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Newsletter film-tv-video.de, 13.09.2017

In or out?
 
Dieses Editorial handelt von einem Artikel, der nicht zustande kam und von einem noch sehr viel größeren Desaster, das im Hintergrund steht.
 
Kurz nach dem Brexit-Votum im vergangenen Jahr befragte film-tv-video.de etliche international tätige Firmen in unserer Branche, die ihren europäischen Hauptsitz in England haben, zu Ihrer Meinung zu diesem Thema und zu möglicherweise zu erwartenden Konsequenzen des Votums für ihr Unternehmen. Es war klar, dass zu diesem frühen Zeitpunkt die meisten noch nichts Konkretes zu möglichen Plänen und Szenarien sagen wollten oder konnten, die daraus resultieren könnten. Es ging uns eher um ein Stimmungsbild der Branche.
 
Von einem guten Dutzend angefragter Firmen erreichte film-tv-video.de gerade mal eine einzige ausführlichere Antwort. Sie kam von Ross, beleuchtete die Entscheidung von unterschiedlichen Seiten und bedauerte die möglichen Konsequenzen des Brexit.
 
Alle anderen antworteten entweder gar nicht oder wiegelten in sehr knappen E-Mails ab: Der Brexit betreffe das Business aktuell nicht, die beteiligten Länder würden schon Lösungen finden, die den Handel förderten. Generell werde man alles tun, um die Kunden zufriedenzustellen. Das war's: Bloß nichts Konkretes sagen.
 
So landete der geplante Beitrag sehr rasch auf unserem nicht gerade klein bemessenen Ideenfriedhof. Das meiste, was dort zur Endlagerung kommt, vergisst man im immer betriebsamen und mitunter sogar recht hektischen Redaktionsalltag ziemlich rasch wieder. Manche Themen haben aber eine Zombie-Qualität: Sie kommen immer wieder hoch, treiben einen um und verfolgen einen — aber so rechte Lust, sie nochmal anzufassen, hat man auch nicht mehr.

Beim Brexit besteht das eigentliche Problem aber natürlich weiterhin: Es lässt sich nicht einfach begraben — und es könnte riesig werden. Mehr als ein Jahr ist seit dem Votum schon vergangen — und auf politischer Ebene ist immer noch so gut wie alles unklar.
 
Unternehmen, die weltweite Märkte bedienen, müssen aber immer dringender agieren, um sich auf diverse Eventualitäten vorbereiten zu können. Einige britische Medienunternehmen tun das, indem sie Niederlassungen auf dem EU-Festland gründen. Viele in der Branche —vielleicht die Mehrheit — sehen den Brexit eher skeptisch. Manche in der Branche — diesseits und jenseits des Kanals — erhoffen sich hingegen vom Brexit positive Umverteilungseffekte, die ihnen höhere Marktanteile bringen, etwa weil der eine oder andere lästige Konkurrent durch mehr Bürokratie, etwa umständliche Zoll-Formalitäten, ausgebremst werden könnte.
 
Ob diese Rechnung aufgeht, ist fraglich. Einige Branchen-Veteranen werden sich noch an Zeiten erinnern, in denen etwa japanische Studiokameras von der EU mit Strafzöllen belegt wurden. Dazu war es gekommen, weil Thomson und Philips damals bei der EU eine Anti-Dumping-Klage eingereicht hatten. Am Ende, soviel ist aus heutiger Sicht sicher, gab es bei dieser Auseinandersetzung letztlich keinen echten Gewinner. Ob das beim Brexit — zumindest aus der Sicht unserer Branche — anders sein wird, daran kann man berechtigte Zweifel haben.
 
Sie werden sehen.
 
Christine Gebhard, Gerd Voigt-Müller

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