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Newsletter film-tv-video.de, 03.02.2017

»Wiederholter Zustellversuch« – Handeln Sie rasch!

Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann gehören Sie vermutlich zu den Empfängern einer als Behördenbrief getarnten Werbeaktion von Vodafone. Im Januar 2017 hatte das Unternehmen im gesamten Bundesgebiet Briefe und Postkarten in Altpapier-Anmutung verschickt, mit einem offiziell wirkenden Stempel »Wiederholter Zustellversuch« und umständlich formulierten Textfeldern wie »Merkmale Vorgangsdaten«, sowie dem Hinweis: »Wichtige Information«.

Das wirkte — natürlich mit voller Absicht — wie von der Poststelle einer besonders sparsamen, rückständigen Behörde versendet.

Viele Empfänger empfanden aber den »wiederholten Zustellversuch« von Vodafone als ziemlich dreiste, irreführende Werbeaktion: Was das Unternehmen als Informationsschreiben über »wichtige Neuerungen der Telefon- und Internettechnologie« verstanden wissen wollte, kam als Versuch rüber, die Verunsicherung von Verbrauchern in Bezug auf den bevorstehenden Wechsel von DVB-T auf DVB-T2 auszunutzen, um Kabelverträge zu verkaufen.

Dass es immer wieder halbseidene Anbieter gibt, die versuchen, mit vermeintlichen Behördenschreiben andere abzuzocken, ist schlimm genug — aber gängig. Praktisch jeder Unternehmer kennt das, weil er mit hoher Wahrscheinlichkeit auch schon mal Post von irgendwelchen Firmenregistern und -verzeichnissen erhalten hat, die sich einen Behördenanstrich verleihen und damit nach Handelsregister oder Bundesanzeiger klingen wollen, in Wahrheit aber einfach nur Betrüger sind.

Dass sich nun ein großes Unternehmen wie Vodafone auf dieses Niveau begab, sorgte dann aber doch für einen mittelgroßen Shitstorm und rief auch Verbraucherschützer auf den Plan. Man kann an dieser missratenen Werbe-Aktion von Vodafone sicher einiges ablesen — auch dass im Telekommunikationsmarkt derzeit mit besonders harten Bandagen gekämpft wird.

Dabei kreist offenbar alles um die Frage, auf welchem Weg man Kunden erreichen kann, die bisher möglichst kostengünstig TV-Programme sehen wollten — und ihnen dann irgendein Abo zu verkaufen.

Die Grenzen zwischen den Distributionswegen verschwimmen zusehends, und jetzt wollen die klassischen Telco-Anbieter einen größeren Anteil dieses Kuchens haben. Dabei wird die Taktik angewendet, die auch bei Handy-Verträgen greift: Ein maximal undurchdringliches Dickicht aus immer neuen Tarifen und Leistungspaketen errichten, bis keiner mehr durchblickt. Die einzige Konstante dabei: wirklich günstiger wird es selten.
 
Sie werden sehen – auf welchem Weg auch immer.
 
Christine Gebhard, Gerd Voigt-Müller

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