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Ich nehm' Dich mit auf meinen veganen Jakobsweg.
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Hallo <<First Name>>,
willkommen zu meinem neunten Jakobsweg-Newsletter.
 

Die neunte Woche war meine letzte in Frankreich. Wenn ihr diesen Newsletter in eurer Mailbox habt, bin ich bereits in Spanien. Das letzte Drittel ist also schon angebrochen. Die Woche war geprägt von Regen, langen Distanzen aber auch von neuen Bekanntschaften und zwei "Pausentagen". Ich fühle mich mittlerweile wie ein alter Hase auf dem Weg und anscheinend sehe ich auch so aus. Auf jeden Fall war ich für ein paar Touristen in Saint Jean Pied de Port ein gutes Fotomotiv. Küstenweg ich komme!

 

 

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen und beim Schauen der Bilder! Noch mehr Bilder gibt's auf Instagram oder direkt über meine Website.
Tag 57: Nach dem Nebel am morgen kam die Sonne. Und der Mais. Auf dem Weg von Eauze nach Aire Sur L'Adour war ich zum ersten Mal zwischen Maisfeldern unterwegs und sah deshalb teilweise das Gemüse vor lauter Kolben nicht mehr. Die 46km spulte ich - nicht zuletzt dank des guten Wetters und der flachen Strecke - relativ einfach ab. Nach 67.000 Schritten war ich dennoch froh am Ziel zu sein und in der Pilgerherberge zum Abschluss des Tages mit allen Pilgern gemeinsam das Abendessen einzunehmen.
Tag 58: Schon morgens, als ich nach dem Frühstück Richtung Arzacq aufbrach regnete es. Doch der Regen konnte mir meinen großen Tag nicht verderben. 15km nach dem Start konnte ich nämlich das Überschreiten der 2.000km-Marke zelebrieren. Und da mein Freund JB vorgeschlagen hatte, dies im Handstand zu tun und er der einzige war, der überhaupt was vorgeschlagen hatte, blieb mir keine andere Wahl als seinem Wunsch nachzukommen. Am frühen Nachmittag war ich dann nach 33 absolvierten Kilometern und 51.500 Schritten in der Herberge und lernte Simone aus Deutschland und Simon aus Belgien kennen. Meine selbst gekochte Bolognese schmeckte den beiden super und nach dem Essen ließen wir den Abend gemeinsam mit guten Gesprächen ausklingen.
Tag 59: Sonntags ging es weiter nach Maslacq. Der Weg war wieder von Mais bestimmt. Und von Regen. Ich glaube, ich habe den Wettergott etwas zu viel gelobt - bring die Sonne zurück! Nach 57.000 Schritten und ohne auch nur eine Menschenseele zu sehen, war ich dann an meiner Herberge angekommen. Das Zimmer teilte ich mir an diesem Abend mit drei Damen mittleren Alters - leider fiel mir in der Nacht wieder "schmerzhaft" auf, dass nicht nur Männer schnarchen können...
Tag 60: Trotz wenig Schlaf vibrierte mein Armband wie gewohnt um 6:15 Uhr, um mich zu wecken. Nach dem Frühstück brach ich in den Regen auf, um an diesem Tag das 41km entfernte Aroue zu erreichen. Von unterwegs reservierte ich wie immer meine Unterkunft. Als der nette Herr der Gite Communal mir sagte, dass alle Plätze belegt sind, bekam ich beinahe schon etwas Panik, merkte jedoch später, dass das ein richtiger Glücksfall für mich war, da ich in der Unterkunft, die ich anschließend anfragte, am Ende des Tages für 15€ ein Einzelzimmer inkl. Frühstück erhielt. Genial. Zum Glück regnete es nicht den ganzen Tag und so erreichte ich die besagte Unterkunft nach 57.500 Schritten bei Sonnenschein und blauem Himmel.
Tag 61: Als ich am Dienstag morgen startete war ich noch sehr unschlüssig darüber, ob ich wirklich die 46km nach Saint Jean Pied de Port durchziehen oder ob ich die Strecke doch lieber auf zwei "Ruhetage" mit wenigen Kilometern verteilen sollte. Die Frage beantwortete sich ziemlich schnell als ich am Morgen beim Bestaunen der Pyrenäen auf Burkard und Elias traf - zwei deutsche Pilger, denen ich mich bis Saint Jean Pied de Port anschloss. In Begleitung vergeht die Zeit einfach schneller als allein und bei dem Tempo, das Burkard vorlegte, waren die 27km bis nach Larceveau bereits um 13 Uhr nach 39.500 Schritten absolviert. Abends zum Essen stießen außerdem noch die Schweizer Gabi, Kurt und seine Frau (mein Namensgedächtnis...) dazu und wir ließen den Tag bei einer Diskussion über Gott und die Welt ausklingen.
Tag 62: Saint Jean Pied de Port. Wie lange hatte ich darauf gewartet? Und wie sehr hatte ich mich darauf gefreut? Und dann diese "Enttäuschung". Es war mir alles zu viel in dieser Stadt. Zu viele Touristen, zu viele Pilger, zu viel Trubel, zu viel Lärm. Damit hätte ich rechnen müssen. Hatte ich aber nicht - aus mir immer noch unerklärlichen Gründen. Ich gewöhnte mich jedoch relativ schnell daran und beim letzten Abendessen mit Gabi, die mit Saint Jean Pied de Port ihr finales Ziel erreicht hatte, fand ich die Stadt schon angenehmer. Die lediglich 19km vor der Ankunft wurden uns zwar von Wind der Stärke vier bis acht nicht gerade vereinfacht, fühlten sich aber dennoch ziemlich locker an.
Tag 63: Am Donnerstag war sie wieder da, die Einsamkeit. Und dieser Tag war wirklich sehr einsam. Auf der 39km langen Strecke nach Espelette, meiner Zwischenstation vor Irun, dem Ort in dem der Camino del Norte startet, sah ich nicht einen einzigen Pilger. Die fahren wahrscheinlich alle mit dem Zug von Saint Jean Pied de Port nach Irun, so wie es mein Reiseführer auch vorgeschlagen hat. Für die 39km sah eine Internetseite 11,5 Stunden vor - ich war jedoch bereits nach acht Stunden am Ziel und lernte in meiner Herberge noch den Schweizer Patrick kennen, der seit dem 14. April unterwegs ist und schon in Rom und Gibraltar war. Jetzt geht er auch Richtung Küstenweg. Faszinierend, welche Menschen man hier kennen lernt!
Die Schritte werden von einem Activity-Tracker gezählt und sind deshalb nur Richtwerte.
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