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Mit Freude präsentieren wir den zweiten Newsletter des Projektbüros Angewandte Sozialforschung. In dieser Ausgabe berichten wir aus den Methodengrundkursen im aktuellen Semester, stellen die Aktion "Schlaglichter" sowie die neuen Gesichter im Projektbüro vor und haben gleich noch zwei Ausschreibungen in petto: Für einen Politik-Workshop, den wir zusammen mit der Joblinge-Initiative anbieten und für spannende Forschungspraktika.

Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!
 
Kooperationsprojekte in Methodengrundkursen
Etwas Besonderes geht vor sich, das merkt man sofort, wenn man sich in den  Methodengrundkurs in Raum 104 im Pferdestall setzt. Aber was ist anders als in den vorherigen Kursen? Das Ziel des Seminares hat sich nicht verändert: Die Studierenden sollen lernen, das in Vorlesungen vermittelte methodische Wissen anzuwenden. “Empirische Sozialforschung soll in der Praxis erlebt werden.” Das klingt wie die Phrase in der Werbebroschüre einer Lehreinrichtung, die sich als möglichst interessant und zeitgemäß kennzeichnen will. Im Rahmen der Methodenausbildung in den Sozialwissenschaften haben sich die Lehrenden um Prof. Dr. Kai-Uwe Schnapp daran gemacht, diesen Anspruch Wirklichkeit werden zu lassen: In den insgesamt acht Kursen haben im Sommersemester 2015 wieder jeweils vier bis fünf Studierendengruppen je ein eigenes Forschungsprojekt entwickelt und umgesetzt. Das Besondere: Im Methodengrundkurs spielen Tipps und Erklärungen von Dozierenden, etwa dazu, wie man bei der Gestaltung eines wissenschaftlichen Fragebogens vorgeht, eine wichtige, aber nicht die zentrale Rolle. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die konkreten Fragen, Erfahrungen und Erlebnisse der Studierenden, die im Verlauf der Umsetzung des Forschungsprojektes aufkommen.

In dieser Form wird die Methodenausbildung im Fachbereich Sozialwissenschaften an der WiSo-Fakultät seit Jahren betrieben. Diesen Sommer gab es allerdings eine Premiere: In Zusammenarbeit mit dem Projektbüro Angewandte Sozialforschung ist es gelungen, in drei der acht Methodengrundkurse Forschungsanliegen zu bearbeiten‚ die “aus dem richtigen Leben” von nicht-wissenschaftlichen Akteuren aus der Hamburger Stadtgesellschaft an die Wissenschaft herangetragen wurden.Insgesamt sechs Kooperationsprojekte hat das Projektbüro an Land gezogen und ist somit für die besondere Stimmung in Raum 104 verantwortlich. Da wäre eine Zusammenarbeit mit dem Hamburger Sportbund, bei der die Barrierefreiheit in Sporthallen untersucht wird: Empfinden die Betroffenen die Hallen tatsächlich als barrierefrei? Wurden sie überhaupt einmal nach ihrer Meinung gefragt? Oder eine Kooperation mit der Jugendkirche in Hamburg Ost, die sich Erkenntnisse über die Freizeitaktivitäten von Jugendlichen erhofft. Außerdem haben zwei Studierenden-Gruppen mit dem Verein MARTINIerLEBEN e.V. zusammengearbeitet. Eine der Gruppen wollte herausfinden, ob die Wahrnehmung der Vereinsangebote dazu führt, dass Seniorinnen und Senioren sich weniger isoliert fühlen, die andere, inwiefern junge Familien dazu motiviert sind, an Mehrgenerationenangebot generell teilzunehmen. Weitere Kooperationspartner waren der Bildung für Alle e.V., das FLAKS – Frauenzentrum in Altona und das „Projekt Anna Siemsen“ in Hamburg-Neustadt.

Am Ende des Semesters trafen sich drei Methodengrundkurse, um  sich gegenseitig und den Kooperationspartnern die Ergebnisse zu präsentieren und die eigene Arbeit zu resumieren.
Vielleicht hat diese Zusammenarbeit für manch Einen den Anstoß zu einer Laufbahn in der empirischen Sozialforschung gegeben. In jedem Fall erlangen die Studierenden Gewissheit über die eigenen Vorlieben und Kompetenzen im Bereich der Forschung, der Kommunikation, bei der Projektplanung und am Austüfteln von Fragebögen, oder vielleicht einfach darüber, dass man in Zukunft sein Studium doch lieber in anderen Bereichen vertiefen möchte. Auch das ist eine nicht zu unterschätzende Erkenntnis.
 
Forschungspraktika
Wir bieten wieder die Möglichkeit, über das Projektbüro ein Forschungspraktikum zu absolvieren und an einer Auftragsforschung mitzuarbeiten. Wir führen kontinuierlich Gespräche mit potentiellen Gesprächspartnern. Aktuell arbeitet, um ein Beispiel zu nennen, eine Gruppe Studierender an einer Evaluation für die Cap San Diego Betriebsgesellschaft. Zusätzlich dazu haben sich einige Möglichkeiten für Forschungsprojekte mit externen Partnern angesammelt, die nur darauf warten, gestartet und bearbeitet zu werden! Bei Interesse bitten wir, uns einfach initativ anzusprechen oder zu -schreiben. Kommt gerne ins Projektbüro und wir besprechen die aktuellen Möglichkeiten und Projekte. Angesprochen ist jeder, der eine grundlegende Ausbildung in Methoden der empirischen Sozialforschung und einem Statistikprogramm vorweisen kann (z.B. ab Ende des zweiten Semesters Politikwissenschaft oder Soziologie) und Lust hat, das Feld der empirischen Sozialforschung in der Praxis näher kennenzulernen. Bei der Bewerbung bitte Nachweise für die Methodenausbildung und ein Motivationsschreiben beifügen. 

Das Forschungsprakikum ist eine gute Chance für Alle, die Methoden nur aus der Vorlesung und dem Grundkurs kennen und (noch) einmal an einer Forschungsfrage aus der Praxis arbeiten möchten, für geistig Wache, die ihr Pflichtpraktikum lieber nicht vorm Kopierer verbringen wollen und für Studierende, die verwirrt vor der Fülle an Berufsfeldern stehen, in denen sie landen könnten und damit beginnen wollen, diese und sich selbst auszuprobieren! Natürlich lässt das Projektbüro seine PraktikantInnen nicht alleine. Wir sind begleitend und unterstützend für euch da... Wir freuen uns auf Euch!
 
Schlaglichter
Bereits im letzten Jahr startete das Projektbüro Angewandte Sozialforschung das Projekt „Schlaglichter“. Bachelorstudierenden der Politikwissenschaft und Soziologie, die im Methodengrundkurs ihr erstes eigenes Forschungsprojekt durchgeführt haben ­– ob mit Partner oder ohne – geben wir die Möglichkeit, auf der Homepage des Projektbüros ein Exzerpt zu veröffentlichen. Dabei soll geübt werden, Forschungsergebnisse für Außenstehende verständlich und anregend zu präsentieren. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass das Exzerpt von auf unserer Homepage surfenden Kooperationspartnern, Studierenden oder Dozenten eingesehen werden kann und man damit eine erste Kostprobe des eigenen Schaffens im Studium veröffentlicht hat.
Dieses Jahr führen wir dieses Angebot fort und freuen uns auf neue Einblicke! Schauen Sie bei Interesse gerne ab Oktober auf unserer Homepage unter Projekte>Schlaglichter vorbei!
 

Ausschreibung Politik-Workshop: Joblinge-Initiative

Das Projektbüro Angewandte Sozialforschung führt in Kooperation mit der „JOBLINGE“- Initiative (www.joblinge.de) einen Workshop zum Thema Politische Allgemeinbildung durch. Wir suchen dafür Studierende, die ihre Begeisterung für Grundfragen der Politik an die TeilnehmerInnen des Joblinge-Programms (Junge Erwachsene ohne Berufsausbildung) weitergeben möchten.

Das Ziel des Projekts ist die Durchführung eines Workshops zum Thema Politische Allgemeinbildung, der von Studierenden selbstständig konzipiert, umgesetzt und reflektiert wird. Fragen wie etwa: Was ist Politik und wie kann ich mich politisch engagieren? Welche Rolle spielen Parteien in unserem politischen System? Wie ist die Bundesrepublik politisch organisiert? sollen mit den jungen Erwachsenen erarbeitet werden. Der Workshop soll zwischen Mitte November und Mitte Dezember 2015 als 3- bis 4-stündige Veranstaltung in der Joblinge-Einrichtung in Hammerbrook stattfinden. Der genaue Termin wird in Absprache mit den Studierenden festgelegt, die den Workshop moderieren werden. Die Studierenden erhalten im Rahmen eines Learning Contracts Credit Points für die Planung, Durchführung und Reflexion dieses Workshops. Die Credit Points können z.B. im ABK- oder freien Wahlbereich im B.A. / M.A. Politikwissenschaft angerechnet werden.

Wenn du Interesse an diesem Projekt hast, würden wir uns sehr freuen, wenn du dich mit einem kurzen Motivationsschreiben bis 15.09.2015 bei uns meldest: projektbuero@wiso.uni-hamburg.de.
 

Vergrößerung unseres Teams

Seit dem 01.06. wird das Projektbüro von Felicitas Marchlowitz, Bachelorstudentin der Soziologie, unterstützt. Sie arbeitet als studentische Hilfskraft in der Geschäftsstelle und konzentriert sich gemeinsam mit Tina Wiesner auf Aufgaben der Koordination und Verwaltung. Außerdem zum Team hinzugekommen ist Christian Mangold, Bachelorstudent der Politikwissenschaft. Er arbeitet ebenfalls als studentische Hilfskraft in der Geschäftsstelle und widmet sich gemeinsam mit Tristan Heß der Öffentlichkeitsarbeit und Neugestaltung der Homepage. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Kontakt:
Allende-Platz 1 (Raum 257)

20146 Hamburg

Tel.: 040 / 428 38 - 72 59

Fax: 040 / 428 38 - 90 78

Mail: projektbuero@wiso.uni-hamburg.de

telefonische Erreichbarkeit Mo. bis Do.