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Ich nehm' Dich mit auf meinen veganen Jakobsweg.
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Zehn Wochen sind vorbei. Zehn Wochen voller Freude, Glück, neuer Erfahrungen aber auch Anstrengung, Wehwehchen und Einsamkeit. Die Zeit ist so intensiv, dass es sich so anfühlt, als wäre ich bereits ein Jahr lang unterwegs. Ich realisiere, dass Santiago de Compostela langsam aber sicher in greifbare Nähe rückt. Nach zehn Wochen habe ich 2.445km hinter mir. Wenn ich in dem Tempo weiterpilgere, bleiben noch ca. drei Wochen. Mental eine schwere Phase, aber ich genieße jeden Tag und freue mich immer wieder aufs Neue darüber aufzubrechen, die Natur zu genießen, alte und neue Gesichter zu sehen und viele verschiedene Erfahrungen zu sammeln. Denn am Ende machen sie den Weg zu dem Besonderen, was er täglich ist.

 

 

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen und beim Schauen der Bilder! Noch mehr Bilder gibt's auf Instagram oder direkt über meine Website.
Tag 64: Dieser Freitag wird mir wohl immer in Erinnerung bleiben. Er begann sehr bescheiden mit kleinen Krabbeltieren im Bett, die sich jedoch zum Glück nicht in meinen Sachen festgebissen hatten und die ich deshalb danach nicht mehr sah - aber das wusste ich zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht. An diesem Tag stand jedoch noch etwas viel größeres auf dem Programm: das Verlassen von Frankreich Richtung Spanien. Ich hatte 46 Tage in Frankreich verbracht und auch wenn ich mich bemühe, meine Komfortzone immer wieder zu verlassen, fällt mir das immer noch nicht einfach. So auch an diesem Tag. Auf der anderen Seite stand jedoch die Freude darüber, es bereits so weit geschafft zu haben und nun den letzten großen Schritt in Angriff zu nehmen. Nach rund 36km und 59.000 Schritten war ich in Spanien angekommen und schnupperte zum ersten Mal echte Herbergsluft - diese war nämlich randvoll...
Tag 65: ...dementsprechend wenig schlief ich in der Nacht. Erst ließ mich die Aufregung auf das Kommende nicht einschlafen und als ich dann eingeschlafen war, wurde ich immer wieder von lautem Schnarchen geweckt. Deshalb startete ich noch im Dunkeln auf die 39km lange Strecke von Irun nach Orio, was sich jedoch als echter Glücksfall herausstellte. Die Aussicht von einem Berg hinter Irun auf die Stadt und das Meer mit dem gleichzeitigen Sonnenaufgang gaben ein Bild ab, wie der beste Künstler es nicht besser hätte malen können. Um diesen Anblick länger genießen zu können, gönnte ich mit erstmal ein zweites Frühstück. Auf dem weiteren Weg ging ich durch San Sebastian und konnte dort zum ersten Mal die Füße ins Meer strecken, was wirklich extrem gut tat. Nach 59.500 Schritten erreichte ich mein Ziel in Orio, wo ich noch sehr nette Gespräche mit anderen Pilgern hatte.
Tag 66: Mit zwei dieser Pilger startete ich in den nächsten Tag. Bobby und Roho aus den USA haben sich bei der Army kennengelernt und sind jetzt Mönch und Tätowierer mit eigenem Studio. Besonders die Story von Mönch Bobby war wirklich interessant. Da die beiden jedoch an diesem Tag nur rund 18km zurücklegen wollten, verabschiedete ich mich am späten Vormittag, um eine Herberge in Arnope zu erreichen. So kamen an diesem Tag 36km und 51.000 Schritte zusammen. Kurz vor der Herberge lernte ich noch Thomas und Johanna aus Rosenheim bzw. Hamburg kennen, die ihren 10-tägigen Urlaub auf dem Camino verbrachten und so hatte ich auch an diesem Abend nette Gespräche und konnte meinen Horizont mal wieder erweitern. Die beiden sind nämlich Berufsmusiker und da ich leider bisher musikalisch nicht wirklich aktiv war, waren die Erzählungen der beiden umso interessanter.
Tag 67: Am Montag war ich von Arnope nach Gernika unterwegs. Die 41.5km waren wenig spektakulär - vielleicht war ich auch von den vorherigen Tagen zu sehr verwöhnt worden. An diesem Tag galt es deshalb einmal mehr, das Programm abzuspulen. Auch das muss eben manchmal sein. Hinzu kamen Schmerzen in der rechten Achillessehne, die mir immer wieder schmerzhafte Schritte bereiteten. Ganze 63.500 davon musste ich machen, um das Ziel zu erreichen.
Tag 68: Bilbao war ein Segen für mein veganes Herz: in einem Café war ich sogar zweimal, weil die Kuchenauswahl so genial war. Und nach dem Einkauf im veganen Supermarkt gab es anschließend vegane Tapas. Wer weiß, wann ich mich das nächste Mal so austoben kann beim Essen. Außerdem bin ich in Bilbao zum ersten Mal seit Beginn meiner Reise mit einem öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs gewesen. Die Wege hier waren einfach zu weit. Dennoch kamen trotz der nur 33km langen Strecke mit dem Stadtbummel insgesamt stattliche 65.000 Schritte zusammen.
Tag 69: Wenn ich den Tag mit einem Wort beschreiben müsste, wäre es ganz klar "Regen". Ich mag Regen eigentlich sogar, aber wenn er durch die Regenhose in die Schuhe läuft und damit den Füßen Probleme bereitet, mag ich ihn nicht mehr ganz so sehr. Der Tag war auch kopftechnisch nicht ganz einfach, weil es sehr viel über Straßen ging und es somit weder Abwechslung noch großartig etwas zu sehen gab. Ich musste einmal mehr die Kilometer abspulen - 45 an der Zahl. Nach 61.500 Schritten kam ich schließlich in der Herberge in Islares an und hatte dabei die Wegmarke "Drei Viertel meines Jakobsweges" überschritten. 
Tag 70: Der Regen stoppte pünktlich zu meinem Jubiläum. Was ein Tag. Er begann mit dem Blick auf das Meer und endete mit dem Blick auf den Sonnenuntergang über dem Meer. Dazwischen hatte ich unter anderem einen Streckenabschnitt, der mich fünf Kilometer an feinstem Sandstrand vorbei führte. Mit den Füßen im Wasser lässt sich so ein Pilgertag doch gleich viel besser ertragen. Der Weg von Islares nach Santoña verging deshalb wie im Flug und brachte mich in 53.000 Schritten dem Ziel wieder einmal 30km näher. Dort hatte ich den Luxus in der Herberge ein Zimmer für mich allein zu haben. Ein gutes Ende für Woche 10.
Die Schritte werden von einem Activity-Tracker gezählt und sind deshalb nur Richtwerte.
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