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  Dezember 2020


 

23. November 2020 - 28 Jahre nach dem rechtsterroristischen Brandanschlag


Beim Gedenken in Mölln war es sehr beeindruckend, wie viele Angehörige gesprochen haben – auch aus Halle, Dessau und Hanau.
Emiş Gürbüz, die Mutter von Sedat und Vaska Zlateva, die Cousine von Kaloyan Velkov, haben vor dem Haus gesprochen und ihre Solidarität erklärt, in dem vor 28 Jahren drei Menschen ermordet wurden.
Ibrahim Arslan verlas Briefe von solidarischen Menschen, die den Familien seit 27 Jahren vorenthalten wurden und betonte, wie wichtig Orte des Zusammenkommens sind. Faruk Arslan wiederholte "Wir werden immer wieder da sein!" – und die Namen der Ermordeten aus Mölln und Hanau wurden von den ca. 60 Anwesenden gemeinsam laut gesagt.
Im Gedenken an Bahide Arslan, Yeliz Arslan und Ayşe Yılmaz.
 


Bildungsinitiative Ferhat Unvar



An Ferhats Geburtstag, dem 14. November, startete Serpil Temiz Unvar die Bildungsinitiative Ferhat Unvar mit den Worten:

 

“Ich möchte einen Raum öffnen für antirassistische Bildung und Empowerment, in Gedenken an meinen Sohn Ferhat. Wir müssen etwas verändern. Für die Zukunft so vieler anderer Kinder.”

 

„Am meisten beschäftigt mich die Situation in den Schulen“, sagt Serpil. „Ich denke viel darüber nach, wie oft wir uns über die Schule gestritten haben. Ferhat war ein hochbegabtes Kind, sehr intelligent und sehr lebendig. Manchmal war es nicht einfach mit ihm. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Lehrer ein „Ausländerkind“ oft nicht akzeptieren. Ferhat hat immer wieder diese Erfahrung gemacht. Und ich habe immer wieder zu ihm gesagt: Du musst mehr arbeiten als die anderen, weil Du nicht die gleichen Chancen hast wie die deutschen Kinder. Er hat sich sehr angestrengt. Aber wenn er gespürt hat, dass die Lehrer gegen ihn waren, dann hat er es nicht aushalten können. Es hat mein Verhältnis zu meinem Sohn sehr belastet. Ich hätte mir gewünscht, mit anderen Müttern darüber sprechen zu können. Deswegen möchte ich einen Raum öffnen für antirassistische Bildung und Empowerment, in Gedenken an meinen Sohn Ferhat. Wir müssen etwas verändern. Für die Zukunft so vieler anderer Kinder.


Die Bildungsinitiative Ferhat Unvar: Was wir tun

 

– Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, die rassistische Diskriminierung in der Schule erfahren und deren Mütter
– Beratung, Gruppenaustausch, Selbsthilfe 
– Durchführung von Seminaren und Workshops zur Stärkung von betroffenen Müttern und Kinder 
– Entwicklung von Sensibilisierungskonzepten für Lehrer:innen und Schulträger
– Schulbesuche und Austausch mit kritischen Lehrer:innen 
– Erstellung von Materialien für Mütter, Schüler:innen und Lehrer:innen

Die Bildungsinitiative Ferhat Unvar beginnt am 14. November – dem Geburtstag meines Sohnes Ferhat – mit ihrer offiziellen Arbeit. Das Logo mit dem Bild seines Bruders hat mein jüngster Sohn Mirza gezeichnet. Wir vernetzen uns mit bestehenden Initiativen und vor allem Betoffenen, um die Bedürfnisse besser zu kennen und Angebote, Formate und Methoden zu entwickeln. Wir brauchen langen Atem – und freuen uns über Unterstützung. 
Bitte kontaktieren Sie uns bei Fragen oder Ideen. Danke.“



https://www.bildungsinitiative-ferhatunvar.de

https://twitter.com/bi_ferhatunvar

https://www.instagram.com/bi_ferhatunvar/?hl=de
 

 

Bis zum 13. Dezember 2020 läuft noch eine Spendenaktion für die Bildungsinitiative Ferhat Unvar. 
Hierfür gerne unter diesem Link spenden:


https://mainfrankfurt.engagementportal.de/projects/88173
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V.i.S.d.P.: Seda Ardal, Krämerstraße 24, 63450 Hanau
Herausgeber: Initiative 19. Februar Hanau
Gestaltung: Initiative 19. Februar Hanau
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