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Newsletter film-tv-video.de, 14.06.2018

Heute hot. Und morgen?
 
Youtube galt lange Zeit als Inbegriff für erfolgreiches Marketing in einer jungen Zielgruppe. Die Erkenntnis, dass man tatsächlich mit Katzenvideos, Schminktipps, Challenges, Pranks und Life Hacks unfassbar viele Zuschauer erreichen kann und man somit ein Vehikel für Botschaften aller Art zur Verfügung hat, die man in einer jungen Zielgruppe verbreiten will, setzte sich rasch durch.
 
Das ist letztlich immer noch so, Youtube wächst immer weiter. Aber aus verschiedenen Gründen hat das Unternehmen aus dem Alphabet-Konzern an Strahlkraft verloren. Als Streaming-Plattformen nagen Amazon und Netflix an Youtube, in puncto jugendlichem Hype und selbstgemachten Stars gilt Instagram als heißeres Eisen.
 
Vielleicht spielt auch eine Rolle, dass Youtube einige Regeln geändert hat, die es unter anderem kleineren Kanälen schwerer machen, wahrgenommen zu werden, Geld zu verdienen und den vollen Funktionsumfang der Plattform nutzen zu können.
 
Ein anderer Aspekt: die erste Youtuber-Generation, mit einem Hauch von Revoluzzertum angetreten, ist mittlerweile erwachsen und etabliert. Das gefällt nicht allen: So mussten etwa vor kurzem die Video Days abgesagt werden.
 
Die Video Days waren eine Veranstaltung, bei der meist junge Besucher ihre Youtube-Stars treffen und im Idealfall ein Selfie mit ihren ergattern konnten. In der Hochphase strömten Tausende Jugendliche zu den Video Days. Das hat sich über die Zeit offenbar verändert, sodass der Veranstalter die Veranstaltung kurzerhand absagte und mit dürren Worten auf seiner Website kommentierte: »Eine Durchführung der Video Days wäre mit den aktuell unzureichenden Ticketverkäufen und einem reduzierten Engagement im Sponsoring-Bereich leider nicht möglich gewesen.«
 
So schnell geht das heute: Kaum ist der Zauber des Neuen weg, bröckelt es an allen Ecken und Enden.
 
Für einen Schwanengesang auf Youtube besteht natürlich in Wahrheit keinerlei Anlass, die Plattform läuft und brummt vor sich hin. Aber als richtig heiß gilt sie eben nicht mehr, sondern sie gehört — besonders in den jüngeren Generationen — einfach zum Grundrauschen, zu den etablierten, normalen Medien, die man halt so nutzt.
 
Was kommt als nächstes? Sollte man als Hersteller oder Inhalte-Anbieter alle Ressourcen auf sprachgesteuerte digitale Assistenten lenken? Oder auf Smartphone-Apps? Wenn alle Gedanken um solche Fragen kreisen, kann es passieren, dass man gar nicht mehr richtig wahrnimmt, was man hat, was es gibt und was sich bewährt.
 
Sie werden sehen.
 
Christine Gebhard, Gerd Voigt-Müller

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