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Newsletter film-tv-video.de, 09.08.2018

Mensch und Maschine
 
Immer öfter begegnen wir im Alltag Geräten, die mit künstlicher Intelligenz ausgestattet und dadurch in der Lage sind, teilweise wie Menschen zu agieren. Besonders gut kann man das derzeit bei Gadgets beobachten, die Assistenzfunktionen übernehmen.
 
Sprach-Assistenten wie etwa Amazon Echo (Alexa), Apple Siri, Googles Cortana oder Amazon Alexa, versuchen, ihre Besitzer emotional anzusprechen. Wie gut oder schlecht das gelingt, kann man sehen, wenn Leute beispielsweise ihre Alexa ganz freundlich darum bitten, ihnen das aktuelle Ergebnis eines Fußballspiels mitzuteilen. Oder wenn sie Siri beschimpfen, weil die mal wieder nicht versteht, wo ihr Besitzer hin möchte.
 
Mit dieser Masche werden die Sprach-Assistenten fester Bestandteil des Haushalts – und als solche unersetzbare »Familien-Mitglieder«, die man nicht so leicht in die Wüste schickt, sondern maximal durch ein besseres, neueres Modell ersetzt. Ganz im Sinne der Hersteller.
 
Auch bei Robotern scheint dieses Prinzip zu funktioneren. Haben sie menschliche Züge, empfinden Menschen sie als angenehm. So ist das auch bei Sophia, einer Roboterpuppe, die über 60 Gesichtszüge beherrscht und mit KI programmiert ist. Sie trat schon in der Sendung des US-Talkmasters Jimmy Fallon auf und traf im Sommer bei einer Konferenz sogar auf Bundeskanzlerin Merkel, um ein paar Worte mit ihr zu wechseln.
 
Diese Vermenschlichung von Maschinen kann nach Auffassung mancher Skeptiker aber auch negative Folgen haben. Ein Forscherteam entwickelte hierzu einen Versuch, bei dem die Testprobanden mit dem humanoiden Roboter Nao einige Aufgaben lösen mussten, bevor sie dann aufgefordert wurden, den Roboter abzustellen. Doch just dann flehte Nao die Probanden an, ihn bitte nicht abzuschalten. Nahezu die Hälfte der Versuchsteilnehmer bekam Mitleid mit Nao: manche weigerten sich sogar, den Roboter abzustellen, anderen brauchten sehr lange dazu, bis sie Nao schlussendlich den Saft entzogen.
 
Die Forscher hatten diese Ergebnis erwartet, weil Menschen offenbar dazu neigen, Roboter mit menschlichen Zügen so zu behandeln, als wären sie tatsächlich Menschen. Sie folgerten, dass sich Menschen von Maschinen sehr leicht manipulieren lassen könnten. 

Umgekehrt funktioniert die Mitleidsnummer aber definitiv nicht: Drucker, Autos, Handys oder andere Geräte geben in der Regel genau dann den Geist auf, wenn’s am wenigsten passt. Und dann hilft auch kein Flehen – vermutlich auch dann nicht, wenn KI im Spiel ist.

 
Sie werden sehen.
 
Christine Gebhard, Gerd Voigt-Müller

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