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Newsletter film-tv-video.de, 27.04.2017

12G SDI vs. IP?

In den Hochzeiten der Magnetbandtechik lieferten sich die Hersteller große Schlachten um die Vormachtstellung am Markt: Welches Format würde sich jeweils durchsetzen und zum Defacto-Standard entwickeln? War diese Frage erst einmal geklärt, klingelte beim Gewinner die Kasse. Das — und nicht nur das — ist heute anders.

Diese Art der großen Formatschlachten gehört mittlerweile längst der Vergangenheit an. Aus der Außensicht kann man mitunter den Eindruck gewinnen, dass einige Hersteller stattdessen heutzutage mehr mit sich selbst beschäftigt sind, als mit der Konkurrenz.

Nach Abschluss der Digitalisierung und mit zunehmender IP-Vernetzung und Cloudifizierung der Medienbranche, haben sich zudem ganz plötzlich viele neue Baustellen aufgetan, die sehr viel Aufmerksamkeit erfordern, wenn man als Hersteller nicht abgehängt werden will. Manche, die früher die Maßstäbe setzten, hecheln nun hinterher und müssen darum kämpfen, weiter mitspielen zu dürfen.

Wenn man aber genauer hinschaut, dann werden in der Branche immer noch etliche Schlachten geschlagen. Beim Them HDR stehen sich verschiedene Lager unversöhnlich gegenüber. Und auch so elementare Dinge wie Schnittstellen sind kampfumtost.

Die einen halten den vollständigen Wechsel hin zur IP-Technik für richtig, sinnvoll und letztlich sogar unabdingbar, wenn man mit höheren Auflösungen, höheren Bildraten, erweiterten Farbräumen, höherer Dynamik und höherer Quantisierung (statt 8 Bit lieber 10, 16 oder noch mehr Bit) umgehen will.

Andere wiederum befürchten durch die IP-Technik einen technischen Overkill, einen unnötig hohen Level von Komplexität, besonders wenn es um kleinere Installationen oder mobile Produktionen geht. Außerdem geht es einigen auch mit der Standardisierung im IP-Bereich nicht schnell genug voran. Aus dieser Betrachtungsweise könnte es vielleicht doch ganz sinnvoll sein, zumindest in Teilbereichen weiter auf SDI zu setzen – wenn auch in der gepimpten 12G-SDI-Variante.

Und so sind in den vergangene Monaten Projekte aus beiden Welten Realität geworden, die also jeweils unterschiedliche Ansätze verfolgen. Derzeit scheinen beide Wege zu funktionieren und ihre Berechtigung zu haben.

Das spiegelt sich auch bei der NAB wider: Es gibt Hersteller, die sich ganz klar für IP positionieren und entsprechende Produktpaletten präsentieren. Und es gibt andere, die SDI noch längst nicht für tot erklären und durchaus noch Potenzial für weitere Produkte sehen.

Auch ein drittes Lager formiert sich: die Pragmatiker, die sagen, dass es längere Zeit beides geben wird und deshalb auch bei den Produkten diese Funktionalität integriert werden müsse: mit 12G-SDI- auf der einen und IP-Interfaces auf der anderen Seite. Zumindest die Option dazu müsse der Kunde haben. 

Sie werden sehen.
 
Christine Gebhard, Gerd Voigt-Müller

P.S.: Am heutigen Donnerstag endet die NAB und die Redaktion macht sich wieder auf den Weg nach Hause - mit vielen Neuheiten im Gepäck, die in der weiteren NAB-Berichterstattung erscheinen werden. 
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