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Newsletter Nr. 3 der Standortförderung Baselland

Mai 2016

Viele unscheinbare Champions
Thomas Kübler

Die Wirtschaft ist in ständiger Bewegung, die Wirtschaft lebt, das Thema ist hochspannend. Zum Beispiel Arealentwicklung und Ansiedlungen: Der Campus Dreispitz ist so ein pulsierendes Areal. Neu dürfen wir die Rapp Gruppe begrüssen. Die Rapp Gruppe ist eine führende Schweizer Planungs- und Beratungsgruppe, die mit rund 430 Ingenieuren, Architekten und Fachspezialisten Lebensraum und Umwelt integral gestaltet und nachhaltig entwickelt. Gerade heute hat auch die Gebro-Pharma in Liestal ihren Verwaltungsneubau eingeweiht. Regierungsrat Thomas Weber hat anlässlich der Einweihung gesagt, dass der Regierung Firmen wie die Gebro-Pharma Freude machen, weil sie sich ganz bewusst für den Verbleib am Standort entschieden haben. Der Entscheid fiel auf Liestal wegen der guten Erreichbarkeit, dem Angebot an qualifizierten Fachkräften und der Attraktivität des Standorts für die Mitarbeiter.


Nicht vergessen dürfen wir auch die so genannten "Hidden Champions". Firmen, die zwar unscheinbar sind, jedoch ein grosses Potential haben, weil sie in ihrem Nischenmarkt mit 50-70 Prozent Marktanteil Weltmarktführer sind. Auch im Baselbiet sind zahlreiche solcher Firmen angesiedelt, die Allgemeinheit nimmt in der Regel kaum Notiz von ihnen. Was ist das Geheimnis ihres Erfolgs? An einer  i-net Business Veranstaltung am 14. Juni 2016 in Münchenstein können Sie mehr erfahren zum Thema. Nutzen Sie die Gelegenheit.

Zur Erhöhung der Chancen von Ansiedlungen ist die Verbesserung der Infrastruktur zentral, das ist eine der Hauptaussagen der Tagung der Wirtschaftsstudie Nordwestschweiz. Zudem gehen wir auf den Kantonalen Wettbewerbsinidikator der UBS ein, in welchem das Baselbiet den soliden 9 Rang der 26 Kantone belegt.

Das sind einige der Themen im aktuellen Newsletter der Standortförderung Baselland.
Ich wünsche Ihnen viel Vergüngen bei der Lektüre und einen wunderschönen, bewegten Frühling.

Thomas Kübler, Delegierter des Regierungsrates

Liestal

Gebro-Pharma mit neuem Verwaltungsgebäude

Im Grienmattquartier in Liestal ist der neue Sitz der Gebro Pharma AG entstanden: Heute Donnerstag war Einweihung des neuen Verwaltungsgebäudes. Regierungsrat Thomas Weber, Stadtpräsident Lukas Ott und Nationalrätin Daniela Schneeberger sowie weitere Persönlichkeiten gratulierten dem Unternehmen. Die Gebro Pharma AG hat sich nach gründlicher Prüfung auch von alternativen Standorten bewusst für das Verbleiben in Liestal entschieden.

Die Gebro Pharma ist eine auf innovative Produkte und Dienstleistungen spezialisierte Pharmafirma. Sie stellt insbesondere Medikamente in den Bereichen Rheumatologie und Schmerz, Dermatologie sowie Husten und Erkältung her. Diese Fokussierung zahlt sich aus: Die Gebro Pharma vermochte ihren Firmenumsatz in den vergangene Jahren stetig zu steigern.

Gebro Pharma AG Schweiz ist eine Tochtergesellschaft der Gebro Holding GmbH in Österreich und beschäftigt insgesamt über 500 Personen. Insgesamt bietet die Gebro Holding GmbH in der Schweiz an verschiedenen Standorten Arbeitsplätze für 75 Personen.

Die gute Infrastruktur, die Nähe zu Basel und damit zu den Hochschulen, aber auch die Unterstützung durch den Kanton und die Stadt Liestal bei der Suche nach einem geeigneten Standort haben zu dem Entscheid geführt, in Liestal zu bauen. In 15 Monaten entstand das zweistöckige Bürogebäude im Grienmattquartier in der Nähe des alten Standorts. Es bietet neu 30 Mitarbeitenden Raum, bisher waren es 16 Arbeitsplätze am Standort Liestal. Die Standortförderung gratuliert der Gebro-Pharma zum gelungenen Neubau und wünscht der Unternehmung eine erfolgreiche Zukunft.

Webseite Gebro-Pharma

Regierungsrat Thomas Weber (links) übergibt Gebro-Geschäftsleiter Marcel Plattner anlässlich der Einweihung des neuen Verwaltungsgebäudes in Liestal einen Geschenkkorb mit regionalen Spezialitäten. Bild Rolf Wirz

Was macht den Erfolg der "Hodeen Champions" aus?

Veranstaltung

i-net Business Ereignis «Insights aus der Hidden Champions»

Der Begriff «Hidden Champions» wurde von Professor Hermann Simon in den 1990er Jahren eingeführt, als er die kleinen und mittleren Unternehmen beschrieb, die in ihrem Nischenmarkt mit 50-70 Prozent Marktanteil Weltmarktführer sind. Diese Unternehmen zeichnen sich durch eine hohe Kompetenz in ihrem Gebiet aus. Es sind oft private Unternehmen mit hoher Stabilität und sie konzentrieren sich darauf, ihre globale Reichweite zu erweitern.

Der Ehrgeiz der Hidden Champions ist nicht der Quartalsabschluss oder den kurzfristige Nutzen zu optimieren, sondern Erfolg auf lange Sicht zu haben. Um erfolgreich zu sein, ist es wichtig, eine gute Beziehung mit den Mitarbeitern aufzubauen und eine geringe Fluktuation zu haben. Es ist auch wichtig, nicht nur ständige Innovation und Qualität der Produkte zu betreiben, aber sich nach den Bedürfnissen der Kunden zu orientieren. Kunden sind auch eine grundlegende, treibende Kraft für Innovation.

Im Kanton Basel-Landschaft sind viele der oben beschriebenen Unternehmensprofile angesiedelt. Offensichtlich sind viele Hidden Champions aktiv in der Life Sciences-Branche. Mit einer i-net Business Veranstaltung am 14. Juni 2016 in der fahrbar (Tramstrasse 66, 4142 Münchenstein), können Sie einen Einblick gewinnen in drei Hidden Champions.

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Kantonaler Wettbewerbsindikator 2016 der UBS

Baselland ist solid

Thomas Stocker, Ökonom der Standortförderung Baselland, zog kürzlich an einem internen Anlass folgendes Fazit: Baselland ist solid aber nicht (mehr) top, die Rangverschiebung 2014-2016 (minus zwei Plätze) darf nicht überinterpretiert werden. Das Ziel sollte sein, weiter an den Stärken (Innovation und Erreichbarkeit) zu arbeiten und bei den Schwächen (Kostenumfeld und Arbeitsmarkt) wo möglich Massnahmen zu ergreifen. Der Anspruch des Kantons bleibt bestehen: Positionierung in der «Hoch-Gruppe» des kantonalen Wettbewerbsindikators.

Vorderes Drittel
Der Kanton Basel-Landschaft  befindet sich mit Platz 9 immer noch im vorderen Drittel der 26 Kantone. Als Stärke beurteilt wird die Erreichbarkeit mit Rang 4. Angeführt werden eine gute Infrastruktur beim öffentlichen und Individualverkehr und der nahe Internationale Flughafen. Bei der Innovation belegt Baselland Rang 7. Positiv bewertet, also über dem schweizerischen Mittel, werden der Anteil Beschäftige in Branchenclustern (Life Sciences), der Anteil der Beschäftigen im F&E-Bereich sowie die Patente pro Einwohner/Vollzeitäquivalente. Negativ zu Buche schlagen hingegen die Anzahl Startups pro Einwohner/Vollzeitäquivalente und die Risikokapital-Investitionen pro Vollzeitäquivalente. Baselbieter Schwächen sind hingegen das Kostenumfeld (Rang 17) oder der Arbeitsmarkt (Rang 19).

Der kantonale Wettbewerbsindikator 2016 wird alle zwei Jahre durch die UBS publiziert. Es ist einer von diversen Indikatoren zur Quantifizierung der Standort- oder Wettbewerbsqualität der Kantone. Die Wettbewerbsfähigkeit zeigt das Potenzial für eine nachhaltige Steigerung der kantonalen Wirtschaftsleistung. Der Indikator mit seinen acht Säulen der Wettbewerbsfähigkeit und über 50 Variablen ist breit aufgestellt. Die Vergleichbarkeit mit den früheren Indikatoren ist insofern schwierig, weil gegenüber 2014 methodische Anpassungen vorgenommen und eine neues Indikatoren-Set angewendet wurden. Vergleiche von Rangverschiebungen über die Zeit sind daher eher schwierig.

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Der Indikator zeigt die acht Säulen der Wettbewerbsfähigkeit.
Zur Verbesserung der Chancen von Ansiedlungen ist die Verbesserung der Infrastruktur zentral

Tagung der Wirtschaftsstudie Nordwestschweiz

Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Nordwestschweiz erhalten

Die Nordwestschweiz ist eine überdurchschnittlich prosperierende Region mit einer starken, auf internationale Wachstumsmärkte ausgerichteten Wirtschaftsstruktur und einer gut zwanzig Prozent höheren Wirtschaftsleistung pro Einwohner als die Schweiz insgesamt. Als stark exportorientierte Region ist sie allerdings auch stark vom letztjährigen Aufwertungsschock und der dadurch akzentuierten Deindustrialisierung betroffen. Sie riskiert angesichts der Zunahme der Regulierungen einen Rückgang ihrer Attraktivität als internationaler Wirtschaftsstandort.

An einer Tagung im März 2016 wurden der Trägerschaft die wichtigsten Entwicklungstrends der Region in den mehr als dreissig Jahren des Bestehens der Wirtschaftsstudie Nordwestschweiz aufgezeigt.

Zur Verbesserung der Chancen von Ansiedlungen ist die Verbesserung der Infrastruktur zentral (Strassenverbindungen entlang der Hauptachsen, erschlossene Flächen für Ansiedlungen an attraktiver Lage, Ausbau Breitband auf 5G). Aber auch die „Internationalisierung“ der Region ist verbesserungsfähig. Weder wird das Potential der Expats und ihrer Angehörigen genügend genutzt, noch besteht flächendeckend eine eigentliche Willkommenskultur (Verwaltung, Schule, Medien, Bevölkerung).

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Muttenzer Spezialchemiekonzern

Clariant engagiert sich bei südkoreanischer Firma


Der Spezialchemiekonzern Clariant geht eine Partnerschaft mit der südkoreanischen BioSpectrum ein, einem Anbieter natürlicher Wirkstoffe für Kosmetika. Clariant kauft rund 17 Prozent der BioSpectrum-Aktien. Einen Kaufpreis nannte Clariant nicht. Clariant werde überdies ausserhalb Südkoreas exklusiver Partner für den weltweiten Vertrieb des Wirkstoff-Portfolios von BioSpectrum. Dieses stamme aus Naturstoffen und von Auszügen exotischer, asiatischer Pflanzen, die vor allem auf der südkoreanischen Insel Jeju wachsen würden. BioSpectrum werde auch weiterhin als unabhängiges Unternehmen geführt, hiess es weiter.
 
Der Clariant-Büroturm in Pratteln. Bild zVg
Den Primus "B" deux Blancs von Buess kann man in luftiger Höhe geniessen.

Sissach

Baselbieter Wein in der First Class

Die Fluggesellschaft Swiss hat den Primus «B» Deux Blancs der Buess Weinbau und Weinhandel AG in Sissach auserkoren, die Menüs von Sternekoch Felix Suter vom Restaurant Schlüssel in Oberwil zu begleiten. Der Primus «B» Deux Blancs sei eine edle und einmalige Cuveé aus dem Baselbiet, die speziell dafür kreiert worden sei, schreibt die Swiss in einer Mitteilung. Der Wein unterstütze die Speisen des Sternekochs optimal.

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