem ganzen Wirken und deinem Focus auf gutes Essen ergeben? Oder gab es etwas , wo du gesagt hast: So jetzt mache ich da richtig eine Nummer daraus ? Eine Sache ist ja, das man leidenschaftlich gerne kocht für seine Liebsten, aber dann zu sagen, man kommerzialisiert das, ist ja noch mal was etwas ganz anderes.
 
HAYA: Im Grunde ist das eine ganz banale Geschichte. Ich habe schon immer gerne Feste veranstaltet und organisiert, Bar Mitzvahs. Und bei mir waren die Feste immer außergewöhnlich: Mit Essen, mit Dekoration, das war ein bisschen wie Monsoon Wedding: eine Woche feiern, vorbereiten, also immer was Besonderes. Mein Ruf war schon: Haya macht tolle Feste. Und dann gab es einen Zufall, womit quasi die Catering Karriere begann. Meine  beste Freundin und gleichzeitig Nachbarin von uns hat mich gefragt, ob ich für Sie das Geburtstagsfest organisiere und gestalte. Es ist eine sehr gut situierte Familie, also es ging um ein Fest auf hohem Niveau. Das war für mich ganz selbstverständlich, dass ich das mache. Sie hat aber gesagt: “Du machst das nur unter einer Bedingung: Dass du Geld dafür nimmst, sonst nehme ich jemand anderen“! Da habe ich natürlich sofort gedacht: Das geht ja gar nicht, wie kann ich von meiner besten Freundin Geld nehmen… ? 
Zunächst habe ich erst mal mit Samy gesprochen und mir dann aber gesagt: Wenn ich Geld nehme, schätze ich selbst auch mehr, was ich mache. Dann ist es nicht nur ein Hobby, sondern du machst das richtig professionell und gut und kannst das. Das war für mich ein wichtiger Aspekt. Außerdem würde meine Freundin mich sonst auch nicht nehmen. Sie hätte alle Möglichkeiten gehabt. Wenn sie mich will, dann muss das schon was heißen.. Ja, ich habe dann nicht wenig an Gage genommen, denn ich denke immer: Ganz oder gar nicht.
Es war ein tolles Fest und es waren tolle Leute da, und von da an bin ich rumgereicht worden an vier fünf Leute. So habe ich angefangen, das Catering zu Hause zu machen. Sehr schnell musste ich natürlich mehrere Leute einstellen. Ich bin dann durch meine Freundin zu Thomas Klein von Almdudler gekommen. Das sind auch gute Freunde von uns. Thomas und Rosa Klein, und sie hatten gerade eine Küche  geschlossen, und haben mich dann angesprochen und gesagt: "Haya organisiere uns einmal im Jahr ein Fest, im Gegenzug  kannst du die Küche benutzen". Es war quasi ein orientalisches Tauschgeschäft .So begann eigentlich die Karriere fürs Catering. Also bevor ich das NENI hier am Naschmarkt aufgemacht habe, habe ich das mit dem Catering schon zehn Jahre gemacht..
 
UMA: Ah, okay, dann hattest du ja schon eine solide Basis. 
 
HAYA: Ja, ich hatte die Basis geschaffen. Es hieß schon immer: Wenn ihr was Spezielles wollt, ruft die Haya an! Nach zehn Jahren hat mich dann die Gastronomie interessiert. Für mich war aber immer klar, wenn ich was mache,  dann nur am Markt. Also hier am Naschmarkt, nicht im 1. Bezirk, sondern hier. Ich bin auch selbst an einem Markt aufgewachsen in Tel Aviv, bin also ein Marktkind….. 
Ich  lief dann oft und lange hier rum, bis ich etwas gefunden habe. Da gab es einen Besitzer hier, - dessen Ort war ein bisserl heruntergekommen-, und den habe ich angesprochen und gefragt, ob er verkauft. Nach einer Woche hat er gesagt: "Wenn ich verkaufe, dann nur an dich". Das war eben auch das einzige Objekt, was man noch kaufen konnte. Es war quasi nichts hier, es war fast eine Mülldeponie. Dann habe ich gesagt: Das reizt mich! Ich habe sofort Nuriel und Elior angerufen, die gerade fertig waren mit dem Studium und gefragt:  "Habt ihr Lust, ein halbes Jahr mitzuhelfen, aufzubauen, und dann macht ihr, was ihr wollt"  Sie sind sofort gekommen. Ilan hatte noch studiert, er ist später erst dazu gekommen. Alle haben gesagt: "Ja wir springen ins kalte Wasser, der Platz gefällt uns". Zuerst haben wir uns gute Architekten geholt. Von allem das Beste, wir haben nicht gespart. Wir waren die ersten hier am Naschmarkt, die was investiert haben. Für mich ist es ganz wichtig, dass ich mich an einem Ort zu Hause fühle. Ich bin mit schönen Dingen aufgewachsen, ich will es schön haben, ich will genau die Karaffe, die Gläser (zeigt auf Karaffe und Gläser auf dem Tisch vor uns)  
Also wir waren die Ersten, die etwas Style hierhin gebracht haben, so etwas New York Style, Tel Aviv Style.. 
Wir haben auch den ersten Bezirk hierhin gebracht. Früher waren hier eher Studenten. Dann kamen immer mehr Leute ,eben eine  ganz andere Klientel.. Wir haben sozusagen das Niveau am Naschmarkt etwas angehoben. Es kam dann das italienische Fernsehen, das französische. Wenn man über den Markt gesprochen hat, dann hat man oft über das NENI gesprochen.. 
 
UMA: Wann habt ihr genau hier eröffnet? 
 
HAYA: Genau vor neun Jahren …..( Interview Juli 2017) 
Danach hat sich alles ganz langsam entwickelt. Wir haben zunächst den andern Teil dazu gekauft, (zeigt nach nebenan) das Hutgeschäft, wo Nuriel und Audrey die Hüte machen ( www.nomade-moderne.comHeute ist das NENI eine Institution in Wien.
Vier Jahre später kamen die 25hours hotels und Spar dazu. Spar ist auf uns zugekommen und hat uns gefragt, ob wir nicht was machen könnten für Sie. Da haben wir noch keine Ahnung gehabt von Produktion, nichts. Heute, eben nach vier Jahren haben wir eine Riesen Manufaktur. Elior ist ja zuständig für das Personalwesen, und für alles, was mit Bewilligungen etc. zu tun hat. Ilan ist alleine für die Produktion zuständig, er hat dort seine 40 Mitarbeiter. Wir produzieren in Wien im 22. Bezirk. Die Rohprodukte beziehen wir aus Israel, das Gemüse wird eigens für uns in Rumänien produziert. Jetzt haben wir noch ein Grundstück dazu gekauft, und werden eine noch größere Produktion haben. Wir haben nun auch Edeka dazu bekommen, und ev. bekommen wir auch REWE dazu. Das heißt, wir kommen auch nach Deutschland und sehr wahrscheinlich auch in der Schweiz. Die Produktion läuft sehr gut, wir haben tolle Mitarbeiter, und wir sparen nie an Mitarbeitern. Wir investieren, wir nehmen das Geld nicht raus aus der Firma, wir investieren in die Firmain gute Leute und gute Produkte, und irgendwann kann man dann auch gut davon leben, momentan kommt alles in die Firma. 
 
UMA: Wie fühlt sich das an? Das ist ja Expansion pur! Ist das für dich so okay, und du sagst, das will ich so, oder hast du auch schon mal das Gefühl: Wow, nun ist es eigentlich gut …, oder wie fühlt sich das für dich an.. 
 
HAYA: Nein, also Erstens kann man noch lange nicht sagen, dass es für mich zu viel ist, denn NENI ist ja eine Gruppe von Menschen
Das ist ja nicht Haya, sondern das sind 3 Söhne und 140 Mitarbeiter, ich muss ja nicht alles alleine machen, sondern kann ganz viel abgeben. 
Wir haben das so gemacht, dass jeder das macht, was seiner Begabung entspricht. Ich bin für die Produktentwicklung zuständig, Nuriel wie gesagt macht das Marketing und die Webseite, und alles was mit NENI zu tun hat. Ilan ist für die ganze Produktion zuständig und Elior eben für das Personalwesen. Jeder ist voll beschäftigt mit seinem Resort! Wenn ich also etwas entscheiden will, muss ich fragen, ob ich das überhaupt machen kann. Ich bin zwar das Gesicht dahinter, das haben wir auch so entschieden, aber es ist ein großes Team, und irgendwann werden die Jungs das Gesicht dahinter, oder zumindest jemand anderer als ich. Momentan ist das alles nur möglich, indem wir ein gutes System aufgebaut haben: Indem wir sehr gute Mitarbeiter haben, indem wir jede Woche Protokolle führen, mit allen Abteilungen kommunizieren, da ist nichts mehr nur spontan. Das ist mittlerweile ein richtiges Management. Deshalb kann ich ja auch das machen, was ich eh gerne mache. Uns ist nichts egal, jeder ist bei seiner Abteilung sehr darauf bedacht, dass alles optimal läuft. NENI sind eben die vier Personen dahinter.       
 
UMA: Wie würdest du die Grundenergie beschreiben, die dieses ganze Projekt zusammenhält? Oder besser, was ist  für dich das Wichtigste dabei, was du auch leben möchtest? 
 
HAYA: Ich würde sagen, NENI ist inzwischen wirklich eine Familie, und die Familie nimmt immer wieder Adoptivkinder dazu.. 
Die Familie wird also immer größer. Die Leute, die mit uns arbeiten, sind schon NENI infiziert. Wir haben viele Leute, die schon seit acht Jahren mit uns arbeiten. Sie haben quasi das NENI gespritzt bekommen! (wir lachen) Und das geht nur, wenn die Energie gut ist. Wir sparen nicht an guten Gehältern, wir bemühen uns sehr um unsere Mitarbeiter, und wir involvieren sie komplett. Ein Chef sollte niemals alleine sein. Wenn du mitteilst, alle mit integrierst, dann hast du eine Gruppe, dann bist du eine Großfamilie. Unsere Stärke ist unser Team, die Teambildung und meine Jungs. 
 
UMA:  Kommst du selbst aus einer Großfamilie?
 
HAYA: Ich habe nur einen Bruder, aber ich komme so gesehen von einer Großfamilie, da ich tausende Cousinen und Cousins habe. Von Zuhause aus waren wir immer einen großen langen Tisch gewohnt. 
 
UMA: Bist du in Tel Aviv geboren und aufgewachsen?
 
HAYA: Ich bin in Tel Aviv geboren, und dann mit elf Jahren nach Deutschland gekommen.
Mein Vater war wie ich ein Bonvivant, immer viele Gäste, bei uns war immer volles Haus. 
 
UMA: Darf ich fragen, welchen Berufshintergrund deine Eltern hatten?
 
HAYA : Mein Vater war Chirurg, meine Mutter war Hausfrau. Meine Mutter hat auch toll gekocht, und mein Vater hat wahnsinnig gerne und gut gegessen. Er hat auch immer gerne eingekauft. Er war ein guter Einkäufer.. ein Feinschmecker.. Also wir waren schon immer mit Essen verbunden,.. bis heute, ..meine ganze Familie. Essen ist bei uns ein großes Thema. Aber um noch mal auf deine Frage zurück zukommen mit der Energie: Authentizität ist noch ganz wichtig, wir haben nie etwas gespielt , was wir nicht sind, wir sind das geblieben, was wir sind. Ich glaube, das ist auch das, was Sympathie bringt: Wenn die Leute hier her kommen und uns sehen, wie wir arbeiten, wie wir sind. Wir sind ganz normal, wir haben nie was anderes gemacht. Wir sind kein Sternelokal, kein Mikro oder Makro ….wir sind NENI, ein gutes Essen aus Middle East, und wir präsentieren immer wieder neue Inspirationen aus der Weltküche. Solange wir das bleiben, wird es auch gut sein!
 
UMA: Urban culinary  Creatives …
 
HAYA: Ja genau….
 
UMA: Es gibt ja so viele Ernährungsrichtungen und Küchen: Von Paleo  bis Rawfood Küche , Basenküche, vegane Küche .... Dein Mann Samy ist ja auch Vegetarier, du bist aber keine Vegetarierin… 
 
HAYA: Nein, aber ich esse wenig Fleisch. In unserer Küche, der israelischen Küche,- ich nenne die israelische Küche Weltküche-, alleine da hast du schon so viele Möglichkeiten. Meine Nachbarschaft war die ganze Welt, ob Jemen oder Marokko, polnisch, rumänisch , deutsch, du hast Wiener Juden gehabt… Israelische Küche ist die Weltküche, und was Israel selbst dazu gegeben hat, ist das frische Gemüse. Du hast das stabile Wetter. Also das Middle East und Israel: Diese Kombination, das nenne ich die Weltküche. Und wir kochen ja auch vegan und vegetarisch. Ich kann alles kochen. Deshalb ist meine Küche authentisch, denn so bin ich aufgewachsen. Marmeliga, Sarma, gefüllte Paprika, das ist meine Elternküche. Ich bin auch mit Polenta aufgewachsen, meine Eltern kommen aus Rumänien. Ich kann immer wieder neue verrückte Ideen bringen und innovativ sein, denn Israel ist inspiriert von aller Welt!  Ich bin auch oft in Israel. In fünf Jahren wirst du sagen, ich gehe zum Israeli, genau wie du heute sagst, ich gehe zum Griechen oder Italiener. Israelische Küche wird immer bekannter jetzt.. 
 
UMA: Ja, das war ja bisher noch nicht so.. aber du arbeitest ja daran..
 
HAYA: Aber das kommt jetzt, schau Ottolenghi in London (Yotam Ottolenghi, israelischer Promi Koch, er lebt mit seinem Mann und zwei Söhnen in London)  Schau das NENI … ich habe immer gesagt , ich komme aus Israel, ich bin nicht orientalisch, israelische Küche ist nicht nur Orient, aber auch.. 
 
UMA: Also du hast dann ja keine starre Haltung, was Ernährungskonzepte betrifft? Man spricht ja heute überall von gesundem Essen…
 
HAYA: Ja, wenn du die israelische Küche siehst, da ist ja eigentlich alles gesund. Ich bin nie mit ungesunder Küche in Verbindung gewesen. Wir machen keinen Schmalz, nichts Schweres..
 
UMA: Und das Fleisch? 
 
HAYA: Ja, es ist die Frage, woher du das Fleisch nimmst… 
Ich bin ja nicht vegetarisch. Ich finde, wenn du gutes Fleisch hast, einen guten Fleischer, dann ist die Frage nur die der Balance: Wie viel Fleisch isst du? Isst du jeden Tag Fleisch, ist das natürlich ungesund. Isst du eins,- zwei Mal die Woche gutes Fleisch, ist das völlig in Ordnung. Für die Blutkörperchen, für alles ..die Balance muss stimmen. Ein Veganer, der kein Vitamin B12 zu sich nimmt, da fehlt was wichtiges. Schau dir viele Veganer an-, wenn sie nicht wissen, wie sie sich gesund ernähren können, und sich ungesundes Food kaufen, und Zucker zu sich nehmen, dann ernähren sie sich ungesund. Wenn du nicht süchtig bist, und immer auf deinen Körper hörst, was er braucht, dann denke ich, machst du es richtig.
Unsere Kinder sind größtenteils vegetarisch aufgewachsen, aber auch immer mal wieder mit Fleisch. Heute können sie selber entscheiden. Sie haben alle diese Balance. Sie sind alle trainiert, ernähren sich gesund. Ja sie essen ab und zu mal was Süßes..aber sie stopfen nichts in sich hinein. Sie machen Sport, und bewegen sich viel. Alkohol! Wer redet über Alkohol? Das ist viel ungesünder! Da sagt niemand was. Die meisten sind Alkoholiker, sie trinken regelmäßig, ich würde sagen, sie saufen…
 
UMA: Oh ja, das ist noch mal ein ganz anders Thema.. natürlich…..  
 
HAYA: Eine ausgewogene Balance in der Küche ist für mich sehr, sehr wichtig. Ich schaue immer auf gute Qualität. Wir machen unser Gemüse jetzt alleine. Ich weiß immer, wo ich meine Sachen herbekomme, und auch was zusammenpasst. Das bedeutet für mich gesunde Ernährung. 
 
UMA: Aber du siehst ja an deinem Mann Samy, dass man auch ohne Fleisch topfit sein kann.. 
 
HAYA: Natürlich, aber er nimmt schon Vitamin B12. Er nimmt Zusätze. Also ein Vegetarier oder Veganer muss einfach genau wissen, wie er die Zusätze bekommt. Wenn du dich gut auskennst, super, da habe ich gar nichts gegen vegane Ernährungsweise. Aber diese Fleischersatzprodukte, was ist da gesund dran? Das ist für mich dann verlogen. Und anders herum, jemand , der zu viel Fleisch ist, muss einfach damit rechnen, dass er mal einen Herzinfarkt bekommt. Also die Balance ist das wichtige!
 
UMA: Hast du eine Vision, wo du mit dem NENI noch hin möchtest..
 
HAYA: Alles was das NENI betrifft, ist geflossen, es war nicht so, dass wir gesucht haben. Es ist alles auf uns zugekommen. Ich glaube, wenn wir diese Linie wie bisher weiter verfolgen, werden sich noch sehr viele Türen öffnen. Ich bin Realistin, ich bin jetzt 60. Ich wünsche mir, dass die Jungs das so weitermachen wie bisher. Und ich wünsche mir, dass sie sich immer verstehen. Wir sind ja wirklich ein Familienbetrieb geworden, und da bin ich stolz drauf. Es ist wirklich schön! Ich möchte auch Enkelkinder haben und solange arbeiten, wie ich kann, und dann möchte ich genießen. Irgendwann gibt es dann den Generationenwechsel! Dann möchte ich die Vogelperspektive einnehmen und sagen : Wow, wie schön, was wir da geschaffen haben.. 
Ja also, stolz drauf sein, und glücklich darüber sein! Und ich möchte, dass meine Jungs tun, was sie lieben. Ich sehe, dass sie das mit Leidenschaft machen. Sie machen es nicht für mich, es ist unser gemeinsames Projekt. NENI war niemals meins, NENI ist mit den Jungs entstanden, und das ist gesund in so einem Familienbetrieb.
 
UMA: Wie ist denn Samys Rolle in dem Ganzen? 
 
HAYA: Ich bewundere ihn. Er arbeitet ja noch und gibt Seminare in Körpersprache. Gastronomie war für Ihn immer ein absolutes NO GO! Und jetzt fragt er nach, er ist mit involviert, ich liebe das an Ihm. Und ich sehe, wie er uns liebt: Es ist ihm nichts egal. Er kommt manchmal hier her und redet mit uns. Es ist nicht so, dass er sagt: Das ist deins, und er damit nichts zu tun hat, sondern er weiß über jede Sache Bescheid. Oft fragen wir Ihn auch. Wenn wir wirklich nicht weiter wissen, beispielsweise mit der Finanzierung, mit Banksachen etc. Da fragen wir immer, was er machen würde. Also, er ist sehr stark involviert. Er ist für die Jungs eine wichtige Person, und für mich genauso. Er wollte das nie, aber heute ist er wahnsinnig stolz darauf, was die Jungs aufgebaut haben. Er nennt uns ja schon als Beispiel in seinen Seminaren. Er sagt, das, was wir in vier Jahren erreicht haben, und wie sich das in der kurzen Zeit entwickelt hat, da gibt es nicht viele Firmen, die das geschafft haben. Wir sind ein Jungunternehmen, welches das mutig und klug gemacht hat. Also damit du einen Eindruck bekommst: Wir sagen 90 Prozent an Anfragen ab. Es kommen täglich Leute zu uns, die was wollen. Wir nehmen nur das, wo wir 100 % glauben, das könnte passen. 
Bei der Anfrage von 25hours Wien haben wir damals Nein gesagt, denn wir waren noch nicht so weit. Berlin 25hours war das erste Haus, wo wir zugesagt haben. 
Und dann, als wir die Produktion hatten, haben wir gesagt: Jetzt können wir das schaffen. Jetzt können wir die Qualität schaffen! Das war sehr wichtig für uns. 
Das heißt, gut zu sein bedeutet auch zu wissen, wo du Nein sagst.. 
 
UMA: Haya, was ist für dich ein perfekter Tag?
 
HAYA: Wenn ich am Sonntag zu Hause brunche, also Brunch mache, die Freude von den Jungs kommen, und unsere Freunde, wir im Garten sitzen, alle zusammen kochen, zusammen sind:  Das ist für mich ein perfekter Tag.. eben wieder Familie! 
 
UMA: Wofür schlägt dein Herz?
 
HAYAFür meine Familie und Freunde!
 
UMA: Wenn du ein Tier wärst, was wärst du für ein Tier?
 
HAYA: Ein Freund hat mal gesagt, er sieht mich immer wie ein Wiesel. Also vielleicht bin ich ein Wiesel, .. 
 
UMA: Siehst du es auch so? 
 
HAYA: Inzwischen habe ich mich schon dran gewöhnt.. ja ein Wiesel, schnell, flink , wendig… 
 
UMA: Haya, ich danke dir für dieses Interview und Alles Gute für eure weiteren Unternehmungen!
 

 
Tipp/Hotels: 


25hours Hotels in Berlin, Zürich und Wien


Die 25hours Company
Der Name 25hours suggeriert schon, das irgendetwas anders ist! So hat sich die Company auf die Fahnen geschrieben, ihren Gästen eine andere Art von Erlebnis zu bieten. Es geht um das gewisse Extra, das die Gäste während ihres Aufenthalts in einem 25hours Haus erwarten können. Hier steigt man nicht einfach ab, sondern entscheidet sich bewusst für Dynamik, Überraschung und eine Portion Abenteuer – und da reichen eben 24 Stunden nicht aus für diese eigenwillige Wundertüte mit zeitgemäßer Dienstleistung. Nicht zuletzt generiert die Extra Hour auch die beabsichtigte Aufmerksamkeit.
 
Berlin!
Allein der Name macht schon Laune...Bikini....
 
Sofort erscheinen Imaginationsfelder vor meinem geistigen Auge, und ich sehe mich Anfang März im Strandkorb mit Sonnenbrille, einen feinen Fruchtcocktail genießend und den Infinity Blick auf die Silhouetten des urban djungle berlin gerichtet.
 
Aber zunächst muss ich ja mal real ankommen. Der Haupteingang ist inszeniert wie ein Bühnenbild, und empfängt den Gast mit einer fast theatralen Installation, deren Anspielungen viel Assoziationsspielraum lassen. Es ist sozusagen der Zugang zum 25hours Hotel in der 3.Etage. Der linke Fahrstuhl ist für Hotelgäste, der rechte bringt externe Besucher direkt in die hippe Monkey's Bar und das angesagte Szenerestaurant NENI, eine Marke kreiert von Haya Molcho, der Frau des bekannten Pantomimen, Trainers und Buchautoren Samy Molcho.



Almost home verspricht einer der Slogans in den 25hours Häusern. Ein nicht anspruchsloses Versprechen.  
Im Hause fällt die junge Crew auf, ob im Hotel oder im Restaurant, man hat den Eindruck, alle haben Lust hier zu arbeiten, weil ein beschwingter Geist durch das Haus weht. Die Mischung aus Relaxing, Wellness, (es gibt natürlich auch Sauna im Hause) urban work space und urban nightlife und Kulinarik ist gekonnt inszeniert. Sozusagen eine Raum im Raum Inszenierung, in der 3. Etage befinden sich neben dem Empfangsbereich diverse Chill Ecken, eine Eventspace, die Bakery und immer wieder Hängematten. Das hat dann auch zur Folge, dass sich das almost at home Gefühl wirklich schnell einstellt.....


CHILLEN UND ABHÄNGEN



In den Hängematten liegend, kann man dann auch rüber schauen zu den anderen Bewohnern des urban jungle, denn man kann direkt in den Berliner Zoo schauen auf diverse Tierhäuser. Ja so ist das, die Einen gucken sich die Anderen an, vielleicht verbindet sie mehr als man denkt, zumindest ist die Nähe zum Berliner Zoo 
eine spannende Location, gleich neben der Gedächtniskirche. Die Gegend um den Bahnhof Zoo, der über die Jahre etwas in Vergessenheit geraten war, nicht zuletzt durch die hipp gewordenen Szenestadtteile des ehemaligen Ostteils der Stadt, hat längst wieder an Attraktivität gewonnen, dazu trägt auch das 25hours Bikini mit  angrenzender hipper Mal bei. Abends trifft sich die urbane Szene in der Monkey Bar und belebt den human jungle im Zooviertel.


DAS EI
Ich komme ja insgesamt nicht wenig herum, und bin auch in 4 bis 5 Sterne Häusern. Neben der Lage, dem Design und der Inszenierung des Raumes, dem Wohlfühl- Charakter des Hotelzimmers, der Ausstrahlung des Staffs ist für mich ein Gradmesser eines wirklich stimmigen Gesamtkonzeptes das Frühstücksbuffet.
 
Überall wo ich bin, stelle ich (fast schon ein running gag) die Frage: Ist ihr/ euer Frühstücksei ein Bioei? (Auch wenn ich weiß, dass das leider auch keine Garantie ist für artgerechte Haltung, da viele Labels im Biobereich einfach nur Augenwischerei sind oder oft betrogen wird, was die Etikettierung betrifft. Siehe aktueller Eiskandal! Aber wenn ein Haus überhaupt ein Bewusstsein dafür entwickelt, ist das für mich schon mal beruhigend. 
Es ist für mich persönlich der Gradmesser geworden für ein Wohlfühl Frühstück, wenn ich weiß, dass man diesbezüglich eine Achtsamkeit hat. Was nützt mir denn der Hinweis, wir sind umweltbewusst und : Sie können angeben, ob sie ihr Handtuch gewechselt haben möchten..-das sind doch mittlerweile alles selbstverständliche Standards darauf zu achten-, wenn aber in der Küche weiter die Elendsprodukte verwendet werden, oder auch schlimm, Portionsmarmelade in Plastik! Gibt es tatsächlich noch! Deshalb muss ich auch ganz klar sagen, Nespresso ist, so schön und hipp die Marke auch inszeniert ist, einfach viel zu viel Plastikmüll,- und zu vermeiden. 
Die Foodfrage muss für mich transparent und überzeugend sein. Design hin oder her. Hier im 25hours finde ich das vor. Der charmante junge Mitarbeiter beim Frühstücksbüffet sagt ganz locker: Selbstverständlich sind das Bioeier!
Na wer sagt es denn: Der Tag beginnt gut!
Als Milchalternative gibt es nur Soja und laktosefreie Milch. Mittlerweile sind Sojaprodukte nicht mehr so zu empfehlen, und die Milchalternativen wie Mandelmilch und Reismilch wären schön, diese auch vorzufinden. Ansonsten bietet das 25hours wirklich ein sehr gutes und breitgefächertes Frühstücksbuffet, und lässt auch für einen Vegetarier oder Veganer keine Wünsche offen.

 
Aus der NENI Küche


Aber nun zum Hintergrund des BIKINI 25hours in Berlin:
 
In den fünfziger Jahren von den Architekten Paul Schwebes und Hans Schoszberger erbaut, war das sogenannte Bikinihaus architektonischer Ausdruck eines neuen, von Dynamik, Freiheit, Optimismus und Konsum geprägten Lebensgefühls. Diese Architektur, verbunden mit dem einmaligen Standort, stellt die Identität von Bikini Berlin auch für die Zukunft dar. Als Teil des Gesamtensembles bezieht das 25hours Hotel Bikini Berlin mit 149 Zimmern das alleinstehende kleine Hochhaus beim sogenannten Elefantentor des Berliner Zoos. Es ist das erste Haus der jungen Hotelgruppe in der Hauptstadt. „Wir wollten schon immer nach Berlin“, freut sich 25hours Geschäftsführer Christoph Hoffmann. "Jetzt haben wir zwischen Gedächtniskirche und Kurfürstendamm sowie der grünen Stadtoase aus Tiergarten und dem Berliner Zoo das beste Zuhause gefunden, das wir uns vorstellen können." Lage und Gebäude inspirieren auch das Interior Design von Studio Aisslinger. Das Team um den spannenden Designer Werner Aisslinger zeigt im Spannungsbogen zwischen Natur und Kultur ein ganzheitliches Gestaltungskonzept unter dem Arbeitstitel Urban Jungle
 
Die Hälfte der 149 Zimmer blickt auf das Affen- und Elefantenhaus im Berliner Zoo und folgt einem wärmeren Design-Schema mit natürlichen Materialien und Farben. Die andere Hälfte bietet eine herrliche Aussicht auf die Wahrzeichen West Berlins. Die Gestaltung dieser Zimmer ist urbaner und ein wenig rauer, in Anlehnung an Berlins kantige, kreative Seite. Highlight in der Kategorie Jungle und Urban L ist ein persönliches Schindelhauer Rad für ausgiebige Stadttouren. In allen sechs Zimmer-Kategorien gibt es die beliebten 25hours Standards: Betten in hoher Schlafqualität, Klimaanlage, TV, Minibar, iPod docking-Station, nachhaltige Kosmetikartikel und kostenfreies W-LAN. Außerdem sind die 25hours Kooperationspartner wieder mit an Bord: MINI für echte Fahrerlebnisse, frontlineshop für coole 25hours Outfits und two wheels good für alle, die gerne chic radeln. Wie auch in den anderen 25hours Hotels spielen auch in Berlin lokale Inspiratoren eine zentrale Rolle: Mit dem Gestalten Verlag wird das Kiosk konzipiert und das „Freunde von Freunden“-Netzwerk sichert als Food-, Cultural- und Shopping Shepherd den individuellen Zugang zu seinem Berlin. 
 
Im 3. Stock vermittelt der loftartige Empfangsbereich mit Rezeption, Kiosk, hauseigener Bäckerei und vielen Cornern ein entspannt-kommunikatives Gefühl. Hier befinden sich auch die drei Meetingräume für bis zu 100 Personen. Im 9. Stock ist die Jungle-Sauna mit Trocken-Sauna und Ruhebereich eingezogen. Über allem thront das 10. Stockwerk als lebendiger Marktplatz.Er punktet von früh bis spät mit einem atemberaubenden 360-Grad-Ausblick und reichlich Angeboten: Das Restaurant NENI Berlin mit eklektisch-ostmediterraner Küche, die Monkey Bar mit Kaminecke sowie die spektakuläre Dachterrasse. Die inszenierten Welten ermöglichen den Rückzug vom Großstadtdschungel und bieten Individualität, Flexibilität, Ästhetik, Inspiration und Nachhaltigkeit. 25hours schafft eine integrative Plattform, auf der sich Einheimische und Gäste treffen und austauschen können. Die hervorragende Anbindung des Hotels macht besonders Spaß: Der berühmte Kurfürstendamm liegt vor der Haustür, zum Tiergarten sind es nicht mal 100 Meter, zur S-Bahnstation Zoologischer Garten knapp 200 Meter, in drei Kilometern ist man am Brandenburger Tor. Live im 25hours ist eine Eventreihe, die ebenfalls in regelmäßigen Abständen stattfindet. So schließt sich der Kreis eines insgesamt schlüssigen Gesamtkonzeptes und einer Brandperformance, die sich durchaus vom Markt abhebt. (Quelle:25hourshotels)
 
Das geschätzte Kernpublikum im 25hours ist das des urban travellers ab Mitte zwanzig bis Ende fünfzig. Ungezwungenheit und gut inszenierte Erlebniswelten sind der Pluspunkt der 25hours Company. Das Unternehmen expandiert, weitere Häuser, auch im Ausland, sollen in allernächster Zeit folgen. Dabei hat jedes der Häuser ein eigenes Kreativkonzept, und wirkt in keinem Detail beliebig.
Die Konkurrenz ist durchaus nicht am schlafen, es gibt viele auf den Markt drängende neue Brands, aber die 25hours Company hat einfach ein gutes Händchen wie mir scheint, und hat entsprechend smarte Macher an der Kreativfront an Board. 
 
Das 25hours beteiligt sich am nepal water project: 25hours-hotels.com/vivaconagua

 

Im 4. Bezirk, in der Langstraße, dem ehemaligen Rotlichtviertel Zürichs, setzt die  25hours Company mit ihrem zweiten Haus in Zürich schon den Trendpfeiler für die Zukunft, nämlich die angrenzende Europaallee bis 2020 zu einem urbanen Trendviertel zu machen.
 
Hier ein Foto aus dem Empfangsbereich des 25hours in Zürich, ebenfalls im Retro Chic der Fifties eingerichtet.



Das 25hours ist, an einem sonnigen Sonntag im Juni, wie dem meiner Ankunft, vollbesetzt auf seiner Außenterrasse, und man sieht auch hier in der Langstraße, dass das Konzept aus Retro Chic, Work –Chill -Spaces , und Restaurant komplett aufgeht. Im 25hours Langstraße gibt es zudem noch eine Space für einen artist in residence, ein Konzept kuratiert und entwickelt von Esther Eppstein, als Betreiberin des message salon seit 20 Jahren in Zürich in Kunsträumen und in Kunstprojekten aktiv. Ein artists in residence Programm findet man als Bestandteil von Hotelkonzepten noch viel zu selten. Der jeweilige artist in residence wird einen Monat vom Haus eingeladen, und wird am Schluss seines Aufenthaltes ein Werk im Haus hinterlassen, wobei Esther Eppstein, wie sie mir versichert, Wert darauf legt, sowohl  unterschiedliche künstlerische Disziplinen, als auch unterschiedliche Ethnien und Nationalitäten einzuladen.
 
Weiteres zu Esther Eppstein: www.messagesalon.ch
 
Dem Charme der 25hours hotels bin ich schon in Berlin verfallen, und nun hier in Zürich in der Langstrasse fühle ich mich auch wohl. Gerade erst im Mai 2017 eröffnet, erlebe ich wieder den Spirit als sehr angenehm, denn die Mitarbeiter sind ausgesprochen sympathisch, offen und hilfsbereit. Auch hier habe ich das Gefühl, dem Haus wohnt ein verbindender Spirit inne, und man investiert viel in Teambuilding. Das ganze Haus wirkt von der Außenfassade betrachtet sehr puristisch und klar. Im Inneren aber finden sich Erlebniswelten, Stilmixe und diverse Chillecken. Hier in Zürich ist natürlich auch der renommierte und wunderbare Verlag Kein und Aber vertreten mit einem kleinen integrierten Buchstore. https://keinundaber.ch
 
Überhaupt liebe ich die kleinen kreativen Akzente. Im Zimmer zum Beispiel steht noch eine alte Polaroid Kamera, mit der man, -das Inlay an der Rezeption erhaltend-, einen Tag die Kamera mitnehmen kann, und einfach noch mal mit diesem alten Verfahren Bilder herstellen kann. Nostalgie pur! Vermutlich ist man bewusster unterwegs bei diesem im Vergleich aufwendigen und teuren Verfahren. So weht durch das Haus ein Retrowind, sanft, unaufdringlich, da ja eingebettet in den hippen zeitgemäßen urban chic. Manchmal ist das Auge ob der vielen Anklänge und Anspielungen sogar überfordert, oder man muss mehrmals hinschauen, um die Details wahrzunehmen. Die Musikauswahl, die den Gast im NENI empfängt ist gekonnt, aber am Abend für meinen Geschmack etwas zu präsent. Eine Verabredung zum Gespräch kann dann leicht anstrengend werden, hier wäre es schön, diese etwas dezenter zu integrieren.





Die Europaallee/ Das Kulturhaus Opening im September 2017







Im September 2017 eröffnet bereits das Kulturzentrum Europaallee, initiiert vom schweizer Filmemacher Samir und dem Sphères Chef Bruno Deckert.

Noch surren die Baukräne in dem Areal durch die Luft, gleichwohl schon hippe Stores sich angesiedelt haben. So ist die Atmosphäre auf der Europaallee selbst noch geprägt vom diesem in between Gefühl zwischen Baustaub und noch nicht richtig gemütlich. Aber überall sind  schon die Symbole einer zukunftsfähigen Stadtkultur dieses kommenden Trendviertels  sichtbar, wie das urban gardening in runden Anlagen, sowie runde Chillecken aus Holz und Beton. Egal, wie der einzelne Besucher die Atmosphäre nahe des Bahnhofes aktuell noch empfindet, das Gesicht der urban transformation, des urbanen Wandels ist schon mehr als erahnbar.

 

25hours Wien ©by UML 2017


Welch provokante reizvolle Ankündigung empfängt den Gast im Wiener 25hours: we are all mad here kann der Gast in orangen Lettern über dem Eingang lesen.
 
Wie bereits in Berlin und Zürich empfunden, ist auch die Location des 25hours in Wien wieder sehr trendy gewählt. Hier in Wien, in der unmittelbaren Nähe zum Museumsquartier rankt sich sogar noch eine öffentliche Grünfläche mit Kinderspielplatz an das 25hours Haus an. 
 
Man hat als Motiv hier das Thema Spektakel umgesetzt, mit farbenfrohen Wandmotiven aus der Zirkuswelt einer vergangenen Epoche. Hier in der Nähe des Praters gab es das ja alles, berichtet mir der Zirkusdirektor Christian Kölling , der sich mit dieser Bezeichnung auf seiner Visitenkarte ganz themenkonform vorstellt als Leiter des Hauses.
Im 25hours empfinde ich im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Hotels die Mitarbeiter einfach authentischer, gleichwohl ebenso professionell und freundlich, aber ungezwungen. In allen 25hours Häusern ist der Staff relativ jung, auch empfinde ich es als angenehm, den Angestellten nicht in der herkömmlichen Arbeitskluft zu begegnen. Man  hat eigentlich das Gefühl, das würden die Mitarbeiter auch privat tragen.
 
Christian Kölling in seiner bunten Flowerhose und in Gefolgschaft von Igor seiner imposanten Bulldogge, erscheint mir authentisch , so wie er vor mir sitzt, denn das ist er, ungezwungen, und natürlich dem Hausmotto angepasst, -bunt-, dabei aber ganz Profi.
 
Das 25hours kommt mir ein  bisserl vor wie eine  bunte Bienenwabe, denn es ist immer was los im Haus und immer Bewegung. Oben auf dem Dachboden befindet sich die Bar und jeden Abend bei live Musik von wechselnden DJs zu wechselnden Mottos chillt hier die Party Community.  Der Blick über Wien von der Dachterrasse aus ist einfach imposant, man fühlt sich mittendrin im Wiener Herz. Im ganzen Haus finden sich kreative Akzente im Retrochic.
 
Ich treffe Christian Kölling spontan zum Interview bei hausgemachter Limonade.
 
UML: Lieber Christian,  schön , dass wir uns spontan zum Interview treffen können. Was sind denn die zwingenden Vorrausetzungen für einen guten Zirkusdirektor?
CK: Zwingend?
UML: Ja…
CK: Man muss bunt gekleidet sein, verrückte Ideen haben, die Menschen willkommen heißen, und die Menschen, die als Gäste kommen auch irgendwo mit einem Feuer infizieren, sodass sie sich geborgen und  aufgenommen fühlen, und mit  Neugier erweckt fühlen, etwas zu erleben, da wo sie gerade hingehen. Das ist meine spontane schnelle Antwort. 
 
UML: Ihr gebt ja schon am Eingang das großartige Versprechen, we are all mad here..
Was muss denn der Gast, der nun als anderer mad man oder mad woman dazukommen möchte, mitbringen?
 
CK: Der Gast muss nichts mitbringen, der muss das einfach nur erleben und genießen können, und versuchen die Geschichte zu erkennen , die wir spielen, und die Geschichte auch aufzunehmen und mitzumachen. Im Idealfalle kann er diese auch während seines Aufenthalts oder nach seiner Abreise auf sozialen Medien transportieren oder an Familie und Freunde weiter erzählen. Natürlich sind wir, die wir hier arbeiten, nicht verrückt und durchgeknallt, aber wir machen das Leben in der Hotellerie auf eine andere Art und Weise verrückt, als wie man es von einem klassischen Hotel kennt.. 
 
UML: Natürlich, es ist eine ironische Anspielung, mit der ihr transportiert: Hier ist irgendwas anders und man braucht ja auch 25 Stunden um das alles zu erleben….
 
CK: Genau… 
 
UML: Du bist morgen ein Jahr ( 30. JUNO 2017) hier, und kommst, wir ich das eben verstanden habe, ja eher aus der klassischen Hotellerie. Ich hoffe, das ist keine indiskrete Frage: Aber was hat dich denn dazu veranlasst, zu sagen, ich möchte nun mal anders unterwegs sein? So wie du zum Beispiel gekleidet bist, da gehe ich nicht zwingend davon aus, dass das dein Business Outfit ist, sondern auch dein persönlicher Ausdruck ist…  
 
CK: Nein gar nicht, so gehe ich auch auf die Straße, ( lacht) : Für die, die mich jetzt nicht sehen: Ich habe eine bunt bedruckte Dschungelflowerhose an, die auch nicht unbedingt was mit dem Thema Zirkus zu tun hat, aber doch mit dem Thema Andersartigkeit oder Verrücktheit. Das ist natürlich mitunter auch überspitzt von den Textilien, aber letzten Endes war es mir wichtig, weg von der klassischen Hotellerie, weg von diesem Korsett, in das man gepresst ist, zu gehen,  und wo man sich auch als Mitarbeiter oder als Chef, -das spielt keine Rolle in welcher Hierarchie man sich befindet-, wo man sich in einer Struktur wiederfindet, die einem vorgegeben wird. Das Persönliche wird da sehr weggedrängt, und so ist man in gewisser Weise eine Betriebsmarionette, verhält sich so und agiert auch so. Das wollen wir hier allen wegnehmen. Natürlich unseren Mitarbeitern ganz besonders, aber auch unseren Gästen: Die sollen und dürfen hier so sein, wie sie sind, und werden nicht gleich auch nach Äußerlichkeiten oder Verhaltensweisen beurteilt oder reglementiert. Das hat mir in meiner bisherigen doch eher klassischen Hotellaufbahn gefehlt, auch wenn ich gerne in dieser Hotelschiene gearbeitet habe, aber es war weniger Persönlichkeit vorhanden und doch mehr auf Distanz. 
 
UML: Genau, ihr versprecht ja deshalb auch: Almost home, fast zu Hause, da passt es ja, dass man hier so ungezwungen sein darf. 
Das hat dich also zum Wechsel bewogen—
 
CK: Unter anderem, natürlich war es auch eine Demotivation nach 17 Jahren im gleichen Unternehmen, und ja, das man sich noch mal in den Allerwertesten tritt, und sagt, das soll nicht Endstation sein, und man noch mal was neues wagt, was der totale Gegensatz zu dem ist, was man bisher gemacht hat. 
 
UML: Und wie fühlt sich das an? 
 
CK: Sehr gut, ich habe noch keinen Tag bereut!
 
UML: Schön, das ist wichtig, denn man wird ja irgendwann auch etwas geiziger mit seiner Lebenszeit!
CK: ( lacht) absolut… 
 
UML: Ich als u.a darstellende Künstlerin fühle mich in meinem Zimmer sehr wohl, mit den Zirkusspektakelmotiven. Welches Konzept , bzw. welche Vorgabe liegt diesem Hause hier beim Museumsquartier in Wien zugrunde? 
 
CK: Dieses Konzept  hier ist realisiert von Armin Fischer, von  der Agentur DREIMETA, und in Augsburg entwickelt worden. 
Die Idee die sich hier in den Motiven des Zirkus darstellt, ist eigentlich gar nicht der Zirkus, sondern das Thema dieses Hauses ist Spektakel, was sich aber eben in Bildern des Zirkus äußert. Angefangen vom kleinsten Motiv bis zum riesigen Farbprintmotiv als Tapete hinter dem Bettteil jedes Zimmers, haben wir verschiedene Bereiche, wo wir das mal mehr, mal weniger bespielen. Als Gast, oder auch als externer Gast, der zum Beispiel ins Restaurant kommt, kann man diese Themen und Motive schnell überall wiederfinden. Bei uns ist nicht weniger mehr, sondern mehr ist mehr. Wir sind auch sehr laut und bunt und darstellerisch, wir haben nicht mal irgendwo ein kleines Zirkusmotiv, sondern wir hauen, wie man so schön sagt, richtig auf die Kacke. Viele fragen, wieso habt ihr denn in Wien das Thema Zirkus,- weil sie das Thema hier nicht vermutet hätten. Das kommt durch die langjährige europäische Geschichte des Zirkus, ich glaube sogar, einer der ersten Zirkusse hat Wiener Wurzeln. Der Prater hatte damals um sich herum sehr viele Zirkusfamilien, und der Prater war ja immer ein Rummelplatz, und da stand Anfang des 18. Jahrhunderts der erste Zirkus hier in Wien, wo es noch Rentiere und Hirsche als künstlerischen Bestandteil des Zirkus gab, und so ist man in der Ideenfindung bei diesem Thema gelandet. 
 
*(Anmerkung:  Der Kunstreiter Christoph de Bach (1768-1834) ließ sich in Wien nieder, und errichtete im Prater 1808 einen fixen Zirkusbau südlich der Prater Hauptallee (heute Zirkuswiese). Der elegante Kuppelbau von Josef Friedrich Kornhäusel (1782-1860) erlaubte es bis zu 3000 BesucherInnen die Produktionen de Bachs zu bewundern. Der sogenannte "Circus Gymnasticus" bot diverseste Reitkunststücke: Turniere, KunstreiterInnen, aber auch dressierte Hirsche, SeiltänzerInnen, Schlangenmenschen und Clowns. Als besondere Attraktion galten Pferdepantomimen, die nach französischem Vorbild mythologische oder historische Ereignisse darstellten. De Bach vermietete das Gebäude an andere KunstreiterInnentruppen, wenn er mit seiner Gesellschaft durch Europa tourte. Zu Werbezwecken wurden um die Mittagszeit Paradeumritte im Prater gezeigt, eine Tradition, die sich bis in 1880er hielt.)

UML: Übrigens habt ihr ja in eurem Zirkus auch Tiere, und das Hausmaskottchen ist sogar der 25hours Elefant. Wie beruhigend, dass sie nur aus Stoff sind! (Made by www.gabiwagner.com)

Christian, was sind deine täglichen positiven Motivationen, die du in jeden Tag mitbringen möchtest?
 
CK: Das Abenteuer und die Lust zu Leben, sage ich ganz spontan, weil ich es für mich sehr mag, das Hotelgeschehen kein vordiktiertes Leben ist. Wenn ich morgens zur Arbeit gehe, weiß ich nicht , was mich erwartet. Ich weiß zwar, welche Termine und Besprechungen ich habe, aber ich weiß nicht, welcher Gast auf mich zukommt, ich weiß nicht , wie die Stimmung durch Gäste ist, und das ist einfach dieses tägliche neugierige Erleben von meinem Tag. Das betrifft natürlich nicht nur Gäste, sondern auch den Mitarbeiterstamm. Auch da kann es immer wieder zu Überraschungen kommen, auch mal zu traurigen Tagen, aber das gehört halt dazu.
 
UML: Was wären dann im Umkehrschluss die Herausforderungen, die dir auch jeden Tag begegnen können? 
 
CK: Herausforderungen gibt es jeden Tag, manche sind klein, manche sind groß, das kann damit anfangen, dass man zum Dienst kommt, und zwei Kollegen sind kurzfristig ausgefallen durch Krankheit. Für die erste halbe Stunde kann das einen Service schon mal schwierig machen, weil man sich erst mal einstellen muss. Man muss warten, bis vielleicht andere Kollegen kommen, die vielleicht einspringen, .. oder dann Kollegen aus dem Urlaub rufen, und in den Dienst holen. Das sind Herausforderungen,  die wir jeden Tag haben. Dann kann mal Technik ausfallen, oder das WLAN  kann mal ausfallen,- der ganze Gästekreis ist dann in heller Aufruhr-, weil die Verbindung zur Außenwelt abgebrochen ist, oder es gibt mal kein warmes Wasser, weil eine Betriebsstörung der Wien Energie vorliegt. Was auch immer, es sind viele Sachen, die nicht dramatisch sind, leider auch nicht vorhersehbar, die aber eine große Wirkung mit sich bringen und einen Ablauf einschränken. Dass soll natürlich jetzt nicht so klingen, als wenn jeden Tag etwas passiert, aber irgendwann passiert es mal. Es ist nicht immer das Hotel dafür verantwortlich, das spielt aber keine Rolle, denn dem Gast gegenüber sind wir verantwortlich. Dem ist egal, ob zwei Kollegen krank sind oder nicht. Der möchte und soll ja ordentlich bedient und bewirtet werden.
 
CK: Gibt es etwas, ein Ereignis, an das du dich in dem bisherigen Jahr sehr gerne zurück erinnerst, oder welches einfach etwas besonderes war?
 
CK: Hier passiert so viel, dass ich jetzt keine bestimmte Sache nennen kann, es sind oft Kleinigkeiten. Kürzlich stand zum Beispiel plötzlich ein ehemaliger Freund,  den ich 12 Jahre nicht gesehen hatte, und aus den Augen verloren hatte, vor mir und checkte als Gast in das Hotel ein. Er wusste aber nicht , dass ich hier arbeite, das war ein sehr überraschendes und schönes Wiedersehen, … Ja und man hat hier natürlich viele medienwirksame Menschen zu Gast, die bekannt sind, berühmt sind. Wir haben viele Künstlergruppen und Musikbands, das macht es hier schon sehr angenehm und abwechslungsreich. Man trifft hier in einem sehr freundschaftlichen Rahmen auch mit denen zusammen. 
 
UML: Habt ihr denn  hier, was sich auf das Thema Spektakel bezieht, auch eine  Indoor Reihe? Oder in Zürich gibt es ja beispielsweise auch das artists in residence Projekt.  
 
CK: Eventreihen haben wir hier sehr viele, die finden aber niemals hier unten im öffentlichen Bereich des Hotels statt, sondern die finden bei uns alle oben im Dachboden statt, unserer Hotelbar, die Dachboden heißt. Das ist auch gleichzeitg unsere Eventfläche , die wir mit unterschiedlichen Themen bespielen, auch an unterschiedlichen Tagen.
Wir haben eine große Rooftop Terrasse, aber ansonsten ist das eine große geschlossene Bar, die auch noch mal in eine große und eine kleine Bar unterteilt sind.
Mittwochs haben wir jeden Tag eine Eventreihe laufen, wir haben am Donnerstag unsere neue Eventreihe thirsty thursday, wo wir unterschiedliche Themen bespielen. Natürlich geht es da immer um das Thema Getränk. Wir promoten bei den Events unterschiedliche Getränke und arbeiten mit unterschiedlichen Partnern. Beispielsweise gibt es mal nur einen GIN Donnerstag, oder nur einen RUM Donnerstag. Es gab jetzt einen Event, da war ein Tätowierer da, und man konnte sich während des Barbetriebes tätowieren lassen. Wir hatten einen Barber da, der speziell den Männern die Haare oder den Bart rasiert hat. Das klingt alles ungewöhnlich, aber das ist hier das Leben, was wir auch ungewöhnlich machen. Wir machen Dinge, die man als Gast auch nicht erwartet. So verrückt es klingt, dieser Tätowierer war wirklich den ganzen Abend beschäftigt. Das hätten wir nicht vermutet, dass die Gäste in der Bar das Oberteil oder die Hose runterziehen, je nach dem, wo man tätowiert wird. Aber er war rund um die Uhr beschäftigt! Das ist ja auch das, worüber die Leute dann sprechen sollen, wenn sie hier weg gehen, dass sie es einfach cool finden. Wir haben ja einen separaten Aufzug, der auf den Dachboden fährt.  Wenn man dann hochfährt, bekommt man schon als erstes einmal von Hostessen einen kleinen welcome drink. Das war jetzt ein Beispiel für eine Eventreihe, aber wir haben natürlich derlei noch viel mehr.. 
 
UML: Ich habe mir ja nun schon drei 25hours Häuser angesehen, und ich hatte schon das Gefühl , das die Mitarbeiter so von einem gemeinsamem Geist getragen sind. Das muss man erst mal hinkriegen in der Auswahl der Leute. Ihr habt ausgesucht junge Leute, nett, unkompliziert, locker, zumindest kommt es so rüber…
 
CK: Es klingt jetzt vielleicht spießig: Ja, wir wollen für den Gast auch das Unmögliche möglich machen. Alles können wir nicht, will heißen, wir wollen dem Gast sagen, wenn du Hilfe brauchst, dann bekommst du die Hilfe. Wenn du Spaß haben willst, bekommst du den so oder so, denn wir wollen ja auch mit dir als Gast Spaß haben. Das macht ja auch unser Leben viel schöner. Wir duzen uns ja auch untereinander, und  auch unsere Gäste. Deswegen sind wir aber keine Saufkumpanen, und deswegen sind wir auch nicht best buddies, aber wir befinden uns mit dir auf einer Augenhöhe. Wir sind für dich da, genau so wie wir uns aber auch darüber freuen, -dass macht auch unseren Alltag schöner-, wenn du für uns da bist, und auch sagst, wenn dir was gefällt, genauso wie du auch sagst, wenn dir was nicht gefällt. Denn dann können wir das auch unmittelbar ändern. Wir wollen auch mit dir lachen, oder aus unserem näheren privaten Leben vielleicht die ein oder andere Geschichte an dich herantragen, um dir zu sagen, wir sind auch ganz normale Menschen. Es ist schwer, ein Team bewusst danach zusammen zu stellen. Wir achten in unseren Vorstellungsgesprächen auf Qualifikation, -ohne die geht es nicht. Aber letztendlich suchen wir auch Charakterköpfe. Das können auch Leute sein, die unsere Sprache nicht gut sprechen, aber einfach ein Typ sind, oder eine Typin. Uns ist ganz egal, womit du dein Geld vorher verdient hast, du sollst bei uns einen tollen Job mit uns machen. Und uns ist auch egal, ob du tätowiert bist bis zum Gesicht,- in der klassischen Hotelerie würdest du niemals einen Job bekommen-, oder ein Piercing hast, oder die Haarfarbe, oder Haarlänge, oder schwul/ lesbisch bist ,oder was sonst. Es spielt keine Rolle, das ist kein Ansatzpunkt. Auch wenn wir hören, dass das von Gästen kritisiert wird, -da sind wir dann etwas allergisch-, denn da lassen wir uns nicht kategorisieren. Es gibt immer mal jemanden, den etwas  stört…
 
UML: Ja, dann sind da aber ja eher die Gäste falsch, nicht ihr..
 
CK: Das sagen wir dann auch, zwar nicht ins Gesicht, aber wir sagen dann, okay, vielleicht sind wir dann nicht das richtige Hotel für dich, wenn dir unsere Stimmung, die wir verkaufen , und die wir auch ehrlich meinen , nicht gefällt.. Deshalb ist es für uns nicht leicht , oder nicht leichter, wie für jeden anderen auch, Mitarbeiter zu finden, weil Fachkräftemangel besteht überall, und  Gastronomie und Hotellerie haben es als Image in der Branche einfach schwer.
 
UML: Macht ihr regelmäßig Teamtrainings , oder Teamcoachings und Teambuilder Trainings? 
 
CK: Wir machen das in größerem Rahmen, als auch in kleinerem Rahmen. Wir haben vier sogenannte Essential Trainings, die wir unseren Mitarbeitern als Pflichtschulung beibringen: Wie wir so sind, und wie wir ticken, wie wir sprechen. Um sie einfach von Anfang an damit zu infizieren, dass sie auf dieser Ebene gemeinsam mit uns spielen. Wir haben Fachtrainings für dann schon ausgewählte Mitarbeiter. Das können wir nicht über die gesamte breite Masse machen, wir haben ja hier allein in Wien über 135 Mitarbeiter. Das ist auch einfach irgendwann ein Kostenfaktor. Wir haben überall Produkttrainings in den einzeln Bereichen, über Getränke, über Essen. Wir wollen den Horizont erweitern, und diese Kultur auch damit weiter transportieren. Wir machen Teambuildings, wir sind sehr miteinander verschworen. Bei uns ist es gerne gesehen, wenn Mitarbeiter, wenn sie frei , oder noch keinen Dienst haben, sich im Hotel aufhalten, weil das auch eine wahnsinnige Loyalität darstellt. Das würden sie nicht tun, wenn sie sich nicht wohlfühlen. Daher kann auch jeder mit seiner Familie hierher essen kommen, natürlich gegen Voranmeldung. Aber das lieben wir. Wir haben Teambuildings in den einzeln Abteilungen. Die Mitarbeiter können einmal im Monat für einen bestimmten Betrag machen, was sie wollen. Manche gehen zusammen ins Kino, manche sparen sich zwei drei Monate auf und machen eine Donauschifffahrt oder gehen zusammen in einen Escape Room, .. wir reglementieren da nichts..
 
UML: Ja, das spürt man..diesen gemeinsamen Geist..
 
CK : Ja, das ist auch wichtig, denn sonst wirkt es ja wieder gespielt..
 
UML: Was ist für dich ein perfekter Tag?
 
CK: Ein perfekter Tag ist für mich ein Tag, wo ich genieße, wo ich lache, wo ich Spaß habe an der Arbeit, was ich aber eigentlich jeden Tag habe. Auch wenn er nicht so richtig perfekt ist,… und wo ich mit einer schönen Erinnerung oder einem guten Gefühl auch abends das Haus verlasse. Aber ein perfekter Tag muss ja nicht während der Arbeit stattfinden, (lacht) kann ja auch im Privatleben stattfinden..
 
UML: Natürlich…
 
CK: Aber ich bin immer glücklich, wenn die Stimmung gut ist, wenn man sich austauscht, wenn man sich Feedback gibt, und wenn man daran arbeitet, weiter voranzukommen. Denn wir arbeiten alle für das gleiche Ziel, wir spielen das Leben hier auch so. Ja sicher bin ich der Hoteldirektor, aber ich bin auch ein Teammitglied, ich mag das , wenn man mich beiseite nimmt, oder mir auch mal einen Witz erzählt, und mich dazu  nimmt, wenn über irgendetwas gesprochen wird, und die Gespräche nicht verstummen, wenn ich vorbei komme. Also so läuft das hier nicht .. die Leute schätzen das Zusammensein mit mir, und ich mit Ihnen.  Ja, das ist für mich perfekt!
 
UML: Ich hatte dich ja vorher schon gesehen  in vierbeiniger Begleitung. Ich vermute mal, es handelt sich dabei um deinen eigenen Hund!
 
CK: (leicht stolzJa das ist meine englische Bulldogge Igor! Ich wollte schon immer einen Hund haben, und ich wusste schon immer, wenn ich mal einen habe, dann werde ich Ihn Igor nennen. 
 
UML: Wenn du dir nun selbst aussuchen dürftest, ein Tier zu sein, die berühmte Fee, die dir sagt: Du darfst jetzt mal… bling…. für ein paar Tage ein Tier sein..bling…..
 
CK: Oh,… ich glaube, da würde ich mich tatsächlich für meinen Hund entscheiden!
 
UML: (wir lachen)!
 
CK: ….Weil die Kombination, einfach gut ist, so wie wir sie leben,..
Für alle , die ihn jetzt nicht sehen,- und das tut ja keiner-: Der Hund ist eigentlich kein Hund, sondern das faulste Schwein der Welt! Er mag nicht laufen, er geht selbst ungerne zum Pipi machen raus, bei Regen schon mal gar nicht, und er liegt den ganzen Tag, weil er es natürlich auch gewohnt ist  und so leben muss mit mir. Er liegt schön brav irgendwo rum, und 23 von 24 Stunden vom Tag schläft er..
 
UML: Hmmmm, und du wärst also gerne so??? 
 
CK: Du hast ja gesagt, nur für drei, vier Tage! Für immer möchte ich es natürlich nicht, aber der wird von Allen begeistert aufgenommen, von Mitarbeiten und Gästen , jeder will Photos machen, ihn streicheln, er ist halt auch sehr speziell toll. Er bekommt jeden Tag nur Lächeln, der ist nie unfreundlich, nie aggressiv, und freut sich über jeden, der ihn wahrnimmt…
 
UML: Okay! (Grins) 
Eine letzte Frage: Welches sind denn deine privaten Lieblingsdestinationen ? 
 
CK: Ich bin ein ganz großer Istanbul Fan. Was da gerade passiert, finde ich ganz schlimm, und verurteile das auch, aber das mal weggedacht, ich mag diese Atmosphäre. Das ist wirklich Orient meets Okzident, da ist  so ein Feuer, dass mich da immer wieder begeistert, ich liebe diese Stadt..
Einmal im Jahr muss ich einen Relax Urlaub machen, da mache ich dann nichts anderes als an den Strand zu gehen, liegen ,schlafen, lesen, Leute beobachten, essen und trinken, und früh ins Bett gehen. So traurig das klingt, da mache ich auch kaum was mit Kultur. Da möchte ich einfach nur abschalten! Zwischen drei und fünf Mal im Jahr mache ich einen längeren  Städtetrip von Donnerstag bis Sonntag. Dann fahre ich auch immer woanders hin, und lerne Städte, deren Leben und Kultur, und Impulse kennen.
 
UML: Lieber Christian, herzlichen Dank für diese spontane Interview!





©Ute Maria Lerner 2017
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Das Buch „Ikigai“ ist im Februar 2016 in Spanien erschienen und entwickelte sich dort in Windeseile zum Publikumsliebling und Bestseller.
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Immer wieder schön, die Bücher aus der Edition Ebersbach:

Gäste und Feste bei Jane Austen                         Alexandra Lavizzari Fast eine Liebe                          
    


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Erschienen: 15.05.2017

 



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Quelle: Vebu Nachrichten! Vegetarisch- vegan reisen wird einfacher! Hurra!

48 Speisen der Deutschen Bahn sind vegetarisch oder vegan
Die Deutsche Bahn nimmt die starke Nachfrage nach fleischfreien Gerichten wahr und richtet ihr Angebot mehr und mehr danach aus. Vegane und vegetarische Gerichte sind klar gekennzeichnet und bilden einen festen Bestandteil der wechselnden Speisekarte. Aktuell sind auf der Bordgastronomiekarte 48 Speisen als vegetarisch oder vegan mit einem grünen Symbol ausgewiesen. 

Fleischfrei im Flugzeug speisen
Die Fluglinie Air India serviert seinen Economy-Passagieren auf Inlandsflügen seit Kurzem ausschließlich vegetarische Speisen. Vegetarisches und veganes Essen wird bei den meisten Fluggesellschaften ohne Aufpreis angeboten. Die Menüs müssen je nach Airline 24 bis 48 Stunden vor dem Abflug bestellt werden. "Eine wichtige Rolle spielt die Dauer des gebuchten Flugs, denn oft werden vollwertige, pflanzliche Menüs nur auf Langstreckenflügen serviert. Auch Billigfluggesellschaften reagieren auf die wachsende Nachfrage und haben oftmals vegetarische und teilweise vegane Gerichte auf der Speisekarte", erklärt Joy

Urlaub im Veggie-Hotel
Wer als Gast Wert auf ein vegetarisch-veganes Angebot legt, kann eines von mittlerweile über 500 Veggie-Hotels buchen. Das Onlineportal www.Veggie-Hotels.de ist das weltweit erste Hotelverzeichnis für vegetarische und vegane Hotels und Pensionen. Alleine in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich über 100 Gästehäuser ganz auf die pflanzliche Küche spezialisiert. Auf der Plattform www.Vegan-Welcome.com finden Urlauber ausschließlich vegane Unterkünfte. In veganen Hotels gibt es nicht nur vegane Speisen, sondern auch tierleidfreie Kosmetik- und Hygieneprodukte sowie pflanzliche Materialien wie Hanf, Leinen und Kork statt Daunenkissen oder Ledersesseln. 


Eine Liste mit den Bestellkonditionen der größten Fluggesellschaften und weiteren Informationen finden Sie unter: 
https://vebu.de/leben-lifestyle/reisen-urlaub/veganes-essen-im-flugzeug-bahn/

 

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