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Und er geht in die erste Runde: Der Newsletter des Projektbüros Angewandte Sozialforschung. Wir berichten von nun an über unsere Projekte, Veranstaltungen und Möglichkeiten zu Mitarbeit und Kooperation – nicht einmal die Woche oder einmal im Monat, sondern immer dann, wenn sich bei uns wieder so viele spannende Projekte angesammelt haben, dass wir sie mit der Welt teilen wollen. Wer nicht in Genuss dieser Informationen kommen möchte, kann den Newsletter ganz einfach wieder abbestellen.

Allen anderen wünschen wir viel Spaß bei der Lektüre!
 

Präsentation der Hamburger Integrationsstudie

Wie nehmen die Hamburgerinnen und Hamburger das Zusammenleben in ihrer Stadt wahr? Wie wird der Kontakt zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund eingeschätzt? Diese und andere Fragen hat ein Forschungsteam des Projektbüros Angewandte Sozialforschung im Auftrag der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) in der viel diskutierten Integra- tionsstudie untersucht. Das Projektbüro lädt nun herzlich zur Präsentation dieser Studie ein. Gemeinsam mit einer Vertreterin der BASFI wird das Forschungsteam die Ergebnisse vorstellen und deren politische Konsequenzen diskutieren. Kommen Sie vorbei und diskutieren Sie mit!

Wann?    Do, 9. April 2015 | 18 bis 20 Uhr c.t.

Wo?       Edmund-Siemers-Allee 1, Hörsaal K

Moderation:
Prof. Dr. Kai-Uwe Schnapp, Projektleitung Integrationsstudie, Vorstand Projektbüro

ReferentInnen:
Dipl. Pol., Dipl. Psych. Kathrin Behrendt, Forschungsteam Integrationsstudie
Adrian Schaefer-Rolffs M.A., Forschungsteam Integrationsstudie
Nicole Möhle, Behörde für Arbeit, Soziales, Familien und Integration (BASFI)

Für besonders Interessierte gibt es hier einen ausführlichen Pressespiegel zur Studie: http://tinyurl.com/lz3uv69

Erster Politik-Workshop mit den Joblingen:
Von Verdrossenheit nichts zu spüren

Am 3. März hat eine Gruppe von vier Studierenden den ersten Workshop „Politische Allgemeinbildung“ in Zusammenarbeit mit der JOBLINGE-Initiative durchgeführt. Die Initiative stellt eine Maßnahme für Jugendliche dar, die Schwierigkeiten haben, einen Einstieg in die Berufswelt zu finden. Ziel des ersten Workshops war es, politische Prozesse erleb- und nachvollziehbar zu machen. Die Teilnehmenden hatten dazu zunächst die Gelegenheit, in 4er-Gruppen eine eigene Partei zu gründen und ein Parteiprogramm aufzustellen. Im Anschluss daran traten die vier gegründeten Parteien in Koalitionsverhandlungen miteinander. Die Jugendlichen haben im Workshop am eigenen Leibe erfahren, wie mühselig politische Prozesse sein können, und welche Möglichkeiten sich einem gleichzeitig auftun, wenn man seine Meinung artikuliert und sie gemeinsam mit anderen vertritt.

Nach drei Stunden engagierter und intensiver Diskussionen innerhalb der „Parteien“ und im Plenum warteten die meisten Jugendlichen mit einem positiven Feedback zum Workshop auf. So sagte ein Jugendlicher, er habe sich „bis jetzt immer als politisch desinteressiert eingeschätzt“, er hätte aber durch den Workshop gemerkt, dass er „zu ganz Vielem eine Meinung habe.“ Ein anderer Jugendlicher ging mit dem Gefühl aus der Veranstaltung, dass man „selber etwas erreichen kann mit seiner Meinung“. Schließlich gab eine Person zu bedenken, dass sie sich erhofft hätte, mehr über das politische System und zentrale politische Akteure in Deutschland zu erfahren. Mit diesem Feedback machen sich die vier Studierenden nun an die Vorbereitung zum Folge-Workshop am 24. März.

(Foto: Microsoft Politik)

Viel zu tun für junge Forscher

Jedes Sommersemester durchlaufen die neuen Politik- und Soziologiestudierenden der Uni Hamburg die praktische Methodenausbildung. In kleinen Gruppen stellen sie ein eigenes Forschungsprojekt auf die Beine: Sie suchen sich ein Thema, konzipieren Fragebögen oder Interviewleitfäden und machen dann den Schritt raus aus der Uni und rein in die Welt. Wie auch schon in den vergangenen Jahren bietet das Projektbüro Angewandte Sozialforschung den Studierenden die Möglichkeit, direkt einen Blick in „echte“ Auftragsforschung zu werfen. Anstatt von null an ein eigenes Projekt zu entwickeln, haben die Studierenden die Möglichkeit, mit sozialen und kulturellen Einrichtungen aus Hamburg ins Gespräch zu kommen. Diese haben vorab eine Frage formuliert, auf die sie in ihrem Arbeitsalltag keine Antwort finden können. Beispielsweise möchte der Hamburger Sportbund herausfinden, ob seine als barrierefrei eingestuften Turnhallen von Menschen mit Behinderung tatsächlich als barrierefrei wahrgenommen werden. Die Aufgabe der Studierenden wird es sein, zu diesen Fragen ein Forschungskonzept zu entwickeln, die Forschung durchzuführen und die Ergebnisse am Ende zu verschriftlichen. Durch den Kontakt mit realen Kooperationspartnern haben die Studierenden die Möglichkeit, Erfahrungen zu machen, die im inneruniversitären Rahmen so nicht möglich wären. Gleichzeitig tragen die Studierenden so wesentlich zur Öffnung der Universität bei und können sozialen und kulturellen Einrichtungen unter die Arme greifen.

Folgende Kooperationsprojekte sind geplant:

- Untersuchung des Freizeitverhaltens von Jugendlichen aus der Jugendkirche Hamburg Ost
- Bedarfsanalyse im Stadtteil Eppendorf: Stadtteilentwicklung vor dem Hintergrund des
  demografischen Wandels
- Bedarfsanalyse des Frauenzentrums FLAKS in Hamburg-Altona
- Bedarfsanalyse für das Bildungsangebot „Bildung für alle! e.V.“
- Bewertung barrierefreier Hamburger Sporthallen aus Sicht von Betroffenen mit dem Hamburger  
  Sportbund
 

Evaluation des EKD-Fernstudiums

Am 4. März hatten die ehemaligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Fernstudiengang feministische Theologie die letzte Möglichkeit, an der Online-Umfrage des Projektbüros Angewandte Sozialforschung teilzunehmen. Nun ist die Erhebungsphase abgeschlossen. Die Befragten kommen aus ganz Deutschland und der Schweiz. Ingmar Schäfer und Stine Ziegler, die innerhalb des Forschungsteams für die Online-Umfrage zuständig sind, bereiten derzeit die Daten auf und beginnen anschließend mit der Analyse der erhobenen Daten.
Die Phase der qualitativen Erhebung im Rahmen der Evaluation ist in vollem Gange. Zwei von drei Fokusgruppendiskussionen mit Teilnehmenden am Fernstudiengang konnten bereits abgeschlossen werden, die dritte ist terminiert. Die Koordination dieser Diskussionen gestaltete sich sehr aufwendig: Teilnehmende, die verstreut wohnen und die zum Teil einzig über das Fernstudium, das sie in der Vergangenheit miteinander absolviert haben, miteinander verbunden sind, mussten an einem für sie gut erreichbaren Ort zusammengebracht werden. Dank des Engagements seitens der EKD, des Forschungsteams und des Teams des Projektbüros konnte diese Aufgabe aber erfolgreich gemeistert werden. Die telefonischen Experteninterviews mit den Akteuren, die den Fernstudiengang anbieten, sind geführt. Parallel zur Vorbereitung auf die letzte Fokusgruppendiskussion beginnen Conny Enß und Marlene Hartmann, die Zuständigen für dieses Modul, nun mit der Aufbereitung und Auswertung dieser Daten.
 

Personalwechsel im Projekbtüro

Nach dreieinhalb erfolgreichen Jahren wird Kea Glaß das Projektbüro zum 01.04. verlassen, da sie ihr Masterstudium an der Universität Hamburg abgeschlossen hat. Tristan Heß, Bachelorstudent der Politikwissenschaft, wird das Projektbüro dafür ab dem 01.04. als studentische Hilfskraft unterstützen, nachdem er bereits für zwei Monate als Praktikant mit an Bord war. Zu seinen Aufgaben wird Öffentlichkeitsarbeit, Projektakquise und das Neugestalten der Homepage gehören.

Kontakt:
Allende-Platz 1 (Raum 257)

20146 Hamburg

Tel.: 040 / 428 38 - 72 59

Fax: 040 / 428 38 - 90 78

Mail: projektbuero@wiso.uni-hamburg.de

telefonische Erreichbarkeit Mo. bis Mi.