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Die 8. Woche ist vorüber und damit ist nun deutlich mehr als die Hälfte absolviert. Kilometertechnisch nähere ich mich der 2.000er Marke ganz stark. Das ist immer noch unglaublich für mich. Die kleine Tochter der Freunde, die mich vor zwei Wochen besucht haben, hat mich gefragt: "Dominik, wieso gehst du denn zu Fuß? Mit dem Auto geht das doch viel schneller." Sie hat recht. Aber zu erklären, dass auf dem Weg besondere Dinge mit mir und um mich herum passieren, ist mit Worten nur sehr schwer zu beschreiben. Dabei ist es eigentlich genau so wie damals als Kind auf dem Spielplatz. Sorgenfrei. Mit viel Spaß. Und mit anderen Kindern, die gerade das gleiche machen und deshalb etwas mit einem gemeinsam haben. So frei wie hier habe ich mich seit den Tagen auf dem Spielplatz nicht mehr gefühlt...

 

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Tag 50: Jubiläum. So fühlt man sich also mit 50. Fühlt sich gar nicht so schlecht an. Aber dennoch bricht die zweite Hälfte an. Und damit das Gefühl, dass die Zeit rückwärts läuft. Das Jubiläum wurde beim gemeinsamen Frühstück mit der "Splittergruppe" gefeiert, nachdem uns Ornella ja bereits verlassen hatte. Uns allen war bewusst, dass das der letzte gemeinsame Tag sein wird, was schon ein komisches Gefühl war. Nach einer regnerischen Nacht mussten die Rucksäcke als Wäscheleine herhalten, was sie vorbildlich taten. Auch das Wetter spielte mit und so kamen wir gemeinsam nach 24km in Figeac an. Durch das gemeinsame Abendessen und einen kurzen "Dorfbummel" kamen insgesamt 42.000 Schritte zusammen. Danach genossen wir zum letzten Mal gemeinsam eine Flasche Wein.
Tag 51: Den Abschied an diesem Morgen gestalteten wir kurz und schmerzlos. Zum Glück. Denn bei sowas bin ich, auch wenn wir "nur" vier Tage gemeinsam unterwegs waren, nah am Wasser gebaut. Der Abschied verlief also ohne Tränen und ich hatte mir für den Tag nichts vorgenommen, da ich die Auswahl zwischen zwei Wegalternativen hatte. Nachdem die Münze für mich entschieden hatte, ging ich auf dem Fernwanderweg GR65 weiter, auf dem ich fast durchgängig in Frankreich unterwegs war. Es tat mir wirklich gut, nach den entspannten Tagen wieder etwas sportlicher unterwegs zu sein und so standen am Ende über 46km und 61.000 Schritte auf der Uhr als ich in Limongne-sur-Quency in der Herberge ankam.
Tag 52: Der Sonntag startete sehr früh, da ich mir für diesen Tag wieder einen Ultra-Marathon vorgenommen hatte. Ich startete im Dunkeln und konnte deswegen einen wunderschönen Sonnenaufgang genießen. Bei tollem Wetter vergingen die 48km nach Lascabancs wie im Flug. Mit guter Musik ist einfach alles leichter - auch 72.000 Schritte.
Tag 53: Wenn man jeden Tag so lange auf den Beinen ist, sind Pausen extrem wichtig - seit ich mit der Gruppe unterwegs war, mache ich deswegen bewusster Pausen und gönne mir auch mal in aller Ruhe einen Kaffee. Vor allem, wenn ich "nur" 37km geplant habe, wie an diesem Tag. Der Weg nach Saint Martin führte durch karge Landschaften und tolle Wälder. Schöne Gegensätze also. Nach 59.000 Schritten war ich an diesem Tag am Ziel und konnte endlich mal wieder die Füße hochlegen.
Tag 54: Dieser Tag war noch entspannter und die Etappe von 32km bot mir die Möglichkeit, nach der Ankunft in Auvillar ausführlich zu kochen. Meine Gemüse-Kokos-Reis-Zusammenstellung kam sowohl geruchstechnisch als auch vom Aussehen her sehr gut an. Und es hat Spaß gemacht, mal wieder "normal" zu kochen. Danach entspannte ich noch im Garten der Gite (Herberge) und ging früh ins Bett - um 5:30 Uhr sollte am nächsten Tag der Wecker klingeln. Die nächste lange Etappe stand nach der Entspannung mit "nur" 54.000 Schritten an.
Tag 55: Die erste Nacht mit einem richtigen Schnarcher im Zimmer war laut und kurz. Gut, dass ich sowieso früh raus wollte. Da es in der Herberge kein Frühstück gab, kümmerte ich mich im ersten Dorf selbst darum. Anschließend ging es weiter Richtung La Romieu, das 51km von Auvillar entfernt ist. Das Wetter war toll und ich hatte unterwegs viel Spaß beim Bergab-Trailrunning, auch wenn die letzten 5km wirklich hart waren. Das Wetter war so gut, dass ich mir einen kleinen Sonnenbrand im Nacken zuzog - und dabei ist der echt schon einiges gewohnt. Nach 72.000 Schritten erreichte ich überglücklich das Ziel.
Tag 56: Am Donnerstag standen wieder 46km auf dem Programm. Ich startete bei Regen in La Romieu und irgendwie wollten die Beine an diesem Tag erstmal genau so wenig wach werden wie die Sonne. Deshalb fing dann auch der Kopf wieder an, Probleme zu machen. In diesem Moment habe ich mir gewünscht, dass einer meiner Wegbegleiter wieder da wären. Ich habe mich dann aber im Münchhausen-Stil mit Musik am eigenen Schopfe aus dem Sumpf gezogen. Und dann kam auch die Sonne wieder raus. Der Tag war hart aber nach knappen 67.000 Schritten hatte ich Eauze erreicht und konnte in der Gite noch ein bisschen mit den Franzosen sprechen - mit Händen und Füßen.
Die Schritte werden von einem Activity-Tracker gezählt und sind deshalb nur Richtwerte.
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