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Newsletter Nr. 4 der Standortförderung Baselland

Juni 2016

Positive Grundstimmung -  Es wird investiert
Thomas Kübler
Das Wort Brexit ist in aller Munde. Der Ausstieg von Grossbritannien aus der Europäischen Union hat mutmasslich Folgen für die Schweizer Wirtschaft und damit auch auf unsere Region. Jedoch ist vieles, was wir in den vergangenen Tagen gehört oder gelesen haben, Kaffeesatzlesen. Eines ist sicher: die politische Stabilität und Berechenbarkeit sind zentrale Faktoren für die Investitionstätigkeit der Unternehmen.

Die Feinchemikalienunternehmung CABB in Pratteln/Schweizerhalle investiert in den kommenden drei Jahren weitere 65 Millionen Franken. CABB ist ein weltweit operierendes Unternehmen der Feinchemie mit rund 1000 Mitarbeitern und sechs Werken in Europa und Asien. Gemeinsam mit führenden Unternehmen insbesondere der Agrochemie und Pharmazeutik entwickeln die Unternehmung individuelle Vor- und Zwischenprodukte.

Novartis hat in ein neues modernes Laborgebäude am Standort Schweizerhalle 23 Millionen Franken investiert. Kürzlich sind auf dem Kunimattareal in Pratteln (siehe Foto oben) die Bagger aufgefahren. Die JAQUET Technology Group erstellt in Pratteln ein Bürogebäude mit Produktionshalle. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 20 Millionen Franken. Die Gebro Pharma AG hat sich nach gründlicher Prüfung auch von alternativen Standorten bewusst für das Verbleiben in Liestal entschieden und investierte dort in den Neubau im Grienmattquartier rund fünf Millionen Franken und schliesslich tätigte Coop in Pratteln Investitionen in der Höhe von 380 Millionen Franken.

Im Rahmen einer Medienkonferenz haben Regierungsrat Thomas Weber und ich als Leiter Standortförderung vergangenen Woche Bilanz nach einem halben Jahr Standortförderung gezogen. Diese fällt positiv aus, wir können etwas bewegen. Die Grundstimmung ist positiv und wir spüren viel Goodwil. Das bestätigt uns darin, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Auch im Entwicklungsgebiet Salina Raurica geht es vorwärts. Der Einwohnerrat Pratteln hat Ende Mai 2016 der Anpassung des Zonenplanes zugestimmt und schafft damit die rechtlichen Voraussetzungen für eine zügige Umsetzung des Gesamtkonzepts.
 
Das sind einige der Themen im aktuellen Newsletter der Standortförderung Baselland. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre und einen wunderschönen Sommer.

Thomas Kübler, Delegierter des Regierungsrates

Regierungsrat Thomas Weber (Mitte) präsentiert den Medien die Bilanz der neuen Standortförderung in den ersten knapp sechs Monaten. Bild Rolf Wirz

Pratteln

Standortförderung zieht positive Bilanz

Die Standortförderung zieht eine positive Bilanz ihrer Tätigkeit seit dem Start im Januar 2016. Der Welcome Desk behandelte über 100 Anfragen aus der ganzen Welt zu sehr unterschiedlichen Themen. Insgesamt ist der Kanton Basel-Landschaft wirtschaftlich gut unterwegs.

Im ersten Halbjahr 2016 fanden 2 Unternehmensbesuche durch den Gesamtregierungsrat statt, 46 Unternehmensbesuche durch die Standortförderung Baselland zum Teil mit Regierungsbeteiligung, 115 Anfragen trafen beim Welcome Desk ein. Dabei handelte es sich um Flächen- und Immobilienanfragen, Anfragen betreffend Steuern, Firmengründungen und Bewilligungen. Thomas Kübler, Leiter der Standortförderung Baselland, betonte an einer Medienkonferenz am Mittwoch, 22. Juni 2016, im Areal der Feinchemieunternehmung CABB in Pratteln die Wichtigkeit der Unternehmenspflege, weil Unternehmen, die am Standort sind und sich entwickeln genauso wichtig seien, wie jene, die sich ansiedeln.

Prognose zeigt positives Bild
Regierungsrat Thomas Weber, Vorsteher der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion, sagte, die Wachstumsprognose von BAK Basel zeige ein positives Bild. Die Wirtschaft habe sich besser entwickelt als nach dem Entscheid der Nationalbank im Januar 2015 erwartet wurde. Zu den Stärken des Kantons Basel-Landschaft gehöre laut verschiedenen Untersuchungen die Erreichbarkeit, also eine gute Infrastruktur beim öffentlichen und Individualverkehr. Zu den Schwächen zählen die Ökonomen das Kostenumfeld, zum Beispiel die Gewinn- und Kapitalsteuerbelastung für juristische Personen. Weber’s Bilanz: „Baselland ist solid. Ziel sollte sein, weiter an den Stärken zu arbeiten und bei den Schwächen, wo möglich Massnahmen zu ergreifen.

Viele freie Flächen
Standortförderer Thomas Kübler, zeigte ferner auf, dass der Kanton Basel-Landschaft über ausreichend unbebaute, freie Flächen verfügt, die kurz- oder mittelfristig bebaut werden könnten. Insbesondere verfügt der Kanton Basel-Landschaft über freie Laborflächen, die zum Teil kurzfristig bezogen werden könnten. Es gehe darum, den Charakter der Areale und Immobilien zu Schärfen und einen aktiven Kontakt mit der Arealentwicklungs- Immobilienszene zu pflegen.

Webseite

Neue Homepage

Life Sciences Cluster Basel erhält ein Eingangs-Portal

Die neue Website «lifesciencesbasel.com» vermittelt Interessierten einen Überblick über den Life Sciences Cluster Basel, dessen regionalen Akteuren sowie deren Kompetenzen. Damit stärken die Träger der Initiative «Life Sciences Cluster Basel» die Sichtbarkeit der Region als Life-Sciences-Standort.

In der Life-Sciences-Strategie 2010 bis 2017 identifizierten die Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt sowie die Handelskammer beider Basel u.a. die Schwachstelle, dass sich der Life-Sciences-Standort Basel nach aussen zu fragmentiert und zu wenig selbstbewusst präsentiert. In Folge riefen die beiden Basler Kantone zusammen mit der Handelskammer die Initiative «Life Sciences Cluster Region Basel» ins Leben.

Vertreter von BaselArea.Swiss, dem Switzerland Innovation Park Basel Area, den kantonalen Standortförderungen und der Handelskammer beider Basel treffen sich seither regelmässig, um im Sinne der Kräftebündelung enger zusammenzuarbeiten und sich auszutauschen. Gemeinsam stellen sie die Umsetzung der in der Life-Sciences-Strategie verabschiedeten Massnahmen sicher und stimmen ihre Aktivitäten zur Stärkung der Region Basel als internationale top Adresse für die Life Sciences untereinander ab.

Webseite

Die Webseite bietet einen Überblick über den Life Sciences Cluster Basel.
Der Start-up AOT hat sich Unterstützung gesichert.

 Im Switzerland Innovation Park Basel Area ansässig 

Start-up sichert sich 8 Millionen Franken

Das in der Medizinaltechnologie tätige Start-up AOT hat sich bei einer Serie-C-Finanzierungsrunde 8 Millionen Franken gesichert. Damit will sich die Basler Firma auf europäischen Märkten etablieren.

AOT arbeitet an Knochenoperationen, die automatisiert mit dem sogenannten Kaltlichtlaserverfahren durchgeführt werden. Das im Switzerland Innovation Park Basel Area ansässige Unternehmen hat dazu das System CARLO (Cold Ablation Robot-guided Laser Osteotome) entwickelt, wie es in einer Mitteilung bei startupticker.ch heisst. Darin sind neuartige Lasertechnologie, ein Roboter und die entsprechende Software kompakt vereint, so dass das System im Operationssaal nicht allzu viel Platz einnimmt.

Mehr Informationen

Prognosen der Ökonomen

BAK Kommentar zum BREXIT-Entscheid

Die Briten haben sich dafür entschieden, die EU zu verlassen. Dies bringt eine grosse Reihe politischer und wirtschaftlicher Verwerfungen mit sich. Aufgrund des in der europäischen Geschichte einmaligen Schritts sind diese Verwerfungen im Sinne der Wirkungskanäle noch nicht vollständig abzuschätzen. Sicher ist jedoch, dass die Konsequenzen des Brexit nicht spurlos an der Schweiz vorrübergehen werden. Kurzfristig ist von einer Verschlechterung der Wachstumsaussichten auszugehen. Aber auch langfristig wird die Schweiz aufgrund eines strukturell geschwächten Europas betroffen sein. BAKBASEL hat die fünf wichtigsten Wirkungsfelder identifiziert.

Wenn Grossbritannien aus der EU aussteigt, hat das auch Folgen für die Schweiz.
Der neue Nutzungsplan für Salina Raurica ist verabschiedet.

Salina Raurica

Pratteln setzt die Eckwerte des Gesamtkonzeptes um


Die Umsetzung des Entwicklungskonzeptes Salina Raurica ist einen bedeutenden Schritt weiter. Der Einwohnerrat Pratteln stimmte Ende Mai 2016 der Anpassung des Zonenplanes zu und schafft damit die rechtlichen Voraussetzungen für eine zügige Umsetzung des Gesamtkonzepts. Zum Projekt und dem weiteren Vorgehen informieren die Gemeinden und der Kanton über die überarbeitete Webseite salina-raurica.ch.

Die Umsetzung des Spezialrichtplanes Salina Raurica erreicht mit der Verabschiedung des neuen Nutzungsplanes durch den Einwohnerrat Pratteln einen wichtigen Meilenstein. Nach Genehmigung durch den Regierungsrat werden damit im ganzen Perimeter von Salina Raurica die neuen Zonenvorschriften und Strassennetzpläne rechtskräftig. Dies bildet die Grundlage für die weiteren Planungsschritte.

Dazu gehören die Genehmigung des Baukredits zur Verlegung der Rheinstrasse sowie der Entscheid zum generellen Projekt „Tramverlängerung Bahnhof Pratteln – Augst‘. Der Landrat wird voraussichtlich Ende 2016 diese Entscheide fällen. Parallel dazu wird auf Bundesebene das Genehmigungsverfahren zum neuen Standort des Amphibienlaichgebietes von nationaler Bedeutung abgeschlossen. Die Aufhebung des Schutzstatus durch den Bund wird die Auffüllung der Zurlindengrube neben dem Coop-Neubau ermöglichen.

Im Gebiet Ost, zwischen der ARA und dem Längi-Quartier wird jetzt die Gemeinde Pratteln zusammen mit den Eigentümern und dem Kanton ein Testplanungsverfahren zur genauen Bestimmung der Baufelder und der künftigen Nutzungen durchführen.

Liestal

Lange Tafel mit 700 Gästen

Am Sonntag 25. September wird die Rathausstrasse im Stedtli zur Festtafel: An 70 gedeckten Tischen vom Törli bis zum Regierungsgebäude werden rund 700 Gäste Platz finden. Ab 12 Uhr startet an der bisher ersten Langen Tafel Liestal das Festessen, das ausschliesslich mit Baselbieter Spezialitäten bestritten wird. Die Gerichte werden unter der Leitung von Brüderli-Gastronomie vom Restaurant Kaserne gemeinsam mit den Liestaler Restaurants Hotel Engel, Schützenstube, Mooi und Herzlich zubereitet und serviert. Die Genussstadt Liestal wird sich zum Höhepunkt der Genusswoche herausputzen. Die 200 Meter lange Tafel soll ein festlicher Anlass, aber nichts Abgehobenes werden. Die Besucher sitzen auf schlichten Festbänken, die 70 Tische à 10 Plätzen sind aber mit Stoff gedeckt. Gegessen und getrunken wird aus Porzellan und Gläsern, es wird also kein billiges Plastikgeschirr geben.

Mehr

Die Leute hinter der Langen Tafel freuen sich schon jetzt auf den 25. September.

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