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Die sechste Woche begann mit Abschieden und endete mit einer sehr entspannenden Pause in Le Puy. 226km (also die Strecke einer Langdistanz im Triathlon) habe ich zurückgelegt, das macht 32,29km im Schnitt. Rechne ich die Pause raus, wird es ein bisschen mehr aber ganz ehrlich: das sind alles nur Zahlen, die nicht im Ansatz das beschreiben können, was der Weg ist. Der Weg ist viel Kopfarbeit, die ich weder messen noch wirklich beschreiben kann. Es ist wirklich toll, so viel kann ich sagen, und das versuche ich auch in dem, was ich schreibe, rüberzubringen.

 

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen und beim Schauen der Bilder! Noch mehr Bilder gibt's auf Instagram oder direkt über meine Website.
Tag 36: Für diesen Tag hatten Michael und ich einen entspannten Tag von Le Cergne nach Charlieu angepeilt: zum einen, weil wir am Tag zuvor schon 40km gegangen waren, zum anderen aber auch, weil ich noch Besuch aus der Heimat erhielt. Das tat wirklich gut - nur der Abschied nach drei schönen Stunden war nicht so einfach. Vor allem auch deshalb, weil ich mich danach auch von Michael trennen musste, da wir keine Unterkunft finden konnten, die noch zwei Betten frei hatte: und so hieß es Abschied nehmen, um die Reise allein fortzusetzen und nach 43.000 Schritten und 24km in Pouilly-sous-Charlieu anzukommen.
Tag 37: Die Samstags-Etappe hatte es in sich. 47km führten mich von Pouilly-sous-Charlieu nach St.-Jean-St.-Maurice-sur-Loire. Der erste Tag allein war anfangs etwas langweilig - die Einsamkeit hatte mich wieder. Das Wetter konnte einiges wettmachen und erlaubte mir immer wieder schöne Fernblicke. Außerdem habe ich mich an diesem Tag zu 50% von wilden Brombeeren ernährt. Sie waren aber auch einfach zu lecker und halfen super die 70.500 Schritte dieses Tages zu versüßen.
Tag 38: Der bisher einzige Regentag meines Jakobsweges begann mit einem guten Kaffee aus einer für mich seltsamen Kaffeemaschine. Danach gings durch den Regen bis nach Montverdun. Meine Regenkleidung ist wirklich perfekt und nach 37km und 56.500 Schritten war ich im Kloster, meiner ersten richtigen Herberge, angekommen. Nach dem Kochen verschwand ich ziemlich schnell im Land der Träume, da am nächsten Tag die härteste Etappe des bisherigen Weges auf mich wartete.
Tag 39: 48km mit 1.500hm klingen nicht nur heftig, sondern sind es auch. Dafür darf man dann auch mal 12 Stunden brauchen. Und Stöcke benutzen. Diese waren am Montag wirklich meine besten Freunde. Zumindest auf den letzten 19km mit knapp 1.000hm. Diese boten mir außerdem den höchsten Punkt der kompletten Route von Trier nach Le Puy und Dank des guten Wetters auch geniale Fernblicke. Nach 64.500 Schritten kam ich in der nächsten Herberge in La-Chappele-en-Lafaye an, die ich ganz für mich allein hatte.
Tag 40: Hätte mir vor dem Jakobsweg jemand gesagt, dass ich zwei Ultra-Marathons (alles über 41,195km) in zwei Tagen zurücklegen werde, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Ich hätte selbst keinen Cent darauf gesetzt, dass ich das durchhalte aber ich habs geschafft. Ein bisschen stolz hat mich das schon gemacht - der Tag war aber auch super und hat richtig Spaß gemacht. Das Wetter und die Umgebung taten ihr Übriges zu meiner sowieso schon guten Laune. Nach 49km und 65.500 kam ich in der Herberge in Le Cros an, wo ich in einem Camper schlafen durfte...
Tag 41: ...in dem es nachts eiskalt wurde. Hätte ich bloß mal die ganze Kleidung angelassen, die ich auf dem Bild vom Vortag noch trug. Es war abends schon ziemlich kalt, aber ich dachte, mein Schlafsack und meine zwei Decken seien genug. Denkste. Erst nachdem ich den Fleece-Pulli und eine Mütze angezogen hatte, konnte ich nach dem Aufwachen wieder einschlafen. Gut, dass am Mittwoch nur 19km auf dem Programm standen. Nach Le Puy ließ ich es einfach "rollen" und die letzten drei km teilte ich mit einer deutschen Pilgerin, die alle zwei Jahre ein Stück des Weges geht und deren Weg heute in Le Puy endete. Nach dem Einkaufen im Bio-Markt (grandiose Auswahl dort) und anschließendem Kochen gings ans Regenerieren. Dabei halfen ein Bad, mein Dehnprogramm und Fußballschauen. Vorbereiten auf den Pausentag also.
Tag 42: Der Donnerstag war ein Entspannungstag durch und durch. Ich habe erst ein bisschen Sightseeing gemacht, danach gekocht, ein ausführliches Dehnprogramm mit anschließendem Power-Nap gemacht, war baden und habe abends nochmal ausführlich gedehnt. Ich freue mich aber auch schon drauf, weiter zu gehen: ich glaube, jetzt beginnt eine spannende Zeit, da ab Le Puy viel mehr Pilger unterwegs sein werden. An diesem Tag kamen 15.500 Schritte zusammen.
Die Schritte werden von einem Activity-Tracker gezählt und sind deshalb nur Richtwerte.
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