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Newsletter film-tv-video.de, 16.11.2017

Das Ding mit den Updates
 
Aus der Computerindustrie kennen wir das Thema schon viele Jahre: Im Prinzip kann die jeweilige Software alles was wir wollen – allerdings immer erst in der nächsten, kommenden Version.

Mit der Digitalisierung und dem Einzug der IT-Technik in die Audio- und Videowelt ist dieser Zustand nun auch hier schon längst allgegenwärtig. Kaum stellt ein Hersteller einen neuen Codec vor, ist er — zumindest in der Theorie — schon in alle Postproduktions-Softwares dieser Welt implementiert. In Wahrheit können aber noch Jahre vergehen, bis das wirklich zutrifft.

Selbst im Kamerabereich ist es mittlerweile so. Ein Hersteller kündigt eine neue Kamera an, die praktisch alles kann, was momentan angesagt ist. Was aber genau »Alles« zu welchem Zeitpunkt bedeutet und wann genau das jeweilige Feature auch tatsächlich verfügbar wird, das kann sehr stark variieren. Dass wirklich mal alle Features zum Lieferstart schon verfügbar sind, ist heutzutage eigentlich eher die Ausnahme. Normaler ist heute fast, dass schon vor dem Lieferstart verlautet, dass zukünftige Firmware-Updates bestimmte Features nachliefern werden.

Der Kunde muss sich also die Fakten mühselig zusammensuchen und selbst darüber informieren, wann seine Kamera denn nun was können soll. Das ist in der Regel so umständlich, dass der Kunde eigentlich schon gar keine Lust mehr dazu hat, sich darüber beim Hersteller zu informieren, sondern lieber gleich bei einem Händler nachfragt. Von den Herstellern mit ihren immer weiter ausgedünnten Personaldecken sind solche »Spezialinformationen« kaum noch zu bekommen. Die »Kleinarbeit« müssen in erster Linie die Händler erledigen, solange es die noch gibt. Oder eben der Kunde selbst — durch Online-Recherche.

An die Stelle von Kundenpflege und Support im ursprünglichen Sinn ist ein ganz anderes Modell getreten: Markenbotschafter, Influencer und Social-Media-Experten, die zwar von den Herstellern bezahlt werden, aber keine Mitarbeiter sind und keine Verantwortung tragen, helfen bei der Produkteinführung und Vermarktung.

Sie bereiten den Boden, indem sie etwa schon Monate vor der tatsächlichen Verfügbarkeit einer Kamera eindrucksvolles Demomaterial damit drehen und ausgiebig davon berichten, wie effizient sie mit der Kamera arbeiten konnten. Wenn der Rest der Welt gerade erst neu erfährt, was kommen soll, legen sie schon ein 24seitiges Sonderheft voll kondensierter Begeisterung zum Download vor.

Like. Tolles Produkt. Darauf haben wir gewartet. Endlich. Love. Shut up and take my money!

Und was kann die Kamera nun nochmal ganz genau, wenn ich sie jetzt bestelle und hoffentlich in vier Monaten bekomme? Egal. Sie kann alles. Irgendwann.
 
Sie werden sehen.
 
Christine Gebhard, Gerd Voigt-Müller
 

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