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Newsletter film-tv-video.de, 03.05.2017

Social Media — gekommen um zu bleiben
 
Was man unter dem Oberbegriff Social Media versteht, war einem großen Teil der klassischen Medien lange Zeit suspekt, wurde — und wird teilweise immer noch — kritisch beäugt und als Modeerscheinung betrachtet.
 
Die kritische Beobachtung ist aus verschiedenen Aspekten heraus ganz sicher richtig und begründet, aber die grundlegende Skepsis hat sich bei den meisten mittlerweile doch gelegt oder zumindest relativiert: Man versucht, wenigstens mitzuschwimmen. Manche klassische Medien setzen sogar sehr stark auf die neuen, zusätzlichen Kanäle und sehen darin ein Mittel, die eigene Zukunft zu sichern.
 
Kein Wunder, dass sich das auch in den Werkzeugen und Arbeitsweisen der klassischen Medien niederschlägt. Schon länger ist es dabei ein Thema, Funktionen zu integrieren, die es vereinfachen, vorhandenen oder neu produzierten Content auf einfache Weise auch in den sozialen Medien zu verbreiten. Statt komplizierter manueller Aufbereitung und individueller Transcoding-Schritte läuft das zunehmend automatisiert auf Basis cleverer Algorithmen ab.
 
Zur NAB2017 nun war Social Media aber auch unter einem anderen Aspekt ein Thema: nicht mehr nur als Output oder simpler Feedback-Kanal, sondern als Quelle. Natürlich ist das nicht ganz neu und es werden etwa schon lange Tweets oder Facebook-Inhalte auch in der TV-Berichterstattung zitiert und verwendet. Nun aber hat das Ganze ein anderes technisches Niveau und eine tiefere Integrationsstufe erreicht.
 
So müssen zeitgemäße TV-Produktionslösungen, um ein konkretes Beispiel zu nennen, etwa auch in der Lage sein, Hochkant-Videos zu verarbeiten. Das klingt so banal, wie es im Grunde auch widersinnig ist, aber es ist in der Praxis nun mal oft so, dass die aktuellsten oder einzigen Bilder eines Ereignisses Hochkant-Handy-Videos sind.
 
Werden diese aber vom Produktionssystem automatisch in 16:9-Bilder umgewandelt — mit unscharfer Randergänzung, vor einem Verlauf oder einer Grafik — und nur so verarbeitet und weitergereicht, hat man spätestens dann ein Problem, wenn man am Ende selbst wieder die sozialen Kanäle damit füttern will: Man hat nur briefmarkengroße Zappelbildchen oder einen x-fach transkodierten und ausgeschnittenen Clip zur Verfügung.
 
Viel besser ist es natürlich, wenn der Clip im System in Originalqualität erhalten bleibt und jeweils bei Bedarf gewandelt und angepasst wird — auch wenn das Original ein Hochkant-Video ist. Diese Funktionalität muss aber erst mal integriert und gut bedienbar bereitgestellt werden — und das ist nun zunehmend der Fall. Die Broadcast-Systeme werden in dieser Beziehung offener und leistungsfähiger.
 
Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine neue Funktion im Redaktionssystem OpenMedia von Annova, das in Deutschland unter anderem in der ARD weit verbreitet ist. Hier gibt es nun Funktionalität, die helfen soll, »Fake News« zu identifizieren — oder zumindest erste Anhaltspunkte für eine Einordnung zu geben, ohne dass jeder Redakteur das wieder von Null an recherchieren müsste. Bei Meldungen aus dem Social-Media-Spektrum wird hierfür geprüft, aus wie vielen Quellen die Meldung ursprünglich kommt, es gibt Bewertungen der Quellen, der Redakteur kann sehen, ob die Quellen in der Regel neutral berichten oder eine klare politische Ausrichtung haben.
 
Auch das ein Indiz dafür, dass sich die Sichtweise etabliert, Social Media sei gekommen, um zu bleiben.
 
Sie werden sehen.
 
Christine Gebhard, Gerd Voigt-Müller

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