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Newsletter film-tv-video.de, 24.03.2017

Abschalten — und nie mehr einschalten?
 
Am 29. März 2017 wird die terrestrische TV-Ausstrahlung in vielen Regionen Deutschlands auf DVB-T2 umgestellt. Zuschauer in diesen Regionen, die via Antenne Fernsehprogramme empfangen wollen, brauchen ab dann neue Receiver, können dafür aber HD-Qualität in 1080p50 sehen. Wenn sie es denn wollen.

Und Letzteres ist die entscheidende Frage: Wie viele DVB-T-Nutzer werden beim Antennenempfang bleiben und entsprechend nachrüsten?

Zwar lockt die bessere Bildqualität, und in den Ballungsräumen wird es auch deutlich mehr Programme geben. Es ist allerdings so, dass man nicht nur ein neues Empfangsgerät benötigt, sondern dass man auch eine Jahresgebühr von 69 Euro für das Programmpaket von Freenet TV bezahlen muss, wenn man auch die HD-Programme der Privatsender sehen will.

Es bleibt also abzuwarten, wie viele der DVB-T-Zuschauer da mitgehen und ob nicht viele gleich ganz abwandern und künftig andere Wege nutzen, um Fernsehprogramme zu konsumieren.

Ein kurzer Blick auf die Zahlen: In Deutschland empfangen — laut offizieller Angaben des wissenschaftlichen Dienstes des deutschen Bundestages — mehr als die Hälfte aller Zuschauer ihr Programm via Satellit (52 %). Einen weiteren, großen Anteil von rund 37 % macht das Kabelfernsehen aus. Ungefähr 5 % der Fernsehhaushalte sind auf IPTV umgestiegen. DVB-T nutzten bisher rund 6 % der TV-Zuschauer.

Das terrestrische Fernsehen erfreut sich also eines eigentlich relativ geringen Zuspruchs. Wie viele dieser Endkunden werden nun in neue Technik für den Antennenempfang investieren? Und wie viele davon werden 69 Euro dafür zahlen, dass sie — überspitzt formuliert — die Werbung auf den Privatkanälen in HD sehen können?

Da ist die Frage ganz sicher berechtigt, ob diese Kunden nicht viel eher auf andere Empfangswege umsteigen werden — und daran kann wahrscheinlich auch die groß angelegte Werbekampagne für DVB-T2 nichts ändern.

So könnte es passieren, dass der Schritt zu DVB-T2 zwar technisch betrachtet ein Fortschritt für den terrestrischen TV-Empfang ist, dass das Ganze aber nahezu bedeutungslos verpufft — unter anderem auch deshalb, weil die Einführung von DVB-T2 im Grunde viel zu spät kommt: Welchem Endkunden erscheint der Schritt zu HD via Antenne noch verlockend, wenn er einerseits mit Mühen und Kosten verbunden ist und gleichzeitig im Netz und im Elektronikmarkt schon längst mit UHD und HDR geworben wird?
 
Sie werden sehen.
 
Christine Gebhard, Gerd Voigt-Müller

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